Hermann Schürrer

Hermann Schürrer (* 14. Dezember 1928 in Wolfsegg am Hausruck, Oberösterreich; † 29. November 1986 in Wien) war ein österreichischer Schriftsteller.

In einem Bergarbeiterdorf als Sohn eines Steigers geboren, kam Schürrer 1951 nach Wien, wo er Jura, Geschichte, Englisch, Psychologie und Germanistik studierte. Nach der Relegation von der Universität lebte er als Mitarbeiter eines Grafikers, verrichtete Handlangerdienste, verkehrte in Kaffeehäusern, verbrachte zwei Jahre im Gefängnis, zwei Jahre in einer psychiatrischen Anstalt, zwei Jahre in West-Berlin und schrieb.

1975 gründete er zusammen mit Gerhard Jaschke die avantgardistische Literaturzeitschrift Freibord. Er war Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung.

1985 wurde ihm der Literaturpreis der Stadt Wien verliehen. Er ist auf dem Wiener Zentralfriedhof im Ehrenhain (Gruppe 40) neben Jean Améry bestattet.

Literatur

  • Hermann Schürrer zum 50. Geburtstag. In: Freibord 3, H. 13/14. (Mit Beiträgen von Gerhard Jaschke, Joe Berger, Gerald Bisinger, Günter Brus, Elfriede Czurda, Elfriede Gerstl, Robert Menasse, Reinhard Priessnitz, Franz West, Franz Schuh und anderen.)
  • Robert Menasse: Der Typus des „Außenseiters“ im Literaturbetrieb (Am Beispiel Hermann Schürrer). Studie zum eigentümlichen Verhältnis von offiziösem Literaturbetrieb und literarischem „underground“ im Österreich der Zweiten Republik. Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, Wien 1980.
  • Christian Millecker: Studien zu Hermann Schürrer. Diplomarbeit zur Erlangung des Magistergrades der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, Wien 1992.

Weblinks