Friedrich Albrecht Carl Hermann von Wylich und Lottum

Reichsgraf Friedrich Albrecht Carl Hermann von Wylich und Lottum (* 20. April 1720 in Anklam; † 3. März 1797 in Berlin) war ein preußischer Offizier, zuletzt General der Kavallerie, Chef des Dragoner-Regiments Nr. 1, Ritter des Pour le Merite und des Schwarzen Adlerordens sowie Domherr zu Halberstadt.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Friedrich kam aus dem alten klevischen Adelsgeschlecht der Wylich und Lottum. Er war der zweite Sohn des Generals Johann Christoph von Wylich und Lottum und dessen Frau Freiin Hermine Alexandrine von Wittenhorst-Sonsfeld (* 4. September 1685; † 23. April 1745).

Er wurde 1737 Kornett im Kürassier-Regiment Nr. 8 (Götz) sowie 1745 Leutnant. Am 14. Juli 1753 wurde ihm von Friedrich II. die Domherrenstelle zu Halberstadt übergeben.

Im August 1755 wurde er Stabsrittmeister. Im September 1756 wurde er bereits wirklicher Rittmeister und 1758 Major. Im Jahr 1763 wurde er Kommandeur des Regiments.

1769 wurde er Oberstleutnant, 1772 Oberst und im Juni 1774 Chef des Dragoner-Regiments Nr.1 (Zastrow). Am 17. August 1777 wird er zum Generalmajor ernannt und am 20. Mai 1787 zum Generalleutnant. 1791 erhielt er den Schwarzen Adlerorden. Am 28. Dezember 1794 erhielt er als General der Kavallerie den Abschied und ging am 16. Januar 1795 in Pension.

Er hat an allen Feldzügen von Friedrich II. teilgenommen. Er kämpfte in Chotusitz, Hohenfriedberg, Soor, Kesselsdorf, Lobositz, Prag, Kolin, Roßbach, Leuthen, Zorndorf, Hochkirch, Liegnitz und Torgau. Zudem war er bei den Belagerungen für Prag, Olmütz, Dresden und Scheidnitz dabei. Dazu kommen weitere Gefechte in Jägerndorf, Katholisch-Hennersdorf, Hoyeswerde, Troppau, Schweidnitz, Langensalza, Kloster Wahlstadt, Leutmannsdorf und Reichenbach. Während des Bayerischen Erbfolgekriegs war er bei der Armee des Prinzen Heinrich.

Während der Schlacht von Breslau 1757 geriet er in Gefangenschaft, wurde aber bereits 1758 wieder ausgetauscht. König Friedrich II. schätzte ihn sehr, so bekam er 1753 die Domherrenstelle in Halberstadt. 1758 bekam er für seine Tapferkeit in der Schlacht von Zorndorf den Pour le Mérite. Während der Unruhen in Holland im Jahre 1787 wurde sein Regiment von Berlin und Magdeburg nach Wesel geschickt.

Die dort versammelten Truppen standen unter dem Kommando des Herzogs von Braunschweig. Als am 13. September 1787 die Truppen nach Kleve in Marsch gesetzt wurden, führt Lottum die zweite Kolonne und ging zu Waterford bei Arnheim über den Rhein. Die Revolte war bald beendet und die Truppen kehrten zurück. Der General blieb aber noch bis Anfang 1788 in Holland.

Familie

Er war mit Sophie Beate von Schlichting (* 8. August 1736; † 28. Oktober 1801) verheiratet, der Tochter des Landrats Alexander von Schlichting. Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Karl Friedrich Johann Gustav, (* 29. Oktober 1762; † 1. März 1828) ∞ Ernestine Magdalene Sophie von Clermont (* 30. Januar 1722; † 12. Februar 1843)[1]
  • Christiane Beate Alexandrine (* 9. November 1764)
  • Albertine Johanna Henriette (* 1766)
  • Karoline Friederike Marianne (* 13. August 1768; † 17. Februar 1829) ∞ 1799 Ludwig Wilhelm von Eickstedt[2] (* 23. Juni 1763; † 7. April 1818)
  • Alexander (* 20. Januar 1771)
  • Heinrich Christoph Karl Hermann (* 8. Januar 1773; † 8. Februar 1830) preußischer Generalleutnant.
  • Friedrich Ludwig August Georg (* 13. Oktober 1776; † 31. März 1851)

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. genealogisches taschenbuch, S.207, Digitalisat
  2. Carl August Ludw. Freih. von Eickstedt,Familienbuch des dynastischen Geschlechts der von Eickstedt in Thüringen, S.272, Digitalisat