Amtliche deutsche Ein- und Rückwanderungsstelle

Die Amtliche Deutsche Ein- und Rückwanderungsstelle (ADERSt) war während der Option in Südtirol die Behörde, die die Einbürgerung und Umsiedlung der Optanten ins Deutsche Reich organisierte. Sie war dem Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums Heinrich Himmler unterstellt.

Sitz der Hauptbehörde war Bozen.

Leiter der Behörde war SS-Obersturmbannführer Dr. Wilhelm Luig. Auf dessen Weisung hin wurde am 30. Januar 1940 die Arbeitsgemeinschaft der Optanten (AdO) gegründet, in der sich die Ausreisewilligen organisieren konnten. Die ADERSt war dem AdO gegenüber weisungsbefugt.

Die Aufgaben der ADERSt umfassten:

  • Prüfung der Optionsanträge
  • Vorbereitung der Einbürgerung nach Deutschland
  • Vermittlung von Arbeit und Wohnraum
  • Organisation der Umsiedlung

Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Südtirol wurde die Umsiedlung eingestellt und die ADERSt aufgelöst.

Literatur

  • Margareth Lun: NS-Herrschaft in Südtirol. Die Operationszone Alpenvorland 1943-1945. Studienverlag, Innsbruck 2004, ISBN 978-3-7065-1830-7.
  • Ludwig Walter Regele: Meran und das Dritte Reich. Studienverlag, Innsbruck 2007, ISBN 978-3-7065-4425-2.

Weblinks