Ernst August de la Chevallerie von la Motte

Ernst August de la Chevallerie von la Motte (* 24. November 1688 zu Walsrode bei Lüneburg; † 7. Dezember 1758 in Magdeburg) war königlich-preußischer Generalleutnant, Gouverneur von Geldern und Träger des Schwarzen Adlerordens.

Er entstammt einer französischen Familie, die wegen ihrer Religion ihre Heimat verlassen musste. Sein Vater Simeon de la Chevallerie starb am 2. Februar 1698. Ein Bruder wurde kurhannoverscher General.[1]

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Leben

Er ging 1711 in das Infanterie-Regiment Nr.17 (Grumkow). 1721 wurde er Kapitän und mit einigen Zwischenstationen am 2. März 1734 Oberst. Im Jahr 1739 erhielt er das Infanterie-Regiment Nr. 17. Am 2. August 1740 wurde er Generalmajor. Ebenfalls 1740 erhielt der den Pour le Merite.

Er kämpfte im Ersten Schlesischen Krieg und konnte sich in der Schlacht bei Chotusitz auszeichnen. Im Januar 1744 wurde er Generalleutnant und ging in den Zweiten Schlesischen Krieg nach Böhmen. 1745 befehligte er ein spezielles Corps zur Bekämpfung von Aufständischen in Oberschlesien. Er kämpfte danach in der Schlacht bei Hohenfriedberg und begleitete den König auf dem Marsch nach Sachsen.

Im November 1748 wurde er Gouverneur von Geldern und Chef des dortigen Bataillons Nr. 9. im Februar 1757 erhielt er den Schwarzen Adlerorden. Mit dem Beginn des Siebenjährigen Krieges sammelte er die preußischen Truppen in Wesel und führte sie zur Observationsarmee in Niedersachsen. Während dessen übernahm der Oberst Salmuth das Kommando in Geldern. Friedrich II. machte ihn zum Kommandanten von Magdeburg. Dort starb er am 7. Dezember 1758.

Familie

Er war seit 1711 mit der Freiin Eva Maria von Unverfährt verheiratet. Der Ehe entstammen folgende Kinder:

  • Ludwig Clamor (* 30. März 1720; † 3. Mai 1782) ∞ Antoinette Katharina von Münchow Tochter von Gustav Bogislav von Münchow
  • Friedrich Karl (* 1719; † 14. Oktober 1762) Offizier

Literatur

  • Kurt von Priesdorff,Soldatisches Führertum;Band 1
  • Eduard Lange, Die Soldaten Friedrich's des Grossen,S. 74 Digitalisat
  • Anton Balthasar König, Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen, Band 3, S. 68 Digitalisat
  • Julius Mebes, Beiträge zur Geschichte des Brandenburgisch-Preussischen Staates, Band I, S. 396 Digitalisat
  • Leopold Zedlitz, Neues preussisches Adels-Lexicon, S. 70 Digitalisat

Einzelnachweise

  1. Kurt von Priesdorff nennt als Vater: Charles de la Motte (1648–1717) , herzoglich braunschweig-1üneburger Generalmajor, Chef eines Regiments zu Fuß, Kommandant von Lüneburg und Herr auf Goldenitz in Mecklenburg, Mutter wäre dann Anna Agnes Busse (* 21. September 1653; † 21. Januar 1703). Gerd Möhlmann,Geschlechter der Hansestadt Rostock im 13. – 18. Jahrhundert S. 72