Franz Eckert (Jurist)

Franz Eckert (* 14. November 1931) ist ein österreichischer Wirtschaftsjurist. Er ist zudem Diakon der römisch-katholischen Kirche.

Leben

Franz Eckert studierte Rechtswissenschaften und war ab 1961 als Wirtschaftsjurist in Baden bei Wien (Eckert & Fries Rechtsanwälte GmbH) tätig.[1][2] Er hatte zahlreiche Aufsichtsratsmandate inne, darunter bei Adolf Darbo AG, OMV Tankstellen, Elektra Bregenz, Grass[3], Mediaprint, Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb[4], Herz Armaturen, Rath und anderen. 1998 wurde er Mitglied des Aufsichtsrats bei Magna Steyr[5] Er war langjähriger Hausanwalt der Bank Austria und wurde 1997 vom Großaktionär Bank Austria für fünf Jahre zum Aufsichtsrat in der Creditanstalt bestellt. Er war Sprecher der Kleinaktionäre.[6]

Er ist der Vater des Alternativmediziners Achim Eckert.

Wirken

Eckert engagiert sich für den IGNM-Sektion Österreich, die nationale Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (International Society for Contemporary Music ISCM); er ist ISCM-Vorstandsmitglied und Ehrenmitglied der ISCM und der IGNM.

Franz Eckert ist Mitglied des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Er war Kustos des Österreichischen Hospizes in Jerusalem.[7] Er war von 1990 bis 1992 Kanzler der Österreichischen Statthalterei und wurde 2003 für sein Engagement im Heiligen Land mit der Goldene Palme von Jerusalem ausgezeichnet. Er ist Mitglied der K.A.V. Capitolina Rom im CV.

Eckert ist ehrenamtlicher Diakon für Klein-Mariazell. Er engagiert sich für die Restaurierung und Revitalisierung der ehemaligen Benediktinerabtei im Wallfahrtsort Klein-Mariazell. Er ist Initiator des spirituellen Zentrum an der "Via Sacra", dem alten Pilgerweg nach Mariazell.[8]

Als Europa-Beauftragter im Generalsekretariat der Österreichischen Bischofskonferenz ist er Vertreter der österreichischen Bischöfe in Brüssel setzt er sich für das Christentum in der Europäischen Union ein; er ist Mitglied der Rechtskommission der Kommission der Bischofskonferenzen des EU-Raumes (ComECE).[9][10]

Für sein Wirken wurde er 2004 mit der Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.[8][11] Gewürdigt wurde von der Justizministerin Karin Miklautsch sein Wirken um das österreichische Rechtswesen, aber auch sein Engagement vielfältiges gesellschaftliches und soziales Engagement. Eckert engagiert sich langjährig für den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem - insbesondere für das Österreichische Hospiz zur Heiligen Familie in der Via Dolorosa in der Jerusalemer Altstadt, für ein Obdachlosenprojekt des Österreichischen Roten Kreuzes in der Wiener Neustadt oder die unentgeltliche Rechtsberatung für sozial Schwache in seiner Heimatgemeinde Alland in Niederösterreich.[11]

Einzelnachweise

  1. „Die Aufpasser der Nation 1. Teil“, Wirtschaftsblatt, 1. Oktober 1996
  2. Peter Muzik: „Die Top-Anwälte“, Wirtschaftsblatt, 1. Oktober 1996
  3. Angelika Kramer: „Grass: Wir haben kein gutes Jahr hinter uns.“, Wirtschaftsblatt, 15. Dezember 2001
  4. „Interview mit Prof. Dr. Franz Eckert, Aufsichtsratvorsitzender GKB“, abgerufen am 11. Februar 2012
  5. Martin Fellhuber: „Steyr: Stronach stimmt höherer Dividende von zehn Prozent zu“, Wirtschaftsblatt, 17. Juni 1998
  6. Alexander Foggensteiner: „CA-Aufsichtsrat fühlt sich ohne CA-Aktien besser“, Wirtschaftsblatt, 29. April 1997
  7. „Schönborn; Das Heilige Land wieder voller Pilger“, pro-oriente.at/ ORF, 30. März 2005
  8. a b „Diakon Franz Eckert ist 75“, Erzbistum Wien, 24. November 2006
  9. Alexander Foggensteiner: „Einheit in Vielfalt“, Henning Klingen, 29. Januar 2012
  10. „Der Lissabon-Vertrag: Anerkennung der Identität und des Beitrags der Kirchen“, ECUM/ athpress.co.at, abgerufen am 11. Februar 2012
  11. a b „Republik Österreich ehrt Franz Eckert“, Erzbistum Wien, 1. Juli 2004