Gottfried Hirz

Gottfried Hirz, zweiter von links (2009) im Kreis der Grünen Landtagsabgeordneten
Gottfried Hirz (2008)

Gottfried Hirz (* 21. März 1958 in Linz) ist ein oberösterreichischer Politiker (Grüne). Er ist seit 2003 Abgeordneter zum Oberösterreichischen Landtag und seit 2007 Klubobmann.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf

Gottfried Hirz besuchte nach der Volks- und Hauptschule die Pädagogische Akademie des Bundes in Linz. Nach dem Abschluss der Pädagogischen Akademie arbeitete Hirz von 1979 bis 1980 als Hauptschullehrer an der Hauptschule Ampflwang, danach leistete er von 1980 bis 1981 seine Zivildienst beim Roten Kreuz ab. Hirz war danach von 1981 bis 1997 Hauptschullehrer in Schwanenstadt (HS 1 und 2).

Politik

Gittfried Hirz gehört zu den Mitbegründern der Grünen Partei in Österreich. Er war Mitbegründer der Alternativen Liste Österreich in Graz 1981 und leistete in der Folge Aufbauarbeit für die ALÖ in Oberösterreich. Ab 1985 war er Mitglied im „Geschäftsführenden Ausschuss“ der Grünen Alternative Oberösterreich und in der Folge Landesvorstandsmitglied bis Dezember 1990. Für die Landtagswahlen in Oberösterreich 1991 und 1997 war Hirz als Programmkoordinator tätig, zudem war er zwischen 1992 und 2004 Landesvorstandsmitglied der Grünen Bildungswerkstatt Oberösterreich. 1997 wurde Hirz zum Geschäftsführer der Oberösterreichischen Grünen gewählt, 1998 zum Landessprecher. Seine Funktion als Landessprecher nahm Hirz bis zum Jahr 2002 wahr, als Geschäftsführer war er bis 2004 tätig. Zwischen dem Jahr 2000 und 2002 war er zudem Mitglied im Bundesvorstand der Grünen. Innerparteilich ist Hirz derzeit noch Mitglied des Landesvorstandes der Grünen OÖ (seit 1998).

Am 23. Oktober 2003 wurde Gottfried Hirz in den Oberösterreichischen Landtag und von seiner Partei zum Klubobmann-Stellvertreter gewählt. Er ist seit 2003 Mitglied des Koordinierungsausschusses zwischen der ÖVP und den Grünen. Seit 2003 ist Hirz zudem Kuratoriumsmitglied der Pädagogischen Akademie des Bundes Linz und der Berufspädagagogischen Akademie Linz. Er war von 2003 bis 2005 Aufsichtsrat der NAVEG und ist seit 2005 Aufsichtsrat der OÖ Verkehrsholding GesmbH. Am 1. Februar 2007 wurde er zum Klubobmann der Grünen im Landtag gewählt.

Am 9. Mai 2009 hielt Hirz eine Rede im Oberösterreichischen Landtag, bei der er für die Einrichtung einer Sperrinfrastruktur zur Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet nach deutschem Vorbild argumentierte.[1][2] Gemeinsam mit der Koalitionspartei ÖVP und allen anderen im Landtag vertretenen Parteien (SPÖ und FPÖ) wurde eine Resolution an die Bundesregierung verabschiedet, Zugangssperren im Internet einzurichten, mit der die Filterung von dokumentiertem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen möglich sein sollte.[3]

Trotz innerparteilicher Auseinandersetzungen und einer klaren Ablehnung der geplanten Maßnahmen durch die Grünen auf Bundesebene[4], kam es zu keiner offiziellen Klarstellung seitens Gottfried Hirz oder der Oberösterreichischen Grünen. Allgemein sprechen sich die Grünen für Datenschutz und Grundrechte aus.[5] Vom deutsche Bundestag wurde das umstrittene Gesetz mit den Stimmen der Regierungskoalition inzwischen beschlossen.[6]

Auszeichnungen

Im Oktober 2009 wurde Hirz zusammen mit den Landtagsabgeordneten der Grünen Ulrike Schwarz und Maria Wageneder mit dem österreichischen Big Brother Award für die Forderung nach gesetzlichen Internetsperren für kinderpornografische Webinhalte ausgezeichnet.[7]

Privates

Hirz lebt in einer Lebensgemeinschaft und hat ein Kind. Er wohnt seit 1979 im Bezirk Vöcklabruck.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Youtube: Rede von Gottfried Hirz im OÖ Landtag
  2. heise.de: Oberösterreichs Landtag fordert Kinderporno-Sperren
  3. Amt der Oö. Landesregierung: Initiativantrag der unterzeichneten Abgeordneten des Oberösterreichischen Landtags betreffend Maßnahmen zur Bekämpfung der Kinderpornografie
  4. Internetsperren.at: Die Grünen sind gegen Internetsperren
  5. Grüne Österreich: Leitlinien Grüner Medienpolitik
  6. ORF Futurezone: Bundestag beschließt Internet-Sperrgesetz
  7. heise.de: Big Brother Awards Austria: Abrechnung mit Grünen und ÖBB