Krottenhof

Der Krottenhof, früher auch Lainachhof sowie Plattlhof genannt, ist ein Grazer Edelhof der an der Kreuzung der Krottendorfer Straße mit der Grottenhofstraße im Stadtbezirk Strassgang liegt. Seine Geschichte geht bis auf das 14. Jahrhundert zurück. Heute befindet sich in den Gebäuden des Hofes Teile der Land- und Forstwirtschaftlichen Fachschule Alt-Grottenhof.

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Geschichte

1360 wird im Urbar des Stiftes Admont in der zum Schloss St. Martin Ortschaft Krottendorf ein großer und ein kleiner Hof genannt. Der größere Hof, der Plattlhof, wurde 1490 an Johann von Paar verkauft und durch Erzherzog Ferdinand von der Untertänigkeit befreit. Johann von Paar nannte den Edelhof „Krottenstein“. 1622 verkaufte sein Nachkomme Rudolf Freiherr von Paar den Hof zusammen mit einigen anderen, im Grazer Feld gelegen Gütern an den Fürsten Johann Ulrich von Eggenberg. Freiherr von Paar zahlte aber nach dem Verkauf ohne sein Wissen die Grundsteuer für die Besitztümer bis ins Jahr 1635 weiter. Nach 1635 wurde der Hof wieder zu einem bäuerlichen Gut und wurde „Lainachhof“ genannt.

Am Anfang des 18. Jahrhunderts erwarb Johann Caspar Mejak den Hof und baute in erneut zu einem Edelhof aus. Seine Witwe verkaufte das Gut 1738 an den Stift St. Lambrecht. Nach der Auflösung des Stiftes im Jahr 1786 ging der Hof in bürgerliche Hände. 1869 kaufte das Land Steiermark das Gut um darin eine landwirtschaftliche Schule unterzubringen.

Literatur

  •  Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark. Leykam, Graz 1995 (Nachdruck von 1961), ISBN 3-7011-7323-0, S. 21.

47.04709315.385997Koordinaten: 47° 2′ 50″ N, 15° 23′ 10″ O