Der Ring (Lehrgedicht)

Der Ring ist ein von Heinrich Wittenwiler um 1408/10 im Umfeld des Konstanzer Bischofs Albrecht Blarer entstandenes satirisches Lehrgedicht. Es besteht aus 9699 Reimpaarversen, hat den Charakter eines Lehrbuches, welches viele Kenntnisse und Verhaltensweisen des menschlichen Lebens, wie zum Beispiel die Lehre über Turniere, die Minnelehre, das Laiendoktrinal, den Schülerspiegel oder die Tugendlehre, beinhaltet. Diese Belehrungen sind in eine komisch-satirische Handlung eingebettet, welche von besonders lachhaften und dummen Bauern, so genannte gpauren (siehe auch Dörper), getragen wird. Als Vorlage diente Wittenwiler der Bauernhochzeitsschwank „Die Bauernhochzeit“ aus dem 14. Jahrhundert, welche in „Metzen hochzit“ oder in einer diesem Werk eng verwandten Fassung enthalten ist.

Inhalt

Heinrich Wittenwiler stellt in seinem Prolog zunächst den Titel des Werkes vor, der den welte lauff (V 11)[1] darstellt und lehrt, was man tuon und lassen schol (V 12). Danach geht er auf die Dreigliedrigkeit des Rings ein, deren erster Teil das hofieren/Mit stechen und turnieren (V 17f.) beinhaltet. Der zweite vermittelt dem Mann, wie er sich halten schol/An sel und leib und gen der welt (V 22f.) und der dritte lehrt schließlich das Verhalten in Not- und Kriegszeiten. Um die Belehrung für den Leser angenehmer zu gestalten, vermischt er diese mit dem gpauren gschrai (V 36), wobei er den gpauren als jenen definiert, der unrecht lept und läppisch tuot (V 44). Den Schluss des Prologs bildet seine Selbstnennung: sprach Hainreich Wittenweilär (V 52).

1.Teil: Werbung

In dem Dorf Lappenhausen[2] wohnen viele edle Bauern, darunter Bertschi Triefnas, ein ansehnlicher, überaus stolzer und bei den Damen beliebter Mann, den jeder Junker titulieren muss. Seine Liebe gehört jedoch nur Mätzli Rüerenzumph, einer äußerst hässlichen Frau mit schwarzen Zähnen und Händen, mit einem Buckel, dicken Füßen und schlechtem Benehmen. Die Handlung beginnt mit einem großen Turnier zur Minnewerbung auf dem Acker in Lappenhausen, wo auch erstmals der Bauernfeind Herr Neidhart auftritt, der die Bauern anschließend an dieses tölpelhafte Turnier das richtige Turnieren lehrt.

In weiterer Folge wirbt Bertschi um Mätzlis Gunst, indem er den Spielmann Gunterfrei mitten in der Nacht weckt und mit klingendem Spiel durch das Dorf zieht. Am nächsten Tag will er Mätzli wieder sehen und versteckt sich im Stall. Doch erschreckt sich Mätzli so sehr, dass sie lauthals zu schreien beginnt und Bertschi ihr „die Hand vors Maul schlägt“ (er was nicht faul:/Die hand schluog er ỉr für daz maul (V 1430f.)). Drei Tage später setzt sich Bertschi auf das Dach von Mätzlis Elternhaus um sie beobachten zu können, beugt sich zu weit vor und fällt durch das Hausdach. Daraufhin lässt Mätzlis Vater seinen Zorn an ihr aus und sperrt sie in die Scheune, wo ein Disput mit ihrer Vagina stattfindet, die an all ihren Problemen schuld sei. Kurz darauf versöhnt sie sich wieder mit ihrer Sexualität und ist erst jetzt zur Liebe bereit.

Bertschi wendet sich indes an den Dorfschreiber Henritze Nabelschreiber, der ihm nach einer Unterweisung zur Minne ein Brieflein für Mätzli verfasst. Diesen Brief bindet Bertschi an einen Stein und wirft ihn zu Mätzli in den Speicher, wobei er sie so schwer am Kopf verletzt, dass sie blutet und ohnmächtig wird. Als sie wieder zu sich kommt, bedauert sie, weder Lesen noch Schreiben zu können, woraufhin sie sich an den Dorfarzt Chrippenchra wendet, der ihr zwar den Brief vorliest und auch einen allegorische Antwortbrief verfasst, sie vorher aber verführt, entjungfert, schwängert und ihr anschließend ein Rezept zur Reparatur ihrer Virginität verrät.

2. Teil: Hochzeit

Bertschi fasst nun für sich den Beschluss, Mätzli zu heiraten und beruft darauf hin das Familienkonzil ein, von dem er Rat und Hilfe erbittet. Die Sippe versucht Bertschi das Für und Wider der Ehe aufzuzeigen und gerät in einen Disput, der vor allem zwischen dem alten Kohlmann und der alten Laichdenman, welche gegen eine Hochzeit war, herrscht und den der Dorfschreiber Henritze Nabelschreiber mit dem Urteil für die Hochzeit beendet. Um Mätzli wirklich heiraten zu können, muss er auch ihrer Verwandtschaft gefallen, weshalb zwei Bauern zu ihrem Vater Fritz gesandt werden, der seinerseits auch die Verwandtschaft um Rat fragt. Bertschi wird zum Familienrat hinzugerufen, um seine Ehetauglichkeit zu überprüfen und wird über den Schülerspiegel, das Laiendoktrinal, die Gesundheitslehre, die Tugendlehre und über die Haushaltslehre unterrichtet.

In der Folge finden die Hochzeit mit der Versammlung der Hochzeitsgäste aus der gesamten Gegend, aus Nissingen, Seurrenstorff und Rützingen, der Kirchgang, die Geschenkübergabe und das Hochzeitsmahl, statt. Das Hochzeitsmahl wird als groteske Fress- und Sauforgie dargestellt, bei welcher jeder seiner Gier freien Lauf lässt. So isst Spiegelmeise einen ganzen Laib Käse mitsamt Rinde und Frau Else schmeckt der Wein so gut, dass sie den ganzen Krug auf einen Satz austrinkt, auch wenn ihr die Augen bereits tränen und die Ohren niederhängen. Auch für den Eselsbraten ist kein Messer vonnöten, da sie das Fleisch lieber mit den Händen zerreißen. Nach dem Essen beginnen die Hochzeitsgäste nach Herzenslust zu tanzen, doch endet das in einer Rauferei, da der Lappenhausener Eisengrein liebestrunken die Nissinger Jungfer Gredul heimlich an der Hand kratzt, die sofort zu bluten beginnt, was nicht rechtens, sondern als verkappte Liebesbeziehung Schande war.

3. Teil: Krieg

Herr Schinddennack beschuldigt Eisengrein seine Nichte Gredul absichtlich verletzt zu haben. Aus diesem Streit heraus entsteht eine Rauferei, in der die Männer an der Seite des jeweiligen Freundes mitkämpfen, bis sich ein Kampf zwischen den Nissingern und den Lappenhausenern entwickelt, während die nicht beteiligten Bewohner aus Seurrenstorff und Rützingen neutral zusehen. Die Nissinger müssen aus ihrem Dorf flüchten und halten bei ihrem Bürgermeister einen Kriegsrat ab, bei welchem sie beschließen, einen Friedensboten zu schicken. Der junge Bote Schilawingg wird dort jedoch verfrevelt, woraufhin die Nissinger nach allen Seiten um Hilfe senden, um für einen Krieg zu rüsten.

In der Zwischenzeit feiern Bertschi und Mätzli ihre Hochzeitsnacht. Dabei gelingt es Mätzli, dank dem Rat des Arztes, Bertschi ihre Jungfräulichkeit erfolgreich vorzutäuschen.

Sowie die Nachricht der Kriegsvorbereitung der Nissinger nach Lappenhausen kommt, wird auch dort der Kriegsrat einberufen, indem eine Belehrung der Bewohner über das Wesen des Krieges und den Städtekatalog erfolgt. Sie entsenden Boten in alle Städte, welche auf einem Städtekongress beschließen, Lappenhausen die Hilfe zu versagen. Dafür finden sich Verbündete bei den Hexen, den Zwergen und den Riesen sowie bei den Figuren der mittelalterlichen Heldenepik, etwa bei Dietrich von Bern, Hildebrand, Dietleib und Wolfdietrich. Die Artusritter Gawan, Lanzelot, Tristan, sowie Astolf hingegen sind leider verhindert.[3]

Bevor die Schlacht nun beginnt, werden von Strudel für die Nissinger die praktischen Fragen der Kriegsführung, wie man sich zum Beispiel an den Feind heranschleicht, welche Stellung für welches Gelände am besten geeignet sei oder wie man mit den Gefangenen umzugehen habe, geklärt. Währenddessen werden die Bauern in Lappenhausen zu Rittern geschlagen und die Schlacht kann beginnen. Zuerst kämpfen die Hexen gegen die Zwerge, was in einer Niederlage für die Hexen endet, dann die Riesen gegen die Zwerge, welche ebenfalls, wie später die Heiden, von den Zwergen besiegt werden. An dieser Stelle greifen die Lappenhausener und die Nissinger in die überdimensionierte Schlacht ein sowie die Narrenhaimer, die Mätzendorffer und die Torenhofner.

Während sich die Kämpfer nach dieser blutigen Schlacht am Abend zur Ruhe begeben, zettelt Frau Laichdenman, die Rache für die Beschimpfungen im Lappenhausener Rat fordert, einen Verrat an, welcher von den Nissingern, da sie kämpferisch unterlegen waren, in einem neuerlichen Kriegsrat unterstützt wird. Sie will in der Früh an allen vier Ecken des Dorfes Feuer legen und den Nissingern das Tor öffnen. So reiten sie am nächsten Morgen in das Dorf der Lappenhausener, töten alle und plündern die Häuser. Nur Bertschi überlebt, da er aus dem Kampf flieht und sich in einem Heuschober versteckt. Dort wird er vier Tage und Nächte vergeblich belagert, da er gegen seinen Hunger Stroh frisst. Bertschi kann nach Lappenhausen zurückkehren, findet am Schlachtfeld unter den vielen toten Männern auch seine ermordete Frau Mätzli, woraufhin er zusammenbricht, die Vergänglichkeit des Irdischen erkennt und sich als Einsiedler in den Schwarzwald zurückzieht.

Überlieferung

Der Ring ist in nur einer einzigen Handschrift überliefert, welche außer diesem keine weiteren Texte enthält. Da sich diese bis 2001 im Meininger Staatsarchiv befand, wurde sie auch als "Meininger Handschrift" bezeichnet. Heute wird sie unter der Signatur cgm 9300 in der bayrischen Staatsbibliothek München aufbewahrt. Datiert wird sie auf etwa 1410/20. Im 15. Jhd. blieb das Werk weitgehend unbekannt und wurde erst im 19. Jhd. wiederentdeckt. Auf der Prologseite ist in der Initiale ein Brustbild des Autors und sein Wappen zu sehen, sowie am Ende des Prologs eine Abbildung der Hauptfiguren Bertschi Triefnas und Mätzli Rüerenzumph.

Die Datierung des Werkes ist sehr umstritten und variiert zwischen 1360 und 1410/20. Puchta-Mähl datiert den Ring 1986 auf 1370/71, Birkhan 1971 hingegen auf die Zeit des Konstanzer Konzils 1414/18. Horst Brunner nennt in seinem Verfasserlexikon-Eintrag 1408/10 als plausibelsten Entstehungszeitraum, da er den Autor im Umfeld des Konstanzer Bischofs Albrecht Blarer ansiedelt[4].

Quellen

Wittenwiler diente der im 14. Jhd. entstandene Bauernhochzeitsschwank als Vorlage, welcher in zwei unterschiedlichen Textzeugen, Meier Betz und Metzen hochzit, überliefert ist. Das Gerüst der Brautwerbung, der Trauung, des Hochzeitsessens, der Hochzeitsnacht, des Kirchgangs, des Tanzes und der Schlägerei unter den Bauern ist bereits in diesem Schwank zu finden und wird von Wittenwiler einerseits durch das Groteske und andererseits durch Belehrungen ausgebaut. Weiters fand die Neidhartliteratur Eingang in das Werk, wobei Wittenwiler Neidhart selbst als Bauernfeind und in Anlehnung an seinen Beichtschwank als Beichtvater der betrogenen Bauern auftreten lässt. Im dritten Teil treten Figuren aus der dt. Heldendichtung, wie Gawan, Lanzelot, Tristan, Astolf, Dietrich von Bern, Hildebrand, Dietleib oder Wolfdietrich, sowie Hexen, Riesen und Zwerge auf. Die Hexen, wie auch die irreale Zeitstruktur der Handlung lassen sich aus dem Bereich der alemannischen Fastnacht ableiten.

Für die didaktischen Teile verwendete Wittenwiler überwiegend lateinische Quellen. Darunter finden sich die für den Liebesbrief des Arztes Chippengras herangezogene Minnelehre des Johann von Konstanz, die Bibel, die „Legenda aurea“ des Jacobus de Voragine, der „Facetus moribus ac vita“ für Nabelreibers Minnelehre, das „Didaskalion“ des Hugo von Sankt Viktor für den Schülerspiegel sowie für die Haushaltslehre die „Epistola de cura rei familiaris“.

Hintergründe

Die Grundlage der Sprache im Ring bildet der frühneuhochdeutsche hochalemannische Schriftdialekt, der mit toggenburgischen Lauten, wie auch bairischen und schwäbischen Formen durchsetzt ist. Das Hochalemannische war der Dialekt des Herkunftsgebietes Wittenwilers, des südlichen Bodenseegebietes. Durch die geografische Nähe zu der Grafschaft Toggenburg, sowie dem schwäbischen und dem südbairischen Sprachgebiet sind diese Einflüsse erklärbar.

Auch landschaftlich spielt die Handlung des Rings im südlichen Bodenseegebiet, St. Gallen und Konstanz. So lassen sich z. B. die Ortsnamen Nissingen auf Nassen im Neckertal (Kanton St. Gallen) oder das Dorf Mogelsberg im Neckertal als Vorbild für Lappenhausen festmachen.

Für seine Figuren nahm Wittenwiler Dienstleute, Stadtbürger und Kleriker, die keine Bedeutung erlangten, als Vorbild, und wurde zudem von seinem eigenen Aufstieg als Kleriker zum Juristen in gehobener Position am Konstanzer Hof geprägt. Auch hat seine Orientierung an Österreich und dessen Landadel sowie die alltägliche Erfahrung des immer weiter zurückgehenden Einflusses des Konstanzer Patriziat und schließlich „[d]ie dramatische Zuspitzung der Lage im Verlauf des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrhundert, die gewaltigen Verluste der (noch) Herrschenden an Macht, an Land und Leuten, an Einkünften, politischem Einfluß und Ansehen, der drohende völlige Einsturz der schon lange brüchigen Ordnung“ Einfluss auf das Werk[5]. Besonders die Appenzellerkriege von 1401 bis 1429 zwischen dem Fürstabt von St. Gallen und den Gemeinden des Appenzellerlandes prägten die Entstehungszeit des Ring nachhaltig.

Interpretation

E.C. Lutz sieht als das eigentliche Thema des Rings die Wahl zwischen falscher minn (V.2381) und der hailigen e (V. 2388) und damit zugleich die Entscheidung wider got (2382) oder für got selb (V. 2387) in der Sinnmitte einer allegorischen Konzeption.

Prolog

Bereits der Titel verweist auf die Doppeldeutigkeit des Werkes, zumal der mit einem Edelstein besetzte Ring, wie im Prolog erwähnt, den welte lauff (V.11) kennzeichnet, wie auch in Anlehnung an das griechische Wort kyklos den enzyklopädischen Charakter hervorhebt.[6] Im zweiten Teil jedoch wird der Ring, das fingerli (V.5278), als aus verzinntem Blei bestehend mit einem gläsernen Saphir beschrieben. Er ist mit Harz emailliert, mit Nasentropfen gefirnist, dazu mit zwei Perlen verziert – es waren Fischaugen:

Es was von plei und überzint,
Mit einem stain, sam ich es vind,
Der hiess ein sapheir von glas;
Dar umb von hartz ein gsmeltze was,
Mit naswasser durch laseurt;
Dar zuo was es auch gesteurt
Mit zwain perlen von den augen
Aus dem visch: daz schült es glauben. (V. 5279-5286)

Der Prolog führt des Weiteren die Dreigliedrigkeit des Werkes an, beschreibt diese kurz und definiert gleich anschließend den Begriff der gpauren. Dabei sind nicht Bauern gemeint, die aus weisem gfert (Einsicht)/Sich mit trewer arbait nähren (V.45-46), sondern jene, die unrecht leben und läppisch tun (V.44). Lutz geht an dieser Stelle davon aus, dass der Prolog in der Meininger Handschrift, die nicht das Original ist, erst nachträglich hinzugefügt wurde. Vielleicht sah er vorher anders aus oder war durch eine mündliche Einführung in das Werk ersetzt. Der Prolog kann dabei die komplizierte literarische und allegorische Konstruktion Wittenwilers lediglich ansatzweise erklären.

Um die Ausdauer des Lesers nicht zu strapazieren, vermischt Wittenwiler die Belehrungen mit der tölpelhaften Geschichte der gpauren, was dem Prinzip des prodesse et delectare entspricht. Auch die Kennzeichnung der Verszeilen mit roten und grünen Linien, um das gpauren gschrei von den Belehrungen zu trennen, erklärt Wittenwiler im Prolog. Die roten Linien zeigen dabei den Ernst, den nutz (V. 50) (prodesse), die grünen das Leben der Tölpel, das tagalt (V. 50) (delectare), an und sind weitestgehend im Umfang ausgeglichen. Zwar können diese Linien als Interpretationshilfe gesehen werden, stiften mitunter aber Verwirrung, weshalb die Forschung dahinter ein Vexierspiel des Autors mit seinem Publikum vermutet.[7] Zu den roten Stellen zählen nicht nur Belehrungen, praktische Vorträge und „bauernschlaue Verhaltensweisen, sondern auch in Parodien verpackte Lehren wie die Tischzucht“, während die grüne Farbe nicht nur der gpauren gschrei anzeigt, sondern das törpelleben erzeugt, demonstriert und lehrt, es richtig zu sehen.[8] So sind beispielshalber die von Bertschi richtig aufgesagten Gebete vor Mätzlis Verwandtschaft zwischen Vers 3817 und 3818 exklusive der jeweils ersten Zeile grün oder die groteske Beschreibung Mätzlis rot markiert.

In der Handschrift ist an den Prolog anschließend eine Abbildung des Liebespaares[9] zu sehen. Es wird Bertschis bäurisch-derbe Gestalt und Mätzlis Hässlichkeit deutlich. Während sie einander küssen, legt Mätzli ihre Hand um Bertschis Hals und scheint ihn an sich heranzuziehen. Ihre linke Hand liegt auf seinem rechten Unterarm. Bertschi hat seinen linken Arm auf Mätzlis Schulter gelegt und schiebt seine Hand in ihren Ausschnitt, gleichzeitig greift seine Rechte an ihre Scham. Auf diesem Bild wird Mätzlis Verkörperung der luxuria klar. Ihr scheint Bertschis Berührung der Scham zu gefallen, da sie ihn noch weiter an sich heranzuziehen versucht und sich ein wohlfälliges Lächeln in ihrem Gesicht zeigt. Doch auch Bertschi ist nicht frei von Fehlern, so verkörpert er die superbia, den Hochmut, was an seiner nicht-standesgemäßen Kleidung und seinem überaus stolzen Charakter wie beschrieben verdeutlicht wird.

Figuren

Am Beginn des ersten Teiles steht die Einführung der Protagonisten und des Hauptschauplatzes. Bertschi Triefnas wird hier als sehr ansehnlicher und stolzer Held aus Lappenhausen vorgestellt, der sich „Junker“ titulieren lässt und bei allen Frauen beliebt ist. Während der Autor für Bertschis Beschreibung lediglich dreizehn Verse benötigt, füllt Mätzlis Beschreibung einundzwanzig Verse.

Beschreibung Mätzlis Übersetzung nach Wießner

Sei was von adel lam und krumpf,
Ir zen, ir händel sam ein brand,
Ir mündel rot sam mersand.
Sam ein mäuszagel was ir zoph.
An ir chelen hieng ein chropf,
Der ir für den bauch gie.
Lieben gsellen, höret, wie
Ir der rugg was überschossen:
Man hiet ein gloggen drüber gossen!
Die füessli warend dik und brait,
Also daz ir chain wind laid
Getuon moht mit vellen,
Wolt sei sich widerstellen,
Ir wängel rosenlecht sam äschen,
Ir prüstel chlein sam smirtäschen.
Due augen lacuhten sam der nebel,
Der aten smacht ir als der swebel.
So stuond ir daz gwändel gstrichen,
Sam ir die sele wär enwichen.
Sei chond also schon geparen,
Sam sei wär von drien jaren.(V. 76-96)

Sie war vollkommen – nämlich vollkommen lahm – und sie hinkte,
ihre Zähne und Händchen waren kohlschwarz
und ihr Mündlein war so rot wie der Sand am Meer.
Ihr Zopf war wie ein Mausschwanz
und an ihrer Kehle hing ein Kropf,
der bis zum Bauch hinunterschlotterte.
Hört nun, liebe Freunde,
wie ihr Rücken herausgeschossen war:
man hätte eine Glocke darüber gießen können!
Ihre Füßlein waren dick und breit,
so daß kein Wind ihr wehtun konnte,
indem er sie etwa umwarf,
wenn sie sich nur dagegen stemmen wollte.
Ihre Wänglein waren so rosenfaben wie Asche
und ihre Brüstlein so klein wie Packtaschen.
Ihre Augen leuchteten wie der Nebel
und ihr Atem duftete wie Schwefel.
Das Kleidchen hing an ihr,
als sei ihr die Seele entflogen.
Benehmen konnte sie sich so schön,
als ob sie drei Jahre alt wäre!

Wittenwiler entwirft in der Beschreibung Mätzlis zwei Bilder in einem: einerseits das Trugbild des geblendeten Minners, hier Bertschi, für den sie trotz ihrer eklatanten Schwächen die Einzige ist und der sie in seinem Herzen anders, nämlich als schöne Frau, wahrnimmt. Andererseits wird hier das von den anderen wahrgenommene, das wahre Bild, wie sie eben zuvor beschrieben wurde und die luxuria verkörpert, entworfen.

Hinzuweisen ist an dieser Stelle auf die sprechenden Namen, und zwar sowohl der Figuren als auch der Orte. Teilweise übernimmt sie Wittenwiler von der Vorlage, so z. B. die Vornamen des Liebespaares, setzt sie jedoch erheblich gezielter ein. Die Namen sind typisierend und bieten in ihrer Gesamtheit einen guten Eindruck vom Bauern als literarischer Figur an, indem sie auf die körperliche Hässlichkeit und Gebrechen, auf den Schmutz, das unkultivierte Verhalten, die übersteigerte Sexualität, die mangelnde Kontrolle der Körperfunktionen und auf die negativen Charaktereigenschaften jeglicher Art anspielen. So dürfte der Name Triefnas an maier Nasentropf aus der Vorlage Meier Betz angelehnt sein, Mätzli Rüerenzumph verweist auf die leichte Verführbarkeit, welche der Arzt gleich erkennt und auch ausnützt (V.2116ff.). In der Ehedebatte wird der Zusammenhang von Name und Charakter sogar als Argument benutzt, da aus Scham keiner ihren Namen in den Mund zu nehmen wagt (vor schand sei niempt genennen tar (V.3434)), obwohl die Schuld dem Namensgeber zugewiesen wird (Daz ist alaine dem ein schand,/Der sei also haissen wolt (V.3466-67)).[10] Weitere Beispiele für diese typisierenden Namen sind Trinkavil, Grabinsgaden, Leckdenspiss oder Frau Laichdenman („betrüg den Mann“), die ihrem Namen mit dem Verrat an Lappenhausen gerecht wird.

Auch der Ortsname Lappenhausen zählt zu den sprechenden Namen, da in diesem Dorf die Bauern angesiedelt sind, die unrecht leben und läppisch tun. Dieser Ort liegt in dem tal ze Grausen (V.55), welches am Ende des Gedichtes mit disem laid gleichgesetzt wird und die Hoffnung nach dem nun beginnenden ewig leben (V.9696) ausdrückt.

Das Werben

Der erste Teil handelt des Weiteren vom Werben Bertschis um Mätzlis Gunst, zuerst mit einem Turnier, dann mit einem Ständchen in der Nacht, und schließlich lauert er ihr im Kuhstall auf. Dabei will er sie freudig überraschen, erschreckt sie jedoch so sehr, dass sie zu schreien beginnt und er ihr die Hand aufs maul schlägt, damit sie still ist. Lutz zeigt in seiner Studie die Parallele zu der Stallszene in Metzen hochzit auf, womit an dieser Stelle eine Travestie vorliege. Diese Szene verdeutliche auch den Widerspruch zwischen Bertschis schönen Worten und seiner immerwährenden Absicht, Mätzli zu besitzen. So schlägt sein Verhalten von der zarten Rede schlagartig in handfestes Tun um.

Erst in der darauffolgenden Speicherszene wird das Werben wechselseitig. Während Bertschi vor dem Speicher herumschleicht und vor Liebe zu Mätzli fast zerrissen wird, führt Mätzli einen äußerst frivolen Dialog mit ihrer Vagina. Lutz sieht in dieser Szene die Wandlung Mätzlis zur meretrix, zur Prostituierten. Sie bestraft ihre Vagina für all das Leid, das sie ihretwegen ertragen musste, und verflucht denjenigen, der nur an ihre Vagina denkt, mit folgenden Worten: Dar zuo so müess er sterben,/Der nach dir will verderben! (V.1582-3). Kaum ist dieser Fluch ausgesprochen, erscheint Mätzli wie verwandelt: Wie schier so ward die taiding chrumb!/Mätzli chert sich wider umb (V.1586-7). Sie segnet zugleich ihre Vagina und den, der nur an sie denkt. Somit gelingt Bertschi ohne eigenes Zutun das, was ihm im Stall nicht gelang: er erregt in ihrem Herzen sogleich Freude und Wonne, sie vergisst allen Schmerz und fühlt statt Hass das Feuer der Minne. Mit dem plötzlichen Umschlagen ihres Verhaltens übernimmt sie nun endgültig und ausschließlich die Rolle der meretrix, der sie auch ihren Namen verdankt.[11]

Belehrungen

Strukturell gesehen, bildet der zweite Teil die Mitte und den Drehpunkt des Werkes, da einerseits das Werben zu Ende geführt und andererseits der Anlass für den Krieg im dritten Teil geboten wird. Er beginnt mit einer ausführlichen Debatte zum Thema der Ehe, „einer Szene, die in ihrer Kombination von Didaktik und Komik zu den glanzvollsten des Werks gehört“[12]. Dabei lässt sich die Einstellung des Autors nicht genau auf pro oder contra festmachen und es bleibt im Werk offen, wer letztlich recht behält.

In der folgenden Prüfung Bertschis durch Mätzlis Verwandtschaft sind wir, wie oben schon angesprochen, mit dem Problem der Farblinien konfrontiert. Von den aufgesagten Gebeten sind jeweils die ersten Verse rot, die übrigen grün markiert. Die Wissenschaft geht dabei nicht von einem Irrtum des Schreibers aus, sondern begründet die roten Linien in der Betonung der Gebete als Fundamente der christlichen Lehre, während die grünen einen handlungsbedingten Vortrag aufzeigen, der zum törpelleben zu zählen ist.[13]. Zugleich stelle die Farbvariation ein Signal für den Leser dar, die folgende Stelle nicht hinsichtlich seiner Bedeutung zu lesen, sondern hinsichtlich seiner Funktion. Es bestehe eine Diskrepanz zwischen den Texten und der moralischen Befindlichkeit der vortragenden Figur.[14]

Bei diesen und allen anderen Belehrungen fehlt jedoch seitens des Autors eine eindeutig positive Markierung, da die zwar traditionell positiven Lehren aus dem Mund der gpauren kommen, die moralisch verwerfliches Verhalten an den Tag legen. Außerdem fehlt der Lehrerfolg. Trotz der ausführlichen Unterweisungen sind die Figuren nicht fähig, diese in die Tat umzusetzen, sie bleiben auf ihre Instinkte reduziert. So denkt beispielshalber Bertschi während der Eheunterweisung lediglich an den Schoß Mätzlis.

Krieg

Im dritten Teil artet nun das Hochzeitsfest aus banalem Anlass in einen „Weltkrieg“ aus. Das heimliche cratzeln in der hand (V.6452) ist zwar der vordergründige Anlass zum Krieg, doch liegt der wahre Grund in der latenten Aggressionsbereitschaft der gpauren, die durch äußere Umstände und innerer Disposition eine mögliche Bändigung außer Kraft setzt.[15]. Wittenwiler thematisiert den Krieg neben der handlungstragenden auch auf der theoretischen Ebene, indem er eine Diskussion über den gerechten und ungerechten Krieg, bellum iustum et iniustum, einführt. Darüber hinaus wird dem Leser die Möglichkeit des Vergleiches des Krieges in der Theorie mit jenem in der Praxis ermöglicht, denn an dieser Stelle sind die Figuren abermals nicht fähig, die Belehrungen in der Praxis umzusetzen, weshalb der Krieg in einem blutigen Gemetzel endet. Sie kämpfen nicht aus Überzeugung für eine gerechte Sache oder um sich im Kampf als Held zu bewähren, sondern sie kämpfen aus Großmannssucht, Selbstüberhebung und aus purer Lust am Drauflosschlagen und unterschätzen dabei ihren Gegner. Doch genau diese Darstellung der gpauren und ihre gewollte Übertreibung macht das Parodistische des Werkes aus. Ebenso parodistischen Charakter trägt das Auftreten der Sagengestalten, welches das epische Geschehen ins Mythische übersteigert. Die Grenze zwischen Mensch und Dämon fällt und die Unausweichlichkeit der Katastrophe angesichts der ungerufenen entfesselten Mächte wird aufgezeigt .

Im Vergleich mit anderen Kriegsbeschreibungen fehlen im Ring ein herausragender Einzelheld und die Totenklage der Hinterbliebenen. Es zählen nur die Massen, nicht die Namen der Toten. Eine Ausnahme stellt hingegen der Tod Mätzlis dar. Bertschi als einziger Überlebender findet sie tot auf und ist so erschüttert, dass ihm die Vergänglichkeit des Irdischen bewusst wird und er sich voller Verzweiflung als Einsiedler in den Schwarzwald zurückzieht.

Kampf und Krieg werden in diesem Werk nicht verherrlicht, es ist vielmehr eine Absage an die Heroisierung und Glorifizierung des Kampfes und Krieges, weshalb das Werk kein gutes Ende nehmen kann. Das so genannte Happyend war in der mittelalterlichen Literatur Programm, doch verweigert sich Wittenwiler dieser Tradition. Wittenwiler schließt seine Dichtung, wie zuvor im Prolog begonnen, mit vier sich auf Gott beziehenden Versen ab, von denen der erste zugleich der letzte der Handlung ist, und unterstreicht so, „daß die gemeinsame Bitte von Autor und Lesern um das ewige Leben sich konsequent aus der an Bertschi vorgeführten geistlichen Erweckung des Christen herleitet“[16]. Doch ist Bertschis Einsiedlerleben nicht als innere Umkehr zu deuten, sondern bezeichnet einmal mehr eine Folge von Umständen. Er erkennt die Vergänglichkeit der Welt, was aber nicht als Erkenntnisprozess gedeutet werden kann. Anstelle der Erkenntnis tritt eine halbtägige Ohnmacht. Auch muss er in der Einsiedelei auf nichts verzichten, da er ohnehin nichts mehr hat. Weder die von ihm beherrschten Gebete, noch seine Ehe, ein kirchliches Sakrament oder die Einsiedelei verhelfen ihm zum Heil. „Das Verhängnis Bertschis liegt in seiner mangelnden Bereitschaft zur Umkehr, das heißt in seiner Unfähigkeit zur Beichte.“[17]

Literatur

Ausgaben

  • Heinrich Wittenwiler. Der Ring. Frühneuhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Herausgegeben und übersetzt von Horst Brunner. Reclam, Stuttgart 1991, 2007, ISBN 978-3-15-008749-7 (= Reclams Universal-Bibliothek, Band 8749).
  • Heinrich Wittenwiler: Der Ring. Herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Werner Röcke. Berlin/Boston 2012.

Sekundärliteratur

  • Bräuer, Rolf und Margit: ’’Um Abenteuer seid ihr hergekommen, Abenteuerliches habt ihr zu sehn bekommen’’ (Heinrich Wittenwiler: Der ’’Ring’’ V.403f.). Zu Sinn, Unsinn und Folgen des europäischen Abenteuer-Mythos. In: Durch aubenteuer muess man wagen vil. Festschrift für Anton Schwob zum 60. Geburtstag. Hrsg. v. Wernfried Hofmeister, Bernd Steinbauer. Innsbruck: Inst. für Germanistik 1997. (=Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft: Germanistische Reihe 57)
  • Brunner, Horst: Geschichte der deutschen Literatur des Mittelalters im Überblick. Stuttgart: Reclam 2003. (=Universal-Bibliothek 9485)
  • Brunner, Horst [Hrsg.]: Heinrich Wittenwiler in Konstanz und Der Ring (Tagung 1993 in Konstanz). In: Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein Gesellschaft 8 (1994/95).
  • Brunner, Horst: Wittenwiler, Heinrich. In: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2., völlig neu bearb. Aufl. Hrsg. v. Burghart Wachinger [u.a.]. Bd. 10. Berlin, New York: de Gruyter 1999, Sp. 1281-89.
  • Eckart Conrad Lutz: Spiritualis Fornicatio. Heinrich Wittenwiler, seine Welt und sein "Ring", (= Konstanzer Geschichts- und Rechtsquellen; Band 32), Sigmaringen: Jan Thorbecke Verlag 1990. ISBN 3-7995-6832-8
  • Hofmeister, Wernfried: ’Inhaltsangaben’ als literarhistorische Herausforderung dargestellt am Beispiel von Heinrich Wittenwilers Versepos „Der Ring“. In: Jahrbuch für Internationale Germanistik 35 (2) 2003 (Sonderdruck), S. 169-203.
  • Plate, Bernward: Heinrich Wittenwiler, (=Erträge der Forschung; Band 76), Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1977.
  • Puchta-Mähl, Christa Maria: "Wan es ze ring um buns beschait". Studien zur Narrenterminologie, zum Gattungsproblem und zur Adressatenschicht in Heinrich Wittenwilers "Ring". Heidelberg: Carl Winter Universitätsverlag 1986.
  • Riha, Ortrun: Die Forschung zu Heinrich Wittenwilers "Ring" 1851-1988. Würzburg: Königshausen u. Neumann 1990. (=Würzburger Beiträge zur deutschen Philologie 4) [Zugl. Würzburg, Univ., Diss. 1988] ISBN 3-88479-487-6

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Heinrich Wittenwiler: Der Ring. Frühneuhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Stuttgart:Reclam 1991 (=Reclams Universal-Bibliothek 8749
  2. vgl. die Einträge Lappenhausen und Lappe im Wörterbuch der Brüder Grimm
  3. http://www.kritische-ausgabe.de/hefte/krieg/nitsche.pdf
  4. Horst Brunner: Wittenwiler, Heinrich. In: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. 2., völlig neu bearb. Aufl. Hrsg. v. Burghart Wachinger [u.a.]. Bd. 10. Berlin, New York: de Gruyter 1999, Sp. 1283; Heinrich Wittenwiler: Der Ring. Durchgesehene und bibliograf. ergänzte Auflage 2003. Stuttgart: Reclam 2003. S. 653ff.
  5. Eckhart Conrad Lutz, Spiritualis Fornicatio, S. 215.
  6. Ortrun Riha: Die Forschung zu Heinrich Wittenwilers „Ring“ 1851-1988. S.93.
  7. Christa Maria Puchta-Mähl: “Wan es ze ring um buns beschait”. S. 212.
  8. Eckhart Conrad Lutz: Spiritualis Fornicatio. S. 344.
  9. Bild des Liebespaares
  10. Vgl. Ortrun Riha, Die Forschung zu Heinrich Wittenwilers „Ring“ 1851-1988, S. 191-193.
  11. Vgl. Eckhart Conrad Lutz, Spiritualis Fornicatio, S. 330.
  12. Ortrun Riha, Die Forschung zu Heinrich Wittenwilers „Ring“ 1851-1988, S. 127.
  13. Vgl. Ortrun Riha, Die Forschung zu Heinrich Wittenwilers „Ring“ 1851-1988, S. 138.
  14. Eva Tobler: Zitate aus Schrift und Lehre in Heinrich Wittenwilers Ring. S. 126.
  15. Barbara Könneker: Dulce bellum inexpertis. Kampf und Krieg im Ring Heinrich Wittenwilers. S. 72
  16. Eckhart Conrad Lutz, Spiritualis Fornicatio, S. 340.
  17. Eva Tobler, Zitate aus Schrift und Lehre in Heinrich Wittenwilers Ring, S. 135.