Bühnenorchester der Wiener Staatsoper

Das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper ist eine einzigartige, kulturelle Besonderheit mit über 150 jähriger Geschichte.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper wurde im Jahre 1854 als Bühnenmusik des Kärntnertor-Theaters mit eigenem Bühnenkapellmeister gegründet. Seit damals erlebte es als Folge der kriegsbedingten Häuserwechsel (Staatsoper in der Volksoper, Staatsoper im Theater an der Wien...) mehrere Umstrukturierungen. Bevor das Bühnenorchester im Rahmen der Ausgliederung der Bundestheater im Jahr 1999 der Wiener Staatsoper unterstellt wurde, war es von 1972 bis 1999 das "Bühnenorchester der Österreichischen Bundestheater".

Aufgaben und Tätigkeiten

Das Bespielen der Bühnenmusiken auf und hinter der Szene im Repertoire der Wiener Staatsoper und der Volksoper Wien ist die Hauptaufgabe des Orchesters. Seit 1999 fungiert das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper auch als "Hauptorchester" bei den Kinderopern-Aufführungen im A1 Kinderopernzelt der Wiener Staatsoper. Eine wichtige und wesentliche Aufgabe des Bühnenorchesters ist außerdem das Mitwirken bei Vorstellungen im Orchester der Wiener Staatsoper.

In den 80er Jahren vertrat das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper die Staatsoper beim Festival "Wien Modern" mit zeitgenössischen Opernproduktionen wie "Die weiße Rose" von Udo Zimmermann und "Jakob Lenz" von Wolfgang Rihm. Und von 1988 bis 1998 spielte das Bühnenorchester auf Wunsch Herbert von Karajans auch die Bühnenmusiken der Opernproduktionen der Salzburger Festspiele. Weiteren Produktionen außerhalb des Stammhauses folgte in der jüngeren Vergangenheit im Jahr 2010 ein Engagement des Bühnenorchesters bei den Opernproduktionen "Lulu" und "Wozzeck" im Theater an der Wien im Rahmen der Wiener Festwochen.

Besetzung

1 Harfe, 3 Flöten, 2 Oboen, 3 Klarinetten, 2 Fagotte, 5 Hörner, 5 Trompeten, 3 Posaunen, 1 Tuba, 4 Schlagwerker, 6 Violinen, 2 Bratschen, 2 Celli und 2 Bässe.

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