Café Museum

Das Café Museum in Wien

Das Café Museum ist ein Kaffeehaus in Wien, das 1899 eröffnet wurde. Die ursprüngliche Innenausstattung gestaltete Adolf Loos. Das Café wurde rasch zu einem Treffpunkt der Wiener Künstler. Das Café befindet sich in der Nähe des Naschmarktes, des Karlsplatzes und des Ausstellungshauses der Wiener Secession in der Operngasse 7 im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Innenansicht (2009)

Das Café Museum ist in einem Miethaus untergebracht, das 1872 nach Plänen des Architekten Otto Thienemann erbaut wurde.[1] Die Ausstattung des Cafés hob sich bei seiner Eröffnung 1899 vom damals vorherrschenden opulent dekorativen Stil durch seine Schlichtheit und Sachlichkeit ab, was durch Bugholzstühle und Tische der Firma Thonet noch betont wurde. Der Stil des Cafés trug ihm bald nach seiner Eröffnung den von Ludwig Hevesi geprägten Beinamen „Cafe Nihilismus“ ein.

Zu den Stammgästen des Cafés gehörten im frühen 20. Jahrhundert u.a. Peter Altenberg, Alban Berg, Hermann Broch, Elias Canetti, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Karl Kraus, Franz Lehar, Robert Musil, Leo Perutz, Joseph Roth, Roda Roda, Egon Schiele, Georg Trakl, Otto Wagner und Franz Werfel.

Zu Beginn der 1930er Jahre gestaltete Josef Zotti das Café neu. 2003 fand abermals ein Umbau statt, wobei die Gestaltung von Adolf Loos rekonstruiert wurde. Ende 2009 wurde das Café Museum geschlossen. Nach der Übernahme durch die Gastronomen Irmgard und Berndt Querfeld im Sommer 2010 und einer Generalrenovierung – in Anlehnung der Einrichtung von Josef Zotti – wurde das Café Museum am 18. Oktober 2010 wiedereröffnet.[2][3]

Literatur

  • Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Band 1. Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 1992, ISBN 978-3-218-00543-2, S. 539.
  • Hans Veigl: Wiener Kaffeehausführer. Kremayr und Scheriau, Wien 1994, ISBN 978-3-218-00587-6.
  • Bartel F. Sinhuber: Zu Gast im alten Wien. Erinnerungen an Hotels, Wirtschaften und Kaffeehäuser, an Bierkeller, Weinschenken und Ausflugslokale. Amalthea, Wien 1997, ISBN 3-85002-409-1.

Weblinks

 Commons: Café Museum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Otto Thienemann. In: Architektenlexikon Wien 1770–1945. Herausgegeben vom Architekturzentrum Wien. Wien 2007. Abgerufen am 2. Dezember 2011.
  2. Café Museum - Radikaler Umbau für klassisches Wiener Kaffeehaus, in: Solid - Wirtschaft und Technik am Bau (Branchenmagazin), (4. Februar 2010)
  3. Neustart für Cafe Museum, in: ORF.at, (7. Juli 2010)

48.20111111111116.367222222222Koordinaten: 48° 12′ 4″ N, 16° 22′ 2″ O