General

Dieser Artikel erläutert den militärischen Dienstgrad. Andere Bedeutungen stehen unter General (Begriffsklärung).
General
OF09 Heer.pngUS-O10 insignia.svg

Schulterklappe / Vier-Sterne-General

Dienstgradgruppe Generalität
NATO-Rangcode OF-9
Dienstgrad Heer/Luftwaffe General
Dienstgrad Marine Admiral
Abkürzung (in Listen) Gen
Besoldungsgruppe B10 nach BBesO

General, Plural Generale oder Generäle (beide Formen sind korrekt, in Österreich ausschließlich Generäle), bezeichnet einerseits in Heer und Luftwaffe den Vier-Sterne-General als in den meisten Staaten höchstmöglichen Spitzendienstgrad in Friedenszeiten, kann aber andererseits auch als Sammelbegriff für die höchste Dienstgradgruppe, die Generalität der Streitkräfte, verwendet werden.

In einigen Ländern wird auch der über dem Viersternegeneral stehende Rang eines Marschalls, Feldmarschalls, Generalfeldmarschall oder General of the Army verliehen.

Der historisch ebenfalls verwendete Rang Generalissimus, gewissermaßen der General der Generalität, wird heute nicht mehr verliehen.

Inhaltsverzeichnis

Rangabzeichen

Bei den Abbildern werden die Rangabzeichen, Dienstgradabzeichen oder Rangschlaufen des Generalsrangs als Dienstgrad gezeigt, die zumeist als Schulterklappe, aber auch als Kragenpatte, getragen werden.

Bei den meisten Armeen wird der Dienstgrad auf den Schulterstücken durch goldene oder, im Fall des Österreichischen Bundesheeres und der US-Streitkräfte, silberne Sterne und in der Schweiz durch Edelweiss angezeigt. In den meisten NATO-Staaten trägt der General vier Sterne (daher inoffiziell auch oft als „Viersternegeneral“ bezeichnet). Nachgeordnet sind in Deutschland die Dienstgrade:

Geschichte[1]

Der Begriff stammt aus der kirchenlateinischen Sprache, und bezeichnete anfangs das Oberhaupt einer (katholischen) Ordensgemeinschaft. Im Mittelhochdeutschen wurde aus generālis abbās „allgemeiner Abt”, das bereits im Lateinischen oft verkürzt als generalis vorkommt, dann general. So ist der generalis wörtlich gesehen der allgemeine und damit höhere Vorsteher als der sog. specialis (spezielle), der kleineren Gruppen vorstand. Im 13. bzw. 14. Jahrhundert wird der Begriff dann unter französischem Einfluss capitaine général als Truppenkommandeur in das Heerwesen übernommen. Es bezeichnet im Militär also ursprünglich den Befehlshaber einer größeren Truppenformation. Später wurde General meist Teil der Bezeichnung für hohe Dienstgrade und Dienststellungen.

In der Bundeswehr ist es die Bezeichnung für die höchste Gruppe der Offiziersdienstgrade und der höchste Generalsrang. Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, besonders aber mit der Herausbildung einer festen militärischen Rangordnung nach dem Dreißigjährigen Krieg fand die Bezeichnung General in den Streitkräften der deutschen Staaten Einzug. Zunächst wurden sie in Verbindung gebracht, wie Generalhauptmann, Generalfeldwebel und andere. Später hieß der Befehlshaber größerer allgemeiner Truppenformationen oder bestimmter Waffengattungen General (General über das Fußvolk, General über die Reiterei, General über die Artillerie). Seit dem 17. Jahrhundert gab es beispielsweise in Preußen den General der Infanterie und seit 1743 den General der Artillerie, die später, ähnlich der Dienstgradgruppe der Hauptleute, unter dem Begriff General (mit dem Zusatz der Waffengattung) zusammengefasst werden konnten.

Deutschland

Unabhängig von der Waffengattung traten nach Bildung der Armeekorps Generale an deren Spitze. So bildeten sich in den deutschen Staaten vorwiegend im 18. Jahrhundert folgende Generalsdienstgradbezeichnungen heraus, die auch in den Streitkräften des Kaiserreichs, der Weimarer Republik und der Wehrmacht bis 1945 gebräuchlich waren:

  • Generalmajor: Generalsschulterstück ohne Stern
  • Generalleutnant: ein Stern
  • Kommandierender General: zwei Sterne
zum Beispiel General der Infanterie oder General der Kavallerie

Dienstgrade Heer bis 1945

Collar tabs for the Generals of the Heer.svg
                
1942

Dienstgrade Luftwaffe bis 1945

Epauletten
Luftwaffe epaulette Generalmajor.svg
Luftwaffe epaulette Generalleutnant.svg
Luftwaffe epaulette General.svg
Luftwaffe epaulette Generaloberst.svg
        
Luftwaffe epaulette Generalfeldmarschall.svg
Luftwaffe epaulette Reichsmarschall.svg
Kragenspiegel
Luftwaffe collar tabs Generalmajor 3D.svg
Luftwaffe collar tabs Generalleutnant 3D.svg
Luftwaffe collar tabs General der Flieger 3D.svg
Luftwaffe collar tabs Generaloberst 3D.svg
Luftwaffe collar tabs Generalfeldmarschall 3D.svg
Luftwaffe collar tabs Reichsmarschall 3D.svg
Fliegerbluse
Luftwaffe paraman Generalmajor 3D.svg
Luftwaffe paraman Generalleutnant 3D.svg
Luftwaffe paraman General der Flieger 3D.svg
Luftwaffe paraman Generaloberst 3D.svg
Reichsmarschall
Generalmajor Generalleutnant General der Flieger Generaloberst General- feldmarschall

Daneben wurden zahlreiche Wortverbindungen mit dem Begriff General gebildet, unter anderem Generalquartiermeister, Generalarzt und Generalinspekteur.

Siehe auch

Dienstgrade des Deutschen Heeres (Deutsches Kaiserreich)
Wehrmacht, Dienstgrade der Generale
NS-Ranggefüge

Ordnungspolizei bis 1945

Generalmajor der Polizei (14), Generalleutnant der Polizei (15), General der Polizei (16), Generaloberst der Polizei bzw. SS-Oberst-Gruppenführer (17); Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei (18)

Die Generalsränge der Ordnungspolizei entsprachen denen der Wehrmacht, es wurde der Zusatz „der Polizei“ getragen.

Auch bei der Feuerschutzpolizei und der Schutzpolizei des Reiches gab es Generalsränge.

Chef der Deutschen Polizei war eine Dienststellung innerhalb des Reichsministerium des Inneren.

Schutzstaffel (SS)

→ Siehe auch: Dienstgradinsignien Oberführer, Standardenführer und Generale der SS

Für die Waffen-SS wurde der SS-Rang ab Brigadeführer mit dem militärischen Dienstgrad und dem Zusatz „der Waffen-SS“ kombiniert:

Nationale Volksarmee der DDR

Hauptartikel: Dienstgradabzeichen der NVA

In der Nationalen Volksarmee (NVA) wurde der Dienstgrad des General mit dem Zusatz der Waffengattung aufgegeben, stattdessen kam der Armeegeneral nach sowjetischem Vorbild hinzu und war seitdem der äquivalente Dienstgrad zum heutigen General. Mit Beschluss des Staatsrates vom 25. März 1982 wurde zudem der Dienstgrad des Marschalls der DDR geschaffen. Der Dienstgrad des Armeegenerals blieb dem Minister für Nationale Verteidigung vorbehalten. Die einzigen Armeegenerale in der NVA waren in dieser Funktion Willi Stoph, Heinz Hoffmann und Heinz Keßler. Außerhalb der Armee trugen Erich Mielke (Minister für Staatssicherheit) und Friedrich Dickel (Minister des Inneren und Chef der Deutschen Volkspolizei) diesen Dienstgrad. Theodor Hoffmann wurde bei seiner Ernennung zum Minister für Nationale Verteidigung zum Admiral befördert, dem Äquivalent zum Generaloberst.

Die Dienstgrade in der DVP und im MfS waren denen der NVA angepasst. So galt auch hier die Reihenfolge Generalmajor- Generalleutnant- Generaloberst- Armeegeneral. Der höchste erreichbare Rang für Offiziere der Zivilverteidigung der DDR war Generaloberst.

Rangabzeichen Armeegeneral (OF-9) und Flottenandmiral (OF-9)

Bundeswehr

Die deutsche Dienstgradreihenfolge wurde mit der Aufstellung der Bundeswehr aus politischen Gründen zugunsten der Vereinheitlichung im NATO-Rahmen abgeändert.

Rangabzeichen General Heer/ Luftwaffe und Admiral Deutsche Marine
Dienstgrad Abkürzung Listenabkürzung
Brigadegeneral, Generalarzt, Generalapotheker (1 Stern) BrigGen, GenArzt, GenAp BG, GA, GAP
Generalmajor, Generalstabsarzt

(2 Sterne)

GenMaj, GenStArzt GM, GSA
Generalleutnant, Generaloberstabsarzt

(3 Sterne)

GenLt, GenOStArzt GL, GOSA
General (4 Sterne) Gen nicht in der ZDv festgelegt


Der dem General entsprechende Rang bei der Deutschen Marine lautet Admiral.

Im Sanitätsdienst der Bundeswehr gibt es keinen Dienstgrad, der dem General entspricht. Ferner gibt es im Veterinärwesen keine Dienstgrade in der Dienstgradgruppe der Generale; maximal können die Veterinäre bei der Bundeswehr Oberstveterinär werden. Bei den Apothekern ist der Generalapotheker der höchste Rang.

Führungsaufgabe der Generale
  • Ein Brigadegeneral kann im deutschen Heer unter anderem eine Brigade führen. Lange Wartezeiten sind wegen der beschränkt vorhandenen Anzahl von Plan- bzw. Haushaltsstellen die Regel. Brigadegenerale sind zudem die stellvertretenden Divisionskommandeure.
  • Ein Generalmajor führt unter anderem eine Division.
  • Ein Generalleutnant führt unter anderem ein Korps. Auch sind die Inspekteure der Organisationsbereiche (Heer, Luftwaffe, Marine, Zentraler Sanitätsdienst und Streitkräftebasis) Offiziere im Rang eines Generalleutnants bzw. Vizeadmirals bzw. Generaloberstabsarztes.
  • Daneben gibt es eine Anzahl weiterer Dienstposten für Generale der vorgenannten Ränge, unter anderem im Ministerium oder in verschiedenen Kommandobehörden, Ämtern und Schulen.
  • Der Rang General bleibt in der nationalen Hierarchie dem Generalinspekteur der Bundeswehr vorbehalten. Weitere Generalsdienstposten können von Offizieren der Bundeswehr im multinationalen Bereich (NATO) wahrgenommen werden.

Die Soldatenlaufbahnverordnung (SLV) regelt die Ernennung zum Brigadegeneral und die eventuell folgenden Beförderungen bis hin zum General nur allgemein.

§ 5 (4) SLV: Eine Beförderung ist nicht zulässig vor Ablauf eines Jahres seit der Einstellung oder der letzten Beförderung [...], soweit in dieser Verordnung keine andere Frist bestimmt ist, es sei denn, daß der bisherige Dienstgrad nicht regelmäßig durchlaufen zu werden brauchte.

Eine Beförderung zum Oberst ist im Allgemeinen erst nach 15 Jahren als Offizier möglich (§ 25 (3) SLV). Nimmt man an, die Laufbahn würde mit 17 Jahren und mit Fachhochschulreife als Offiziersanwärter begonnen, die Ernennung zum Leutnant erfolge mit 20 Jahren und mit 35 Jahren Oberst, so ist das niedrigstmögliche Alter zur Ernennung zum Brigadegeneral 36 Jahre. Tatsächlich wird man in der Regel aber deutlich später befördert. Ebenso kommt dieses theoretisch denkbare „Durchmarschieren“ mit Eintritt in die Bundeswehr mit 17 Jahren und FH-Reife bis zur Ernennung zum Oberst mit 35 Jahren in der Praxis auch nur selten bis gar nicht vor.

Die Bezeichnungen General der Infanterie, General der Fernmeldetruppen, General Flugsicherheit sind in der Bundeswehr im Gegensatz zu den früheren Armeen allerdings kein Dienstgrad mehr, sondern eine Dienststellung. So ist etwa der General der Heeresflugabwehrtruppe ein Oberst.

Als erste Frau in der deutschen Militärgeschichte wurde Dr. Verena von Weymarn 1994 zum Generalarzt befördert. Ihr folgte 2006 als zweite Frau Generalarzt Dr. Erika Franke. Sie ist zugleich der erste Bundeswehrgeneral aus den neuen Bundesländern.

Generalsdienstgrade erhalten gemäß Bundesbesoldungsordnung (BBesO) Grundgehälter der Besoldungsgruppen B6 als Brigadegeneral, B7 als Generalmajor, B9 als Generalleutnant und B10 als General. Als Generalinspekteur erhält er zusätzlich eine Amtszulage. Seit 1. Januar 2012 belaufen sich diese Grundgehälter in B6 auf 8.248,04 €, in B7 auf 8.672,7 2€, in B9 auf 9.668,56 € und in B10 auf 11.380,93 €. Die Amtszulage des Generalinspekteurs beträgt 416,73 €.

Siehe auch: Liste der Generale und Admirale der Bundeswehr, Spitzengliederung der Bundeswehr

Österreich

Österreich-Ungarn

Rangabzeichen

k.u.k. Generaloberst

In der K.u.k. Armee von Österreich-Ungarn gab es bis zum Ende des Ersten Weltkrieges folgende Generalsränge:

Der Rang „Generalmajor“ ersetzte im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts die Bezeichnung „Generalwachtmeister“, früher auch „Generalfeldwachmeister“.

  • Feldmarschalleutnant (FML): (Pendant zum Generalleutnant).
  • Feldzeugmeister (FZM): Bis 1908 erfolgte die Beförderung zum Feldzeugmeister in der Regel für Generäle, die aus der Infanterie oder der Artillerie hervorgegangenen waren. Danach erreichten diesen Rang nur noch Artilleriegeneräle. (Pendant des General der Artillerie)
  • General der Kavallerie (GdK): Die Beförderung zum General der Kavallerie erfolgte für Generäle, die aus der Kavallerie hervorgegangenen waren.
  • General der Infanterie (GdI): Ab dem Jahre 1908 wurden Infanteriegeneräle zum General der Infanterie befördert.
  • Generaloberst: seit 1915
  • Feldmarschall (FM)

Erste Republik

In der kurzlebigen „Volkswehr“ der Ersten Republik war der Oberbefehlshaber der noch in der Monarchie zum Feldmarschalleutnant beförderte Adolf von Boog, die übrigen Befehlshaber erhielten den Titel „Oberstbrigadier“. Im ersten Bundesheer gab es zunächst nur die Titel „General“ und „Generalmajor“. Später wurde bei den Generälen die Differenzierung „.. der Infanterie“ und „.. der Artillerie“ vorgenommen. Seit 1933 gab es dann auch wieder den „Feldmarschalleutnant“.

Zweite Republik

Kragenspiegel General Feldanzug
General Rockkragen

Im Bundesheer der Zweiten Republik wurde nach 1955 zunächst der Titel „Generalmajor“ und dann der „General“ eingeführt. Später kam der „Brigadier“ dazu. An Waffengattungsbezeichnungen bei den Generälen gab es schließlich solche „..der Infanterie“, „.. der Artillerie“, „..der Panzertruppe“ und „..der Fliegertruppe“.

Am 1. Juli 1980 erfolgte folgende Neuordnung der Ränge:

  1. General (ohne Zusatz)
  2. Korpskommandant
  3. Divisionär
  4. Brigadier

Dabei war nur der General ein Amtstitel für Offiziere der IX. Dienstklasse, die anderen Ränge waren „Verwendungsbezeichnungen“ im Rahmen der VIII. Dienstklasse.

Österreich hat Ende 2002 seine Generalsstruktur erneut verändert und dem europäischen/NATO-System angepasst:

vor 2002 nach 2002
Brigadier Brigadier
Divisionär Generalmajor
Korpskommandant Generalleutnant
General General

Bis zu seiner Pensionierung am 30. November 2007 war General Roland Ertl als Chef des Generalstabes in Österreich der ranghöchste Offizier. Vom 31. Januar 2008 bis zu seiner (rechtswidrigen, wie sich herausstellte) Abberufung am 24. Januar 2011 und wieder nach seiner neuerlichen Einsetzung am 7. November 2011 hatte bzw. hat wiederum General Edmund Entacher diese Funktion inne.

Außerdem wird die Verwendungsbezeichnung General für Leitende Beamte (E1) der Exekutive in Österreich, dazu gehören Bundespolizei und Justizwache, verwendet. Da es sich bei den genannten Wachkörpern um zivile Körperschaften handelt, die lediglich nach militärischem Muster organisiert sind, handelt es sich jedoch nicht um „Polizeioffiziere“, sondern sie führen lediglich Offiziersränge als Verwendungsbezeichnung. Im Übrigen ist ein direkter Vergleich mit den Dienstgraden des Bundesheeres nicht möglich, da in der Bundespolizei Aufgaben, die im militärischen Bereich einem niedrig-rangigen Offizier zukommen, von hochrangigen dienstführenden Beamten (E 2a), also Angehörigen der mittleren Laufbahnebene, wahrzunehmen sind.


Schweiz

General Schweiz
Käppi General Schweiz

In der Schweiz wird nur bei einer Kriegsmobilmachung ein General als Oberbefehlshaber der Armee eingesetzt. Dieser wird von der Bundesversammlung gewählt und bleibt auch nach der Wahl dem Bundesrat unterstellt.[2] Im Frieden befehligt der Chef der Armee (CdA) die Truppen.

Aus Gleichstellungsgründen wird dem leitenden Offizier des schweizerischen Detachements an der Waffenstillstandslinie in Panmunjeom, Korea ehrenhalber der Dienstgrad Generalmajor zuerkannt.

Bekannte Schweizer Generäle waren:

Der momentan höchste Schweizer Offizier ist der Chef der Armee, Korpskommandant André Blattmann.

In Anlehnung an andere Armeen wird auch bei der Schweizer Armee zuweilen von Generälen gesprochen:

Frankreich

Général d’Armée Frankreich

Frankreich kennt im Vergleich zum General den „Général d’Armée“ und für die Luftwaffe den „Général d'armée aérienne“.

Dieser steht über dem Generalleutnant als „Général de corps d'armée“ (Luftwaffe: „de corps aérien“) und dieser über dem „Général de division“ (Luftwaffe: „de division aérienne“), welcher über dem „Général de brigade“ (Luftwaffe: „de brigade aérienne“) steht.

Der General ist Chef der Armee. Vergleichbar im Rang sind der Großkanzler der Ehrenlegion, der Chef oder der Inspekteur des Heeres oder der Generaldirektor der Gendarmerie sowie die entsprechenden Offiziere der Luftwaffe.

Osttimor

In den Verteidigungskräften Osttimors ist derzeit der Major-general (Generalmajor) der höchste Rang. Ihn bekleidete seit 2009 der militärische Oberbefehlshaber Taur Matan Ruak, der davor Brigadeiro (Brigadegeneral) war. Nach seinem Abschied 2011, wurde sein Nachfolger Lere Anan Timor zum Generalmajor befördert.

Russische Föderation

Armeegeneral Russland

Die Streitkräfte der Russischen Föderation haben den Generalsrang des Viersternegenerals im Jahre 1991 aus den Streitkräften der Sowjetunion mit der Bezeichnung Armeegeneralrussisch генера́л а́рмии (Generál Ármii) – übernommen. Der russische Armeegeneral entspricht dem NATO-Rangcode OF-9.

Ungarn

In der ungarischen Armee bestand der Dienstgrad „Feldmarschallleutnant“ bis 1921 fort. Es gab folgende Generalsränge:

Deutsche Bezeichnung Ungarische Bezeichnung
Generalmajor Vezérőrnagy
Feldmarschallleutnant Altábornagy
General der Infanterie Gyalogsági Tábornok
Generaloberst (seit 1915) Vezérezredes
Feldmarschall Tábornagy

USA

General US-Army

Die US Army, die US Air Force und das United States Marine Corps kennen den Rang eines Generals. In der Hierarchie steht dieser über dem Lieutenant General. Die US-Soldstufe ist O-10, der NATO-Rangcode jedoch OF-9.

Der Dienstgrad des Generals ist mit bestimmten Dienststellungen verbunden, so sind bspw. der Vorsitzende und die Mitglieder der Joint Chiefs of Staff Generale bzw. Admirale. Operativ kann der General auch eine Armee oder den Oberbefehl über ein regionales Einsatzgebiet führen.

Darüber hinaus haben die USA den Rang eines Generals of the Army, der informell auch als Fünf-Sterne-General bezeichnet wird (siehe dort).

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: General – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte, 1. Auflage (Liz.5, P189/84, LSV:0547, B-Nr. 746 635 0), Militärverlag der DDR (VEB) – Berlin, 1985, S.145 Dienstgradabzeichen 29/30.
  2. Schweizerisches Militärgesetz Art. 86