Edition Keiper

Die Edition Keiper (Eigenschreibweise edition keiper) ist ein österreichischer Verlag mit Sitz in Graz.

Inhaltsverzeichnis

Verlag

Der Verlag wurde am 4. April 2008 von Anita Keiper gegründet. Mit der Gründung des Textzentrum Graz und der Edition Keiper wurde Anita Keiper bei dem Wettbewerb „Gründerin des Jahres“ mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Die Edition Keiper widmet sich seit ihrer Gründung vorwiegend den Werken und Ideen deutschsprachiger Autoren mit steirischer Herkunft. Zu den ersten Büchern gehörten Bregenzer Blutspiele und Die Wüste lebt. Der Tag an dem Niki Lauda starb von Martin G. Wanko sowie So geht Leben von Mathias Grilj und Zweifellos von Christoph Huemer. Bereits im Gründungsjahr 2008 verlegte der Stadtverlag fünf Bücher. Mittlerweile (Juli 2011) wurden 19 Bücher herausgebracht.

Durch die Verwendung von Videopodcasts und durch die Buch- und Event-PR über Web 2.0-Tools versucht die Edition Keiper verstärkt, die neuen Medien zu nutzen.

Autoren

Zu den Autoren des Verlags gehören Martin G. Wanko, Oskar Scherzer, Christoph Huemer, Mathias Grilj, Sigi Faschingbauer, Günter Eichberger, Markus Mörth, Thomas Friedschröder, Barbara Fink, Hans Helmut Hiebel, Alfred Paul Schmidt, Wolfgang Pollanz, Andrea Wolfmayr, Gernot Pottlacher, Luise Kloos sowie die Mitarbeiter des Rockarchiv Steiermark.

Buchprojekte

  • Ein besonderes Buchprojekt der Edition Keiper waren die Tagebücher von Oscar Scherzer. Dieser verfasste in den Jahren 1938 und 1939 sieben Tagebücher, die ein aufwühlendes Stück Zeitgeschichte aufzeigen. Oscar Scherzer, geboren 1919 in Elbing/Ostpreußen, floh 1933 vor dem Nazi-Regime nach Wien, konnte dort 1938 als einer der letzten jüdischen Schüler seine Matura machen, ehe er im Sommer 1938 nach Paris fliehen musste. Der Vater in Dachau, Mutter und Schwester in Wien, untergetaucht bei einer Tante, das ungewisse Schicksal seiner geliebten Rika, die in Wien geblieben war – das war die Situation, als Oscar Scherzer begann, seine Tagebücher zu schreiben. Das Manuskript wurde von der edition keiper detailgetreu auf die Originale zurückgeführt, aus Rücksicht auf den Umfang des Buches mussten aber Kürzungen vorgenommen werden. Ergänzt wird das Buch durch einen Epilog des Autors, in dem er über die Schicksale aller Menschen, die in seinen Tagebüchern vorkommen, berichtet. Der Historiker Engelbert Fink stellt in seinen historischen Anmerkungen am Ende des Buches einen wichtigen Bezugsrahmen für die Leserinnen und Leser her. Die Tagebücher werden online auf der Homepage des Verlags als Faksimile zur Verfügung gestellt, ebenso wie Briefe, Fotos, alte Dokumente, Videoaufnahmen und Leseproben.
  • Durch die Initiative von Autor Martin G. Wanko in Kooperation mit der Stadt Graz konnte ein Märchenbuch-Projekt gestartet werden. "Wir sind Graz. Grazer Kinder erzählen ihre Märchen" ist eine Sammlung aus zahlreichen internationalen Märchen – von Afghanistan bis in die USA.

Weblinks