Dwight D. Eisenhower

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Dwight D. Eisenhower
Unterschrift von Dwight D. Eisenhower

Dwight „Ike“ David Eisenhower (* 14. Oktober 1890 in Denison, Texas; † 28. März 1969 in Washington D.C.) war der 34. Präsident der Vereinigten Staaten (1953–1961) und während des Zweiten Weltkrieges Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit und Familie

Das Haus der Eisenhowers in Abilene (Kansas).
Eisenhower als Soldat im Ersten Weltkrieg mit seiner Frau Mamie
Die Oberbefehlshaber der vier Verbündeten am 5. Juni 1945 in Berlin: Bernard Montgomery, Dwight D. Eisenhower, Georgi Schukow und Jean de Lattre de Tassigny.
Eisenhower (Mitte vorne) mit anderen amerikanischen Militärs 1945 (zweiter von links sitzend mit Helm: General George S. Patton).

Eisenhower wurde in Denison, Texas, als drittes Kind der Eheleute David Jacob Eisenhower und Ida Elizabeth Stover geboren. Seine Vorfahren stammten aus Karlsbrunn im heutigen Saarland. Von dort wanderte 1741 Johann (Hans) Nicolaus Eisenhauer (später: Eisenhower) 1741 mit seiner Familie, darunter der im nahegelegenen, damals deutschen Forbach (Lothringen) geborene Johann Peter Eisenhauer – Dwight D. Eisenhowers Ur-Ur-Großvater –, nach Nordamerika aus und siedelte sich in Lancaster, Pennsylvania an. Im Jahr 1892 zog die Familie nach Abilene, Kansas, wo Dwight D. Eisenhower 1909 von der Abilene High School abging. Er hatte drei Brüder, Earl, Edgar und Milton.

Am 11. Juli 1916 heiratete er Mamie Geneva Doud (1896–1979), mit der er zwei Söhne hatte. Der ältere, Doud Dwight Eisenhower (1917–1921), starb jung an Scharlachfieber. Der jüngere, John Sheldon Doud Eisenhower (* 1922), wurde ein hochrangiger Militär und US-Botschafter in Belgien.

Militärische Laufbahn

Am 14. Juni 1911 trat Eisenhower in die US Military Academy in West Point ein, auf der er 1915 seinen Abschluss machte. Während dieser Zeit fiel er mehr durch regelwidriges Verhalten als durch besonderen Fleiß auf. Am 22. September 1915 wurde er zum Second Lieutenant ernannt. Von 1915 bis 1918 diente er in der Infanterie und wurde 1916 zum First Lieutenant und 1917 zum Captain befördert. Er erreichte in dieser Zeit den Brevet-Rang eines Lieutenant Colonel in der National Army und war als einer der wichtigsten Ausbilder der noch jungen US-Panzertruppe tätig. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg wurde Eisenhower durch seine Überlegungen bekannt, den nordamerikanischen Kontinent mit modernen mechanisierten Einheiten zu durchqueren. In dieser Zeit schloss er auch Freundschaft mit dem später zum General beförderten George S. Patton. Im Jahre 1920 wurde Eisenhower zum Major befördert. Von 1922 bis 1924 diente er als Executive Officer unter Fox Conner in der Panamakanalzone. 1925 bis 1926 besuchte er das Command and General Staff College und diente von 1929 bis 1933 im Kriegsministerium. Von 1933 bis 1935 war er „Chief Military Aide“ des Chief of Staff of the Army, General Douglas MacArthur, den er danach auf die Philippinen begleitete. 1936 wurde er zum Lieutenant Colonel befördert. 1941 wurde er Stabschef der 3. US-Armee in Texas und erhielt die Beförderung zum Brigadier General. Sein höchstes Truppenkommando war bis zu diesem Zeitpunkt das eines Bataillons gewesen.

Nach dem Kriegseintritt der USA im Dezember 1941 wurde Eisenhower zum Generalstab in Washington berufen, wo er unter anderem als Chef der War Plans Division (dt. etwa: Abteilung für strategische Planung) und als Assistant Chief of Staff tätig war. Im Juni 1942 wurde er dann Leiter des amerikanischen Hauptquartiers in Europa (ETOUSA), im August zusätzlich des Allied Forces Headquarters und somit Oberbefehlshaber bei der amerikanischen Landung in Nordafrika (Operation Torch). Im Februar 1943, während des Tunesienfeldzuges, wurde er zum Vier-Sterne-General befördert und ihm zusätzlich die britische 8. Armee unterstellt. Diese Operation geriet durch die hohen Verluste unter den amerikanischen Truppen in die Kritik. Eisenhower war dann auch Oberbefehlshaber der alliierten Truppen bei der Landung auf Sizilien und dem italienischen Festland. Am 24. Dezember 1943 wurde er zum Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Nordwesteuropa (Supreme Commander Allied Expeditionary Force) ernannt. Als solcher leitete er seine wohl wichtigste Militäraktion, die Landung der alliierten Truppen in der Normandie (Operation Overlord), und den alliierten Vormarsch nach Deutschland. Am 20. Dezember 1944 wurde er zum General of the Army ernannt und wehrte die deutsche Ardennenoffensive ab, wobei er Spannungen mit Frankreich wegen der Abwehr einer zweiten deutschen Offensive in Kauf nahm.

Nach Kriegsende wurde Eisenhower Oberbefehlshaber über die amerikanischen Besatzungstruppen in Deutschland und übernahm das Amt des Militärgouverneurs in der amerikanischen Besatzungszone (siehe Alliierter Kontrollrat). Im November 1945 folgte er dann George C. Marshall als Chief of Staff of the Army (CSA), als der er die Belange der US Army im Vereinigten Generalstab (Joint Chiefs of Staff) vertrat.

1948 wurde er von General Omar N. Bradley als CSA abgelöst und übernahm die Position des Präsidenten der Columbia University. 1950 wurde Eisenhower zum ersten Supreme Allied Commander Europe und damit zum Oberkommandierenden der NATO-Streitkräfte in Europa berufen. Am 31. Mai 1952 beendete er seinen Militärdienst, um sich auf die Kandidatur zum US-Präsidenten vorzubereiten.

Eisenhower in der Politik

General Dwight D. Eisenhower und Lt. General Lucius D. Clay auf dem Flugplatz Gatow in Berlin, 20. Juli 1945
Dwight David Eisenhower, 1952
Dollarmünze mit Eisenhowers Porträt, 1972

Auf Rat von General Matthew B. Ridgway widerstand Eisenhower Bitten, auf der Seite der Franzosen in Indochina zu intervenieren. Er unterschrieb Verteidigungsverträge mit Korea und Taiwan und war an diplomatischen Beziehungen mit Kuba beteiligt. Außerdem förderte er die Aufhebung der Rassentrennung in Schulen.

Der amtierende, aber unpopuläre Präsident Harry S. Truman schlug Eisenhower 1947 vor, sich im Falle einer Nominierung von Douglas MacArthur durch die Republikaner als Präsidentschaftskandidat der Demokraten aufstellen zu lassen. Truman selbst wollte dabei das Amt des Vizepräsidenten übernehmen.[1]

Eisenhower lehnte das Angebot aber ab, weil er nicht Präsident werden wollte. 1952 wurde er wieder auf die Präsidentschaftskandidatur angesprochen, diesmal aber von den Demokraten und den Republikanern. Er lehnte wieder ab, weil er sich selbst nicht für einen Politiker hielt.

Eisenhower änderte seine Meinung, als im ganzen Land „I-Like-Ike“-Clubs (dt. „Ich mag Ike“) aus dem Boden schossen. Er war eigentlich unpolitisch und war auch nicht Mitglied einer der beiden Parteien. Eisenhower ließ sich von den Republikanern nominieren, weil er an ein Zwei-Parteien-System glaubte und es seit über 20 Jahren keinen republikanischen Präsidenten mehr gegeben hatte.

Während seiner Wahlkampfkampagne nannte er seinen Konkurrenten Adlai Stevenson nie beim Namen, sondern kritisierte überwiegend die Politik Trumans, der gerade amerikanischer Präsident war. Diese Strategie funktionierte; er wurde mit 442 Wahlmänner-Stimmen zum Präsidenten gewählt, Stevenson erhielt 89.

Eisenhower erhielt sowohl von den Demokraten als auch von den Republikanern Stimmen, weil er eine Politik des Mittelwegs verfolgte. Das heißt, er war ein moderater Republikaner, der auch demokratische Gesichtspunkte verfolgte. Mit dieser Methode konnte er trotz der demokratischen Mehrheit im Senat gut regieren und wurde während seiner Amtszeit sehr populär, so dass er sich bei der Präsidentschaftswahl 1956 erneut gegen Stevenson durchsetzen konnte. Die wichtigsten innenpolitischen Entscheidungen dürften der Aufbau des Autobahnnetzes und die von ihm initiierte Gründung der NASA gewesen sein.

Die nach ihm benannte Doktrin modifiziert die Containment-Politik seines Amtsvorgängers Truman insofern, als die bislang eher defensiven Eindämmungspläne gegen etwaige stalinistische Expansionsbestrebungen nun durch die aggressivere Politik des Roll Back ersetzt werden sollten.

Als Präsident warnte Eisenhower eindringlich vor den Gefahren, die ein einflussreicher militärisch-industrieller Komplex für die USA in Zukunft mit sich bringen würde. So sagte er in seiner Rede „Chance for Peace“ am 16. April 1953:

„Jede Kanone, die gebaut wird, jedes Kriegsschiff, das vom Stapel gelassen wird, jede abgefeuerte Rakete bedeutet letztlich einen Diebstahl an denen, die hungern und nichts zu essen bekommen, an denen, die frieren und keine Kleidung haben. Eine Welt unter Waffen verpulvert nicht nur Geld allein. Sie verpulvert auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder.“[2]

Eine Statue von Eisenhower ist in der National Statuary Hall Collection zu finden. Der Staat Kansas hat ihn als eine von zwei historischen Persönlichkeiten ausgewählt, die dort ausgestellt werden. 1977 wurde der Flugzeugträger USS Dwight D. Eisenhower nach ihm benannt.

Siehe auch

Literatur

  • Stephen E. Ambrose: The Supreme Commander. The War Years of General Dwight D. Eisenhower. Introdused by Hugh Ambrose. 2. Auflage, University Press of Mississippi, Jackson 2000, ISBN 1-57806-206-3 (englisch).
  • Christian Bremen: Die Eisenhower-Administration und die zweite Berlin-Krise 1958 - 1961. de Gruyter, Berlin / New York, NY 1998, ISBN 3-11-016147-8 (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin. Band 95, zugleich Dissertation an der Technischen Universität Aachen 1996).
  • Piers Brendon: Eisenhower. Von West Point ins Weisse Haus. (Originaltitel: Ike - the life and times of Dwight D. Eisenhower übersetzt von Holger Fliessbach). Heyne, München 1988, ISBN 3-453-00823-5 (= Heyne-Bücher Band 12, Heyne-Biographien Nr.: 162).
  • Michael Jochum: Eisenhower und Chruschtschow. Gipfeldiplomatie im Kalten Krieg 1955 - 1960. Schöningh, Paderborn / Zürich 1996, ISBN 3-506-77498-0 (= Sammlung Schöningh zur Geschichte und Gegenwart, zugleich Dissertation an der Universität Bonn 1994).
  • Kenneth Osgood: Total Cold War. Eisenhower's Secret Propaganda Battle at Home and Abroad. University Press of Kansas, Lawrence 2006, ISBN 0-7006-1445-1 (englisch)
  • Tom Wicker: Dwight D. Eisenhower In: The American Presidents Series: The 34th President, 1953-1961, Times Books, New York, NY 2002, ISBN 0-8050-6907-0.

Weblinks

 Commons: Dwight D. Eisenhower – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Dwight D. Eisenhower – Quellen und Volltexte (englisch)

Einzelnachweise

  1. "Truman Wrote of '48 Offer to Eisenhower" The New York Times, 11 July 2003.
  2. [1]
Vorgänger Amt Nachfolger
Supreme Allied Commander Europe
1951–1952
Matthew B. Ridgway