Herbert Stepic

Herbert Stepic (* 31. Dezember 1946 in Wien) ist ein österreichischer Bankmanager.

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Karriere

Er trat nach bestandener Matura in der De La Salle Schule Strebersdorf in Wien, sowie Studium und der Promotion zum Doktor der Handelswissenschaften und nach einem Jahr in der Privatindustrie 1973 in die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (damals Genossenschaftliche Zentralbank, GZB) ein, wo er den damaligen Bereich Außenhandelsservice aufbaute. 1978 übernahm er in der RZB das Länderreferat und begann mit dem Aufbau eines internationalen Netzwerks von Korrespondenzbanken. 1986 wurde er Direktor der RZB, 1987 Mitglied RZB-Vorstandes, zuständig für das Auslandsgeschäft.

Ab 1995 war er stellvertretender Generaldirektor der RZB, seit 2001 zudem Vorstandschef der Raiffeisen International (RI), in der alle osteuropäischen Netzwerkbanken und Finanzfirmen zusammengefasst waren. Seit der Fusion der Hauptgeschäftsfelder der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG mit der Raiffeisen International im Oktober 2010 ist er Vorstandsvorsitzender der damals neu entstandenen Raiffeisen Bank International.

Auszeichnungen

Im Jahre 2005 wurde Stepic von der Wirtschaftsuniversität Wien als WU-Manager des Jahres ausgezeichnet. Nach dem sehr positiv verlaufenen Börsengang der Raiffeisen International kürte ihn das österreichische Wirtschaftsmagazin trend zum Mann des Jahres.

Weiters ist Herbert Stepic zum European Banker of the Year 2006 gekürt worden. Wie das Organisationsbüro der Group of 20+1 – eine Vereinigung führender internationaler Finanzjournalisten – seine Entscheidung erklärte, war Stepic der erste österreichische Banker, der diese Auszeichnung erhielt. In der Begründung für die Auszeichnung hieß es, dass Stepic „seit 1986 die Osteuropa-Strategie der Raiffeisen International formuliert und umgesetzt“ habe. Darüber hinaus zähle die RI zu einer der drei größten westlich dominierten Bankengruppen in Osteuropa. In puncto Diversifikation könne ihr lediglich die UniCredit das Wasser reichen, so die Jury. Zudem sei das Institut die größte westliche Bank in Russland und den ehemaligen GUS-Staaten. Mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 40 % p.a. bei Betriebserträgen, Vorsteuergewinn und Bilanzsumme über die vergangenen 10 Jahre gehöre die RI zu den am stärksten wachsenden Bankengruppen weltweit. Der Award European Banker of the Year wird seit 1994 jährlich von führenden Wirtschafts- und Finanzjournalisten verliehen.

Am 14. Juni 2007 wurde Stepic zum European Manager of the Year 2007 gekürt. Den Preis vergeben jährlich die Chefredakteure der EBP (European Business Press). Vor dem 60-jährigen „Ostpionier“ der österreichischen Raiffeisengruppe wurde bereits Spitzenmanagern wie Ingvar Kamprad (Ikea), Jorma Ollila (Nokia) oder Bernd Pischetsrieder (damals BMW) dieser prestigeträchtige Titel zuteil. Dem EBP gehören unter anderem die Financial Times, das Wall Street Journal Europe, das Handelsblatt, Les Échos oder Milano Finanza und aus Österreich das Magazin trend an.

Ehrenzeichen (Auszug)

Einzelnachweise

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952
  2. M.P. 2006 nr 6 poz. 94 – punkt 1.
  3. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952