Franz von Hauslab

Franz Hauslab, Lithografie von Joseph Kriehuber, 1859
Franz Ritter von Hauslab, Fotografie von Ludwig Angerer, 1860

Franz Ritter von Hauslab (* 1. Februar 1798 in Wien; † 11. Februar 1883 ebenda) war ein altösterreichischer General und Kartograf.

Leben

Franz Ritter von Hauslab war der Sohn eines Offiziers und studierte an der Ingenieur-Akademie. 1815 nahm er am Feldzug in Frankreich als Fähnrich teil und wurde 1816 in den Generalquartiermeisterstab aufgenommen.

1827 bis 1830 gehörte von Hauslab der Gesandtschaft in Konstantinopel an und fungierte als Instruktor der nach Wien zur Ausbildung gesandten türkischen Offiziere. Als Hauptmann und Major war er außerdem Erzieher von Erzherzog Albrecht, 1843 Lehrer des künftigen Kaisers Franz Joseph I. und seines Bruders Erzherzog Ferdinand Maximilian.

1848 befehligte er als Generalmajor die Artillerie bei der Belagerung Wiens. Danach diente von Hauslab 1854 bis 1860 als General-Artillerie-Direktor und 1860 bis 1865 als Chef des wissenschaftlichen Komitees des Kriegsministeriums. 1868 trat er als Feldzeugmeister in den dauernden Ruhestand.

Als Kartograf schuf er u. a. die Farbskala für Höhenlinien in Karten und beschäftigte sich mit geologischen Studien. 1826 führte er die Farblithografie in die Kartografie ein. Von Hauslab besaß eine bedeutende Bibliothek und Kunstsammlung, die nach seinem Tode von dem regierenden Fürsten Johann II. von Liechtenstein angekauft wurde.

Werke

  • Darstellung der k. k. österreichischen Armee mit allen Chargen, nebst einem Anhang enthaltend die Militair-Musik-Banden, Artillerie-Bespannungen, Kriegs-Marine und sämtlichen Militair-Train, 1822–1825 bei Josef Trentsensky, Lithografien von Joseph Kriehuber. (Neuausgabe: Edition Tusch, Wien 1975)

Literatur