Eric Frey

Dieser Artikel beschreibt den österreichischen Journalisten Eric Frey. Für den ehemaligen Schauspieler siehe Erik Frey.

Eric Frey (* 1963 in Wien) ist ein österreichischer Publizist und Politologe. Er ist Redakteur bei der Wiener Tageszeitung Der Standard und Österreich-Korrespondent der Londoner Wirtschaftszeitung Financial Times und der Londoner Wirtschaftszeitschrift The Economist.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Eric Frey wurde 1963 als Sohn jüdischer Eltern, die dem Nationalsozialismus durch Flucht entkommen waren, in Wien geboren.[1] Er ging 1981 in die Vereinigten Staaten um Public Affairs (Internationale Beziehungen) an der Princeton University zu studieren.[2] Er absolvierte 1986 mit einer „Masterthesis“ (Masterarbeit zur Erreichung des Master-Titels) über die deutsch-deutschen Beziehungen der 1980er-Jahre.

Es folgte eine Laufbahn als Journalist. Von 1986 bis 1990 war Frey Reporter und zuletzt Büroleiter von AP-Dow Jones News Service in Frankfurt. 1991 wechselte er zur Wiener Tageszeitung Der Standard. In dieser Zeit, 1993, verfasste er sein erstes außeruniversitäres Buch – eine Abhandlung über den Wahlkampf Bill Clintons unter Betrachtung der Zyklentheorie Arthur M. Schlesingers.

Beim Standard avancierte er 1996 zum Ressortleiter der Außenpolitik. 1998 wechselte er in dieser Funktion ins Wirtschaftsressort. Seit 2002 ist Frey einer der Chefs vom Dienst sowie wirtschaftspolitischer Kommentator.

Nach der Jahrtausendwende begann Frey in Wien ein Doktorstudium der Politikwissenschaften. Seine Dissertation hierzu entstand 2003/2004 in New Orleans, wo er von 2001 bis 2002 Gastprofessor am Marshall Plan Chair for Austrian Studies an der Universität von New Orleans war. Sie handelte erneut von der Zeitgeschichte und abermals von der Politik Bill Clintons, dieses Mal von seiner Handelspolitik.

Werke

  • Clintons Amerika – Präsident einer neuen Generation., Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-8218-0430-0.
  • Feuding Friends: U.S.-European Trade Relations in the Clinton Era 1992–2000. Lang, Frankfurt am Main / New York 2004, ISBN 978-3-631-51817-5 (= European University Studies Series 31, Political Science. Band 496; zugleich Dissertation an der Universität Wien).
  • Schwarzbuch USA. Eichborn, Frankfurt am Main 2004, ISBN 978-3-8218-5574-5.
  • Das Hitler-Syndrom: über den Umgang mit dem Bösen in der Weltpolitik. Eichborn, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-8218-5615-5.
als Herausgeber
  • Heute Politik, morgen Praxis: Justizpolitik und Notariat in Österreich und in der EU [20. Europäische Notarentage 2008]. Manz, Wien 2009, ISBN 978-3-214-08938-2 (= Schriftenreihe des österreichischen Notariats, Band 42).
in anderen Publikationen
  • World's Best Newspapers. In: Gernot Bauer, Hans Besenböck, Emil Bobi, Erna Cuesta, Fritz Dittlbacher, Harald Fidler (Hrsg.): Wie werde ich Journalist-in? Wege in den Traumberuf. Lit, Wien / Berlin / Münster 2007, ISBN 978-3-8258-0466-4 / ISBN 978-3-7000-0687-9 (in Österreich).
  • Wie wir gelebt haben. Wiener Juden erinnern sich an ihr 20. Jahrhundert, herausgegeben von Tanja Eckstein und Julia Kaldori, Mandelbaum, Wien 2008, ISBN 978-3-85476-278-2.

Einzelnachweise

  1. Andreas Baum: Die falschen Lehren aus der Geschichte. (Buchrezension), Deutschlandradio, 29. Juni 2005
  2. Perceptions of Americans abroad, Princeton Alumni Weekly (PAW), 2. November 2005

Weblinks