Kohlgrube

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kohlgrube (Begriffsklärung) aufgeführt.

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Kohlgrube (Kolonie)
Ortschaft
Kohlgrube (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Vöcklabruck (VB), Oberösterreich
Pol. Gemeinde Wolfsegg am Hausruck  (KG Wolfsegg)
Koordinaten 48° 7′ 20″ N, 13° 40′ 20″ O48.12211111111113.672277777778580Koordinaten: 48° 7′ 20″ N, 13° 40′ 20″ O
Höhe 580 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 152 (2001)
Postleitzahl A-4902f1
Offizielle Website
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 13142
Zählbezirk/Zählsprengel Wolfsegg-Umgebung (41750 001)
gegr. 1794
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Kohlgrube (bairisch Koigruam ausgesprochen) ist eine Siedlung im östlichen Hausruck und Ortschaft der oberösterreichischen Gemeinde Wolfsegg am Hausruck. Sie gilt, 1794 gegründet, als eine der wenigen in ihrer Grundstruktur erhaltenen Bergwerkskolonien Österreichs.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Kohlgrube liegt circa drei Kilometer östlich des Gemeindehauptorts, auf 540–620 Metern.

Geschichte

In Kohlgrube wurde seit 1776 Braunkohle im Untertagbau gefördert, die Anlagen wurden nach Auskohlung des Ostreviers im Jahr 1964 geschlossen. Die zur Gänze ehemals der Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks AG (WTK AG) gehörenden Immobilien und Flächen wurden Ende der 1960er Jahre hauptsächlich an ehemalige Kumpel verkauft. Aus einer industriell geprägten Bergwerkskolonie mit über 1000 Bewohnern wurde eine Wohnsiedlung mit rund 250 Einwohnern.

Bevölkerung und Gebäudestand[1]
1880 1890 1900 1910 1951 1961 1971 1981 1991 2001
31 31 34 38 38 42 33 39 44 48
1080 1146 988 733 766 788 230 183 146 152
Kohlebrecher Kohlgrube 2006

Gut erhaltene Wohnkasernen (Koloniehäuser), die ehemalige Bergwerksdirektion und Werkskantine und das Gelände um die Kohlebrech- und Sortieranlage zeugen von der Vergangenheit. Seit dem Jahr 2003 wird der ehemalige Kohlebrecher Kohlgrube als kulturelle Spielstätte genutzt,[2] der Ort wurde mit Aufführungen von Franzobel-Premieren (u.a. Nestroy-Preis) bekannt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1.  Kurt Klein (Bearb.), Vienna Institute of Demography (VID) d. Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Oberösterreich Teil 2, o.D. (aktual.), Großpiesenham, S. 2 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; pdf).
    Spezielle Quellenangaben: 1880, 1890 Statistische Central-Commission: Spezial-Orts-Repertorien der im österreichischen Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder. 1883 resp. 1892 ff. 1900 Statistische Central-Commission: Gemeinde-Lexikon der im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder. 1903 ff. 1910 Statistische Central-Commission: Spezial-Repertorien. 1915 ff. 1951 und später:  Österreichisches Statistischen Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis. (Ergebnisse der Volkszählungen).
  2.  Sandra Tretter, Universität für angewandte Kunst (Hrsg.): Kulturelle Nutzung von Industriedenkmälern im ländlichen Raum anhand des Modells Kunstraum Kohlgrube in Wolfsegg am Hausruck. Master Thesis Univ. für ang. Kunst. Wien 2004.