Franz Plattner

Deckenbild in der Stadtpfarrkirche St. Martin in Dornbirn

Franz Plattner (* 13. August 1826 in Zirl, Tirol; † 18. April 1887 in Innsbruck) war ein österreichischer Kirchenmaler.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Plattner wurde zunächst vom Pfarrer von Zirl gefördert und erhielt ersten künstlerischen Unterricht bei dem Krippenmaler Anton Handl in Hötting bei Innsbruck. 1842 wurde er Schüler von Josef Arnold d. Ä.

1845 begann Plattner eine künstlerische Ausbildung an der Akademie in Wien, in die er am 7. Januar 1846 aufgenommen wurde. Er studierte dort bis zum Sommer 1852 bei Leopold Kupelwieser, Carl Rahl, Carl Mayer und Carl Ritter von Blaas. Während dieser Studienzeit schloss er sich 1848 der Tiroler Studentenkompanie an. 1851 gewann er bei einem Wettbewerb ein kaiserliches Stipendium für einen Studienaufenthalt in Rom.

Weitere Lebensstationen sind ein Aufenthalt in Italien im November 1852 und ein Rom-Aufenthalt im Oktober 1853. Im Mai 1855 nahm er am Cervarofest, dem Frühlingsfest der deutschen Künstler in Rom, teil. Im gleichen Jahr erhielt er ein Stipendium des Unterrichtsministeriums. 1857 erhielt er durch kaiserliche Genehmigung ein „außerordentliches Reisestipendium“. Am 8. Juni 1858 wurde Plattner in die Erzbruderschaft vom Campo Santo aufgenommen. Im Juli 1858 heiratete er in Triest die Wienerin Carolina Stoy.

Am 29. März 1859 kehrte Plattner nach Innsbruck zurück. Er wirkte an der 1861 gegründeten „Tiroler Glasmalerei und Mosaik Anstalt“ in Innsbruck und machte sich in der Region fortan einen Namen als Kirchenmaler. 1882 wurde Plattner Gildemeister der in Innsbruck gegründeten „St.-Lucas-Gilde“. Fünf Jahre später, am 18. April 1887, verstarb er in Innsbruck.

Werke

Seine bekanntesten Arbeiten und Werke als Kirchenmaler sind:

  • Ausmalung der Pfarrkirche in Zirl (1860–1874)
  • Freskenzyklus in der Vorhalle der Einsegnungskapelle am Innsbrucker Westfriedhof (1863–1874)
  • Verschiedene Einzelbilder in Freskotechnik in den Arkaden des Innsbrucker Westfriedhofes
  • Ehemaliges Altarbild „Sacra Cobversazione“ im Franziskanerkloster Hall in Tirol (1866)
  • „Allegorie der Austria“ (1872; die Austria ist eine Studentenverbindung)
  • Deckenbilder der Stadtpfarrkirche St. Martin in Dornbirn (1875–1877)
  • Ausmalung der Pfarrkirche Jenesien (1879–1881)
  • Fresken in der Briglsche Friedhofskapelle in Girlan (Fraktion von Eppan) (1879–1884)
  • Deckenbilder der Wallfahrtskapelle Mariastein (1885)
  • Fresko in der Pfarrkirche Wildermieming (1886)

Literatur

Quellen

  • Helmuth Öhler: Franz Plattner (1826-1887). Ein Tiroler Kirchenmaler in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. (phil. Diplomarbeit), Innsbruck 1992 (400 Seiten, Abbildungen).
  •  Helmuth Öhler: Franz Plattner (1826 - 1887), ein Tiroler Kirchenmaler in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In: Tiroler Heimatblätter. 68. Jahrgang, Heft 4, 1993, S. 145–152. (indirekt entnommen aus der Biografieskizze bei sagen.at)

Weblinks

 Commons: Franz Plattner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien