Kartause Aggsbach

Ostseitige Ansicht der ehemaligen Kartause, 2012
Kirche der ehemaligen Kartause Aggsbach, 2006

Die Kartause Aggsbach ist ein ehemaliges Kloster der Kartäuser (OCart) in Aggsbach Dorf in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Kloster wurde 1380 durch Heidenreich von Maissau gegründet. Von 1387 bis 1391 war Michael von Prag[1] Prior von Aggsbach.

Bis in das 18. Jahrhundert war das Kloster Eigentümer von mehreren Herrschaften (darunter Purgstall, Seiterndorf, Großmugl, Külb, Kühbach und Strohdorf) in Niederösterreich; 1723 waren es insgesamt zwölf.[2]

1782 wurde das Kloster durch Kaiser Joseph II. aufgehoben und in ein Schloss umgewandelt. Teile des Klosters wurden in die Räumlichkeiten des Pfarrhofes übernommen, die Kartäuserzellen und der große Kreuzgang geschleift. Die Kartäuserkirche erhielt einen an den Altarraum angebauten Kirchturm und wurde Pfarrkirche. Untersuchungen durch das Bundesdenkmalamt im Rahmen der Grabungen im ehemaligen Zellentrakt der Kartause Aggsbach im Jahr 2010 legen die Vermutung nahe, dass das Baumaterial für den Kirchturm von den abgerissenen Zellen stammt.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Datenbank ALCUIN (abgerufen am 6. November 2012)
  2. Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Klosterakten Aggsbach Karton 7, Blatt 117.

48.29388888888915.424444444444Koordinaten: 48° 17′ 38″ N, 15° 25′ 28″ O