Ingo Zechner

Ingo Zechner (Erster von links) bei der Pressekonferenz zur Gründung des Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) im Juni 2006

Ingo Zechner (* 24. Dezember 1972 in Klagenfurt, Österreich) ist Philosoph und Historiker. Von Januar bis Anfang November 2009 war er Geschäftsführer des Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI).[1]

Von 1991 bis 1997 studierte er Geschichte und Philosophie an der Universität Wien; von 1997 bis 2001 folgte ein Doktoratsstudium der Philosophie an der Universität Wien bei Hans-Dieter Bahr. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Zeit und Gedächtnis, Ästhetik (insbesondere Bildwissenschaft), Kulturphilosophie, Cultural Studies und französische Philosophie (Michel Foucault, Gilles Deleuze, Jacques Derrida).

2000–2008 war Zechner als Historiker für die Israelitische Kultusgemeinde Wien tätig. Im Rahmen der Anlaufstelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien für jüdische NS-Verfolgte in und aus Österreich, die er 2003–2008 leitete, beschäftigte er sich in verschiedenster Form mit NS-Vermögensentzug und Restitution. Arbeitsschwerpunkte waren Kunstrestitution und Naturalrestitution von Liegenschaften, die Erforschung des Vermögens der jüdischen Organisationen Österreichs, die Wiederherstellung des Archivs der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und die Konzeption des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien. 2002–2008 war Zechner Mitglied der Kommission für Provenienzforschung, 2003–2008 Mitglied der Wiener Rückstellungs-Kommission.

Verschiedene Lehrtätigkeiten, 1997–2000 am Institut für Philosophie der Universität Wien (gemeinsam mit Hans-Dieter Bahr), 2003–2004 am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien. 2004 war Zechner BTWH/IFK-Visiting Scholar am German Department der University of California, Berkeley. Mitarbeit in Forschungsprojekten und Vortragstätigkeit in Österreich und in den USA.

Schriften (Auswahl)

Monographien
Ausstellungskataloge
  • Ordnung muss sein. Das Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Jüdisches Museum Wien, Ausstellungskatalog 2007 (gemeinsam mit Felicitas Heimann-Jelinek und Lothar Hölbling). ISBN 978-3-901398-45-2

Weblinks

Einzelnachweise

  1. „Wiener Wiesenthal Institut: Ingo Zechner“,
    Ingo Zechner über den Rücktritt von Vorstand und Geschäftsführung des Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI), Gastkommentar in der Zeitschrift profil vom 8. Dezember 2009