Burg Sonnenburg (Natters)

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Straßfried
Entstehungszeit: vor 1280
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: abgegangen im 16. Jh., vollständig verloren (Autobahnbau)
Ort: Natters

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Die Sonnenburg war eine Burg bei Natters nahe Innsbruck.

Lage

Die Burg lag am Eingang des Wipptales, oberhalb von Wilten am Berg Isel über der Sillschlucht, dort, wo sich heute die Autobahnabfahrt Innsbruck-Süd der Brenner Autobahn befindet.

Geschichte

Die Feste Sonnenburg lässt sich um 1280, zur Zeit Meinhard II. von Görz-Tirol, nachweisen. Sie war seinerzeit zu einem Teil in Besitz der Tiroler Landesfürsten, zum anderen Eigenbesitz der Herren von Freundsberg, görz-tirolische Dienstmannen.

Der Name Sonnenburg (1267 Suneburch, 1319 Suonenburch, 1321 Sunnburch) dürfte sich aus althochdeutsch suona ‚Gericht‘ (vergl. Sühne) herleiten.[1] Im 13. und 14. Jahrhundert war sie Sitz des Landgericht Sonnenberg (das noch lang über die Existenz der Burg hinaus bestand). Außerdem kontrollierte sie die alte Römerstraße über den Brennerpass, die auch im Mittelalter beibehalten wurde. Daneben war sie wohl Urbarverwaltungssitz der Freundsberger. Deren Burghut dürfte bei der ritterlichen Burgmannschaft von Matzen bei Reith ausgeübt worden sein. 1321 verkauft Bertold von Freundsberg seinen Anteil an Graf Heinrich von Görz-Tirol.

Wie die im Wipptal gegenüberliegende Feste Straßfried wurde auch die Sonnenburg ab dem 16. Jahrhundert dem Verfall preisgegeben, das Landgericht war auf das bessere Schloss Vellenberg bei Götzens übersiedelt.

Die letzten Ruinenreste wurden 1960 endgültig zerstört, als für die Brennerautobahn der gesamt ehemalige Burghügel abgetragen wurde. Die Ortslage Sonnenburgerhof (Bahnhaltestelle) erinnert noch daran.

Nachweise

  • Schloss Freundsberg → Die Freundsberger → Sonnenburg, auf burgenkunde.at (zitiert Infotafel im Turmmuseum auf Schloss Freundsberg)
  1. nach Karl Finsterwalder, Innsbruck, zitiert in Franz Rosenkranz: Landgericht Sonnenberg, wiltener-schuetzen.at