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Gentechnik#

Künstliche Veränderung der Erbanlagen durch direkte Manipulation des Erbmaterials (DNA); seit dem EU-Beitritt 1995 durch das Gentechnikgesetz geregelt und in verschiedenen Aspekten durch Verordnungen laufend näher behandelt.

Für gentechnische Arbeiten gibt es mehrere Sicherheitsstufen: Meldepflicht gilt grundsätzlich für alle Arbeiten, in den höheren Sicherheitsstufen ist eine behördliche Genehmigung erforderlich (zum Teil befristet). Besonders strenge Bestimmungen betreffen gentechnische Manipulationen an der menschlichen Keimbahn, die absolut verboten sind.

Die Verwendung gentechnisch veränderter Organismen (derzeit fast nur Pflanzen) außerhalb spezieller Labors ("Freisetzung" bzw. "Inverkehrbringen") ist in jedem Fall genehmigungspflichtig und kann zunächst nur in geringen Mengen unter intensiver Überwachung ("Monitoring") erfolgen. Produkte, die durch Gentechnik veränderte Organismen oder Teile davon enthalten, müssen in Österreich und in der EU gekennzeichnet werden, insbesondere auch Lebens- oder Futtermittel. die aus gentechnisch veränderten Organismen hergestellt werden.

Arbeiten auf dem Gebiet der Gentechnik werden in Österreich hauptsächlich an Universitäten, Kliniken, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und von der Pharmaindustrie durchgeführt. In Österreich wurden bisher (Stand 2003) keine Freisetzungen gentechnisch veränderter Organismen genehmigt. EU-weit zugelassenen Gentechnik-Produkte werden im Gentechnik-Register erfasst. Für 3 gentechnisch veränderte Maislinien besteht derzeit (2004) in Österreich ein Import- bzw. Anbauverbot.


--> Gentechnik – Fluch oder Segen? (Essays)


Videos zum Thema#




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Bild 'gentechnik'


Gentechnik im Vormarsch (16.2.2006)


(mit freundlicher Genehmigung des ORF und EuScreen)



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Bild 'gentechnik2'


Eco - Gentechnikfrei (13.10.2005)


(mit freundlicher Genehmigung des ORF und EuScreen)


Literatur#

  • H. Ibelgaufts, Gentechnologie von A bis Z, 1993
  • D. Heberle-Bors, Herausforderung Gentechnik, 1996