Akropolis (Zug)

Der Akropolis war ein zwischen München und Athen verkehrender Fernzug. Er wurde gemeinsam von der Deutschen Bundesbahn, den Österreichische Bundesbahnen (ÖBB), den Jugoslawischen Eisenbahnen (JŽ) und der Griechischen Staatsbahn (OSE) betrieben und fuhr von München über Villach, Ljubljana, Zagreb, Belgrad, Skopje und Thessaloniki nach Athen. Der in Deutschland als D-Zug eingestufte Zug wurde unter den Zugnummern D 290/291 geführt. In Österreich und Jugoslawien wurde der "Akropolis" in die Zuggattung Express (Ex) eingestuft.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Akropolis-Express wurde 1967 als Ergänzung zum bereits seit 1963 mit Zuglauf ab/bis Dortmund verkehrenden Hellas-Express[2][3] eingeführt.

Zunächst führte der Akropolis neben Sitzwagen auch Schlaf- und Liegewagen der DSG. Bis Mitte der 1970er Jahre entfielen die Schlafwagen und die Liegewagen wurden von der JŽ übernommen. Die Sitzwagen des Zuges wurden in den 1970ern überwiegend von der DB und der JŽ gestellt, wobei nur DB-Wagen bis Griechenland durchliefen.[4] In den 1980ern stellte auch die OSE einen Teil der Waggons.[5]

Der Akropolis gehörte nach dem Hellas-Express und dem Istanbul-Express zu den Zugverbindungen mit dem längsten Laufweg, die von Westdeutschland aus verkehrten.

Mit Beginn der Jugoslawienkriege wurde die Verbindung 1991 eingestellt.

Nachfolger

Für Reisende aus Deutschland und Österreich besteht seit 1993 keine Direktverbindung mehr nach Griechenland, es musste zumindest einmal umgestiegen werden. Im Februar 2011 wurde im Rahmen eines gesetzlich beschlossenen Sanierungsprogramms der grenzüberschreitende Eisenbahnpersonenverkehr von und nach Griechenland insgesamt eingestellt.

Laufweg

Der Akropolis benutzte ab dem Fahrplan 1978/79, anders als die meisten Fernzüge nach Griechenland, in Jugoslawien nicht mehr die elektrifizierte Hauptstrecke zwischen Belgrad und Skopje über Niš, sondern die weniger gut ausgebaute Verbindung über Kosovo Polje, einen Bahnknoten westlich von Priština, der Hauptstadt des Kosovo. Die Strecke über Niš wurde weiterhin von den Zügen in Richtung Bulgarien - Türkei sowie vom Hellas-Express bedient. Auch der Attika fuhr über Niš statt über Kosovo Polje.

Durch die Gestaltung des Fahrplans mit morgendlicher Abfahrt in München bzw. Athen wurde auf der Gesamtstrecke nur eine einmalige Übernachtung im Zug erforderlich.

Weblinks

Literatur

  • Dēmētrēs Margaritopoulos: Akropolis Express, Ekdoseis Kochlias 2004 ISBN 9608228875

Einzelnachweise

  1. http://www.vagonweb.cz/razeni/vlak.php?zeme=JZ&cislo=290&rok=1989&lang=de Wagenreihung laut Zugbildungsplan der JŽ von 1988/89
  2. vagonweb.cz: vagonWEB » Řazení vlaků » 1992 » JŽ Ex, Zugriff am 12. März 2011
  3. trains-worldexpresses.com, Zugriff am 12. März 2011
  4. http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?17,5287758,5288317#msg-5288317 Auszug aus dem DB-Zugbildungsplan 1978
  5. http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?30,4001523 Foto des "Akropolis" aus dem Jahr 1981