Carl Friedrich von Weizsäcker

Carl Friedrich von Weizsäcker, 1983

Carl Friedrich von Weizsäcker (* 28. Juni 1912 in Kiel; † 28. April 2007 in Söcking am Starnberger See) war ein deutscher Physiker, Wissenschafts-Philosoph und Friedensforscher.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Carl Friedrich von Weizsäcker entstammt dem pfälzisch-württembergischen Geschlecht Weizsäcker. Er war der Sohn von Ernst von Weizsäcker (1882–1951) und Marianne von Graevenitz (1889–1983). Der Altbundespräsident Richard von Weizsäcker ist sein jüngerer Bruder.

Carl Friedrich von Weizsäcker wuchs ab 1915 in Stuttgart, ab 1922 in Basel und ab 1925 in Kopenhagen auf und machte 1929 das Abitur in Berlin. Am 30. März 1937 heiratete er die Schweizer Historikerin Dr. Gundalena Wille (1908–2000), die er 1934 bei ihrer Arbeit als Journalistin kennengelernt hatte. Er war Vater von drei Söhnen, Carl Christian (* 1938), Ernst Ulrich (* 1939) sowie Heinrich Wolfgang (* 1947), und zwei Töchtern, Elisabeth (* 1940) und Dorothea (* 19XX, verh. Brenner).[1]

Berufsweg

Weizsäcker lernte 1927 als Jugendlicher Werner Heisenberg in Kopenhagen kennen. Unter dessen Einfluss wählte er Physik als Studienfach. Von 1929 bis 1933 studierte er Physik, Astronomie und Mathematik in Berlin, Göttingen und Leipzig, u. a. bei Werner Heisenberg, Friedrich Hund (Doktorprüfer) und Niels Bohr. Er habilitierte sich 1936 und trat im gleichen Jahr als wissenschaftlicher Mitarbeiter in das damalige Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik in Berlin ein. Er beschäftigte sich in den 1930er Jahren mit der Bindungsenergie von Atomkernen (Bethe-Weizsäcker-Formel, Tröpfchenmodell; 1935) und den Kernprozessen, die im Inneren von Sternen Energie liefern (Bethe-Weizsäcker-Zyklus; 1937/1938). 1936 lieferte er die erste zutreffende Deutung von Kernisomeren als verschiedene metastabile Zustände des Atomkerns.[2] 1937 erschien in Leipzig sein Buch Die Atomkerne. In den Jahren 1940–1942 arbeitete er am deutschen Uranprojekt (siehe nächster Abschnitt). Anschließend hatte er bis 1944 den Lehrstuhl für theoretische Physik an der Reichsuniversität Straßburg inne.

Ab 1946 leitete Weizsäcker eine Abteilung des Max-Planck-Instituts für Physik in Göttingen. Er war Honorarprofessor an der Georg-August-Universität Göttingen und wurde 1950 in die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen aufgenommen. Zusammen mit Gerard Peter Kuiper arbeitete er an protoplanetaren Hypothese der Entstehung des Sonnensystems und an der Theorie der Turbulenz.

Im Jahre 1957 wurde er auf einen Lehrstuhl für Philosophie der Universität Hamburg berufen. Neben wissenschaftstheoretisch-physikalischen Fragen zur Einheit der Natur (Buchtitel) bearbeitete er Probleme des biologischen und sozialen Ursprungs des Menschen. Zentrales Anliegen seiner philosophischen Arbeiten war die begriffliche Durchdringung der Grundlagen der Quantenphysik, u. a. der sogenannten Kopenhagener Interpretation.

1970 wurde für Weizsäcker das Starnberger Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt gegründet. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1980 wurde das Institut von ihm gemeinsam mit dem Philosophen Jürgen Habermas geleitet.

Zur Entwicklung von Kernwaffen

Weizsäcker erkannte bereits vor Beginn des Zweiten Weltkriegs die Möglichkeit, Atombomben herzustellen. Er gehörte wie Heisenberg und Otto Hahn dem deutschen „Uranprojekt“ zur Erforschung der Kernspaltung an. Im Rahmen des Uranprojekts berichtete er beispielsweise an das Heereswaffenamt von der Möglichkeit der Energiegewinnung aus Uran-238. Das durch die Anlagerung eines Neutrons entstehende Element 239Pu – von ihm 239Eka-Re (Re: Rhenium) genannt – könne „zum Bau sehr kleiner Maschinen“, „als Sprengstoff“ und „zur Umwandlung anderer Elemente“ genutzt werden.[3] Vom Frühjahr 1941 ist ein Patententwurf Weizsäckers bekannt Er beinhaltet neben Ansprüchen auf Kernreaktoren ein „Verfahren zur explosiven Erzeugung von Energie und Neutronen“, das „in solcher Menge an einen Ort gebracht wird, z. B. in einer Bombe“.[4] Dieser Entwurf hatte jedoch keinen Bestand und wurde innerhalb der Uranverein-Arbeitsgruppe am Kaiser-Wilhelm-Institut überarbeitet und ausgeweitet. Die erweiterte Liste der Patentansprüche zu einer „Uranmaschine“ vom August 1941 gibt keinen Hinweis mehr auf eine Bombe.[5]

1957 sagte Weizsäcker in einem Interview, illusionäre Hoffnungen auf politischen Einfluss hätten ihn damals bewegt, an der Erforschung von Nuklearwaffen zu arbeiten. „Nur durch göttliche Gnade“ sei er vor der Versuchung bewahrt worden, die deutsche Atombombe tatsächlich zu bauen. Diese Gnade habe darin bestanden, „dass es nicht gegangen ist“. Die deutsche Kriegswirtschaft habe die erforderlichen Ressourcen nicht bereitstellen können. Zu den wissenschaftlich-technischen Ambitionen der Gruppe sagte er: „Wir wollten wissen, ob Kettenreaktionen möglich wären. Einerlei, was wir mit Kenntnissen anfangen würden – wissen wollten wir es.“[6]

Intention und tatsächliche Handlungen von Weizsäckers werden seit Jahrzehnten diskutiert. So begleitete Weizsäcker Heisenberg 1941 zu einem Treffen mit Niels Bohr in das damals von Nazi-Deutschland besetzte Kopenhagen. Nach Weizsäckers eigenem, späteren Bekunden sei es beiden darum gegangen, eine Physiker-Allianz zu schmieden, die über die Grenzen der Kriegsgegner hinweg den Bau von Atomwaffen verhindern sollte. Bohr interpretierte das Gespräch mit Heisenberg, das unter vier Augen eröffnet wurde, offenbar jedoch als Einladung zur Beteiligung am Bau der deutschen Atomwaffe. Von Weizsäcker und Heisenberg verbreiteten dagegen beide bis zu ihrem Tod die Version, dass sie deren Entwicklung verhindern hätten wollen, und dass Bohrs Interpretation auf einem Missverständnis beruht habe. Die Begegnung von Heisenberg und Bohr, insbesondere der umstrittene Inhalt des Gesprächs, sind Gegenstand eines zeitgenössischen Theaterstücks (Kopenhagen von Michael Frayn). Im deutschsprachigen Raum wurde u. a. die Verstrickung Weizsäckers in den deutschen Atombombenbau in dem 2009 erschienenen Roman Warten auf den Anruf von Birgit Rabisch thematisiert.

1945 gehörte von Weizsäcker zu den durch die Alliierten im Rahmen der Alsos-Mission in Farm Hall (Südengland) internierten deutschen Wissenschaftlern. Ebenfalls interniert waren Otto Hahn, Max von Laue, Werner Heisenberg, Walther Gerlach, Erich Bagge, Horst Korsching, Kurt Diebner und Paul Harteck.

Nachkriegszeit und politisches Wirken

Nach eigener Aussage begegnete Weizsäcker der nationalsozialistischen Herrschaft mit „widerstrebendem Konformismus“. Er sei mit einem „unverdient sauberen Fragebogen“ aus deren Herrschaft heraus gekommen.[7] Unter anderem vor dem Hintergrund der eigenen Verstrickungen in die Entwicklung einer deutschen Atombombe rückte nach dem Krieg die Beschäftigung mit Fragen der Verantwortung und Ethik in den Naturwissenschaften sowie politisches Engagement stärker in den Vordergrund.

1947/48 nahm Weizsäcker an Treffen der Gesellschaft Imshausen teil, die über eine Erneuerung Deutschlands beriet. Als 1956 die Ausrüstung der Bundeswehr mit taktischen Atomwaffen diskutiert wurde, initiierte und formulierte er mit Otto Hahn und anderen Kernforschern das aufsehenerregende Manifest der Göttinger Achtzehn. Es platzte 1957 mit der Forderung eines freiwilligen Verzichts der Bundesrepublik auf den Besitz von Kernwaffen in die Atomeuphorie und führte zum politischen Eklat, nachdem der damalige Atom- und dann Verteidigungsminister Franz Josef Strauß diese Frage bewusst offen gelassen und der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer die Ausrüstung mit taktischen Atomwaffen öffentlich befürwortet hatte. 1961 initiierte Weizsäcker mit dem Tübinger Memorandum ein weiteres Manifest, in dem er sich mit anderen evangelischen Wissenschaftlern und Prominenten gegen atomare Aufrüstung und für eine Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze aussprach.

Weizsäcker leitete von 1964 bis 1970 die „Forschungsstelle der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler“ (VDW, gegründet von Mitgliedern der Göttinger Achtzehn) in Hamburg, mit den Themen „Ernährungslage in der Welt“ und „Kriegsfolgen und Kriegsverhütung“ (siehe auch das gleichnamige Buch unter „Werke“), einer detaillierten Darstellung der Folgen möglicher Atomkriege in Deutschland sowie der Eskalationsgefahren und entsprechender Ansätze zur Verhinderung von Atomkriegen. Weizsäckers praktisch-philosophisches Engagement führte beispielsweise zu Ansätzen einer „Weltinnenpolitik“.

Weizsäcker saß dem Verwaltungsrat des Deutschen Entwicklungsdienstes (1969 bis 1974) vor. Ende der 1960er kam es zu einer Begegnung mit dem indischen Pandit Gopi Krishna, die zur Gründung der „Forschungsgesellschaft für westliche Wissenschaft und östliche Weisheit“ führte, einer Gesellschaft, die regelmäßige Veröffentlichungen und Treffen organisierte, bei denen damals noch wenig in der Öffentlichkeit behandelte Themen wie östliche Mystik und deren Verhältnis zu westlichen Rationalitätsvorstellungen eine Rolle spielten.

Im Jahr 1969 reiste Weizsäcker durch Indien und hatte im Ashram von Sri Ramana Maharshi in Tiruvannamalai ein spirituelles Erlebnis, in dem „alle Fragen beantwortet waren“ und dessen Substanz nach eigenen Worten immer bei ihm war.[8]

An das Starnberger Max-Planck-Institut wechselte Weizsäcker 1970 zusammen mit mehreren Mitarbeitern der Forschungsstelle (Horst Afheldt, Utz-Peter Reich, Philipp Sonntag), die an der Studie zu Kriegsfolgen und Kriegsverhütung arbeiteten. Themen wie die Gefahr eines Atomkrieges, die Umweltzerstörung oder der Nord-Süd-Konflikt standen im Mittelpunkt der Forschungen, die versuchten, sich jenseits der Tagespolitik zu halten.

Carl Friedrich von Weizsäcker, 1982

Nach seiner Emeritierung 1980 vertrat Weizsäcker als Vortragsreisender und Autor einen „radikalen Pazifismus als das christlich einzig Mögliche“. Er rief zu einer Weltversammlung der Christen auf und ordnete in zahlreichen Büchern seine Wahrnehmung der Neuzeit (Buchtitel). In den Büchern äußert sich ein immer stärker religiös – jedoch nicht traditionell christlich – werdendes Bemühen, die Einheit einer Welt zu denken, die in egoistischen Interessen und widerstreitenden Kulturen auseinander zu fallen droht. Wissenschaft und politische Moral sind nach seiner Ansicht im Zeitalter der Atombombe, der Informationstechnik und der Genmanipulation untrennbar miteinander verbunden. Sie ruhen für ihn auf dem „Quellgrund religiöser Erfahrung“: „Nicht Optimismus, aber Hoffnung habe ich zu bieten.“ Eines der Werke dieser Schaffensperiode trägt den Titel Bewußtseinswandel.

In den 1990er Jahren arbeitete er hauptsächlich am philosophischen Hauptwerk Zeit und Wissen. Er führte hier die bereits in Einheit der Natur vorgestellte Idee weiter, die Quantenphysik axiomatisch aus der Unterscheidung empirisch entscheidbarer „Ur-Alternativen“ aufzubauen.[9] Auf dieser Grundlage gelingt es Weizsäcker beispielsweise, die Dreidimensionalität des Raumes herzuleiten und die Größenordnung der Entropie abzuschätzen, die frei wird, wenn ein Proton in ein Schwarzes Loch stürzt.

In den 1990er Jahren traf er mehrmals mit Tendzin Gyatsho, dem 14. Dalai Lama, zusammen. Im Gedankenaustausch zwischen dem Physiker und dem Buddhisten erkannten diese deutliche Parallelen zwischen den beiden Lehren, und er wurde von beiden als sehr fruchtbar betrachtet.

Preise und Ehrungen

Carl Friedrich von Weizsäcker, 1993

1957 wurde Weizsäcker die Max-Planck-Medaille verliehen. 1961 erfolgte seine Aufnahme in den Orden Pour le mérite für Wissenschaft und Künste. 1963 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. 1969 erhielt er das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst, 1973 das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland[10], 1982 den Ernst-Hellmut-Vits-Preis der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster (Westfalen) und 1983 den Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf. 1988 wurde er mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet und im folgenden Jahr 1989 mit dem hoch dotierten Templeton-Preis für „Progress in Religion“. Ebenfalls im Jahr 1989 erhielt er „für seine weltweit anerkannten, vielfältigen und engagierten Beiträge zu den Menschheitsthemen: Frieden – Gerechtigkeit – Bewahrung der Schöpfung“ (Konziliarer Prozess) den Theodor-Heuss-Preis.

Weiterhin war Weizsäcker Träger des Goethepreises der Stadt Frankfurt, des Prix Arnold Reymond der Universität Lausanne, des Erasmus-Preis der Stadt Herdam, des Hanseatischen Goethe-Preiss, des Karl-IV.-Preis der Stadt und Universität Prag.[11]

Carl Friedrich von Weizsäcker wurden folgende Ehrendoktorwürden verliehen:[11]

Er war Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, der Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, der Göttinger Akademie der Wissenschaften, der Sächsische Akademie der Wissenschaften, der Österreichische Akademie der Wissenschaften,der Bayerische Akademie der Wissenschaften, der Bayerische Akademie der Schönen Künste, der Deutsche Physikalische Gesellschaft, der Académie des Sciences Morales et Politiques, der American Physical Society, der Friedensklasse des Pour le Mérite, der Kroatische Akademie der Wissenschaften und Künste, der Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, der Joachim-Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften e. V., des Hamburg Institut für die Wissenschaften vom Menschen.[12]

1979 lehnte Weizsäcker die von Willy Brandt vorgeschlagene Kandidatur zum Bundespräsidenten ab. Sein Bruder Richard war von 1984 bis 1994 deutscher Bundespräsident.

Inzwischen sind zwei Gymnasien, in Ratingen und in Barmstedt, nach Carl Friedrich von Weizsäcker benannt worden.

Der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft verleiht seit 2009 zusammen mit der Leopoldina alle zwei Jahre den mit 50.000 € dotierten Wissenschaftspreis "Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis" für "herausragende wissenschaftliche Beiträge zur Bearbeitung gesellschaftlich wichtiger Probleme".[13]

Es gibt eine Carl-Friedrich von Weizsäcker-Stiftung sowie Wissen und Verantwortung – Carl Friedrich von Weizsäcker-Gesellschaft e. V.[14]

Veröffentlichungen (inkl. Filme, Auswahl)

Titel chronologisch nach Erstveröffentlichung:

1940–1949
  • Die moderne Atomlehre und die Philosophie. In: Die Chemie (Angewandte Chemie, neue Folge) 55(13/14), S. 99–104 und 55(15/16), S. 121–126 (1942), ISSN 1521-3757.
  • Zum Weltbild der Physik. Hirzel, Leipzig/ Stuttgart 1943.
  • Die Unendlichkeit der Welt – Eine Studie über das Symbolische in der Naturwissenschaft. In: Die Chemie (Angewandte Chemie, neue Folge) 57(1/2), S. 1–6 (1944) und 57(3/4), S. 17–22 (1944).
  • Die Geschichte der Natur. Zwölf Vorlesungen (gehalten in Göttingen 1946), Hirzel, Leipzig/ Stuttgart/ Zürich 1948; Neuauflage Hirzel, Stuttgart 2006, ISBN 3-7776-1398-3.
  • Der begriffliche Aufbau der theoretischen Physik. Vorlesung vom Sommersemester 1948, Typoskript, Göttingen 1948.
1950–1959
  • Die Verantwortung der Wissenschaft im Atomzeitalter. Zwei Vorlesungen (gehalten in Bonn 1957 bzw. Göttingen 1956/1957), Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1957.
  • Mit der Bombe leben. Die gegenwärtigen Aussichten einer Begrenzung der Gefahr eines Atomkrieges. Sonderdruck DIE ZEIT, Hamburg 1958, DNB 455443939.
1960–1969
  • Die Bedingungen des Friedens. Rede anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, mit der Laudatio von Georg Picht. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1963.
  • Die Tragweite der Wissenschaft. Erster Band: Schöpfung und Weltentstehung. Die Geschichte zweier Begriffe. Hirzel, Stuttgart 1964.
1970–1979
1980–1989
1990–1999
2000–2009
  • Lieber Freund! Lieber Gegner! Briefe aus fünf Jahrzehnten, Hanser, München 2002, ISBN 3-446-20150-5.
2010-2019
  • C. F. v. Weizsäcker im Kontext. Gesammelte Werke auf CD-ROM, hrsg. Michael Drieschner, Worm, Berlin 2011, ISBN 978-3-932094-79-8.

Literatur

  • Helmut Korch: Zur Kritik des Physikalischen Idealismus C.F.v. Weizsäckers. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1959, DNB 452538548.
  • Klaus Michael Meyer-Abich (Hrsg.): Physik, Philosophie und Politik. Für Carl Friedrich von Weizsäcker zum 70. Geburtstag. Hanser, München 1982, ISBN 3-446-13622-3.
  • Mathias Schüz: Die Einheit des Wirklichen. Carl Friedrich von Weizsäckers Denkweg. Neske, Pfullingen 1986, ISBN 3-7885-0287-8.
  • Günter Altner u. a.: Das Ende der Geduld: Carl Friedrich von Weizsäckers 'Die Zeit drängt’ in der Diskussion. Hanser, München 1987, ISBN 3-446-15015-3.
  • Martin Wein: Die Weizsäckers. Geschichte einer deutschen Familie. DVA, Stuttgart 1988, ISBN 3-421-06389-3.
  • Peter Ackermann, Wolfgang Eisenberg, Helge Herwig (Hrsg.): Erfahrung des Denkens – Wahrnehmung des Ganzen. Carl Friedrich von Weizsäcker als Physiker und Philosoph. Akademie-Verlag, Berlin 1989, ISBN 3-05-500620-8.
  • Thomas Görnitz: Carl Friedrich von Weizsäcker, Ein Denker an der Schwelle zum neuen Jahrtausend. Freiburg 1992, ISBN 3-451-04125-1.
  • Ulrich Bartosch: Weltinnenpolitik. Zur Theorie des Friedens von Carl Friedrich von Weizsäcker. Duncker & Humblot, Berlin 1995, ISBN 3-428-08461-6.
  • Michael Schaaf: Carl Friedrich von Weizsäcker. Physiker und Philosoph im Schatten der Atombombe. CENSIS-REPORT-21–96, Hamburg, Juni 1996.
  • Ulrich Bartosch, Jochen Wagner (Hrsg.): Weltinnenpolitik. Internationale Tagung anlässlich des 85. Geburtstags von Carl-Friedrich von Weizsäcker in der Evangelischen Akademie Tutzing. LIT, Berlin 1997, ISBN 3-8258-3359-3.
  • Wolfgang Krohn, Klaus Michael Meyer-Abich (Hrsg.): Einheit der Natur – Entwurf der Geschichte. Begegnungen mit Carl Friedrich von Weizsäcker. Hanser, München 1997, ISBN 3-446-19119-4.
  • Elisabeth Kraus: Von der Uranspaltung zur Göttinger Erklärung. Otto Hahn, Werner Heisenberg, Carl Friedrich von Weizsäcker und die Verantwortung des Wissenschaftlers. Königshausen und Neumann, Würzburg 2001, ISBN 3-8260-1987-3.
  • Dieter Hattrup: Carl Friedrich von Weizsäcker. Physiker und Philosoph. Primus, Darmstadt 2004, ISBN 3-89678-506-0.
  • Michael Drieschner: Carl Friedrich von Weizsäcker. Eine Einführung. Panorama, Wiesbaden 2005, ISBN 3-926642-67-X.
  • Till Bastian: High Tech unterm Hakenkreuz. Von der Atombombe bis zur Weltraumfahrt. Militzke, Leipzig 2005, ISBN 3-86189-740-7 (Zu 6 Patentanmeldungen: s. S. 219f.).[15]
  • Arnold-Sommerfeld-Gesellschaft (Hrsg.): Physik, Information und Informationssysteme. Carl Friedrich von Weizsäcker zum 90. Geburtstag. Leipziger Uni-Verlag, Leipzig 2006, ISBN 3-86583-098-6.
  • Martin B. Kalinowski, Hartwig Spitzer (Hrsg.): Zur Eröffnung des Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrums für Naturwissenschaft und Friedensforschung. Hamburg University Press, Hamburg 2007, ISBN 978-3-937816-40-1.
  • Birgit Rabisch: Warten auf den Anruf. Achter-Verlag, Acht 2009, ISBN 978-3-9812372-1-4.
  • Stephan Albrecht u. a. (Hrsg.): Zur Verantwortung der Wissenschaft – Carl Friedrich von Weizsäcker zu Ehren: Beiträge des 1. Hamburger Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Forums. Lit, Berlin/ Münster, ISBN 978-3-8258-1769-5 (Weltinnenpolitische Colloquien, Bd. 3).
  • Holger Lyre: Carl Friedrich von Weizsäcker. In: Burkhard Mojsisch, Stefan Jordan (Hrsg.): Philosophenlexikon. Reclam, Stuttgart 2009.
  • Die Weisheit der Bombe – Das 20. Jahrhundert in einem Leben und Werk. Der Physiker und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker wird neunzig. In: Die Zeit. Nr. 27, 2002.
  • Konrad Lindner: Carl Friedrich von Weizsäckers Wanderung ins Atomzeitalter. Ein dialogisches Selbstporträt. mentis Verlag, Paderborn 2002, ISBN 3-89785-270-5.
  • Robert Lorenz: Carl Friedrich von Weizsäcker. Vom Diktator zum Friedensphilosophen. In: Stine Marg, Franz Walter (Hrsg.): Göttinger Köpfe und ihr Wirken in die Welt. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525-30036-7, S. 110–116.

Film

  • 1976: Klaus Peter Dencker im Gespräch mit Carl Friedrich von Weizsäcker. Eine Produktion des Saarländischen Rundfunks/Fernsehen (15 Minuten).

Weblinks

 Commons: Carl Friedrich von Weizsäcker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Red.: Carl Friedrich von Weizsäcker gestorben, Focus Online, 28. April 2007.
  2. Carl Friedrich von Weizsäcker: Metastabile Zustände der Atomkerne. In: Naturwissenschaften. Bd. 24, Nr. 51, 1936, S. 813–814 (doi:10.1007/BF01497732).
  3. Carl Friedrich von Weizsäcker: Eine Möglichkeit der Energiegewinnung aus Uran 238, 17.07.1940; Online-Archiv des Deutschen Museums, abgerufen am 8. Juni 2012
  4. C. F. v. Weizsäcker, Patententwurf, Frühjahr 1941; tw. abgedruckt und analysiert in Reinhard Brandt, Rainer Karlsch (2007) Kurt Starke und das Element 93: Wurde die Suche nach den Transuranen verzögert? In: Rainer Karlsch, Heiko Petermann (Hrsg.) Für und Wider "Hitlers Bombe - Studien zur Atomforschung in Deutschland. Cottbuser Studien zur Geschichte von Technik, Arbeit und Umwelt, Band 29. Waxmann, Münster. S. 293–326.
  5. C. F. v. Weizsäcker, Patententwurf, Frühjahr 1941; tw. abgedruckt und analysiert in Reinhard Brandt, Rainer Karlsch (2007) Kurt Starke und das Element 93: Wurde die Suche nach den Transuranen verzögert? In: Rainer Karlsch, Heiko Petermann (Hrsg.) Für und Wider "Hitlers Bombe - Studien zur Atomforschung in Deutschland. Cottbuser Studien zur Geschichte von Technik, Arbeit und Umwelt, Band 29. Waxmann, Münster. S. 293–326.
  6.  … und führe uns nicht in Versuchung: Vom gespaltenen Atom zum gespaltenen Gewissen – Die Geschichte einer menschheitsgefährdenden Waffe. In: Der Spiegel. Nr. 19, 1957, S. 45–53 (Titelgeschichte, hier S. 52, online).
  7. „Selbstdarstellung“ in Garten des Menschlichen. S. 566f.
  8. Der Garten des Menschlichen. Beiträge zur geschichtlichen Anthropologie (1977); darin „Selbstdarstellung“, S. 594ff.
  9. Einheit der Natur. Abschnitt II,5 Die Quantentheorie.
  10. Bekanntgabe von Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In: Bundesanzeiger. Jg. 25, Nr. 43, 9. März 1973.
  11. a b Autorenbiografie beim Hanser Verlag, 7. März 2011.
  12. http://www.hanser-literaturverlage.de/autoren/autor.html?id=26688 Autorenbiographie beim Hanser Verlag (7. März 2011)
  13. www.stifterverband.org, angerufen 10. Juni 2011.
  14. cfvw.org
  15. Mark Walker über Kernforschung am MPI für Physik (PDF) (Anm. 22)