Kunstschau Wien 1908

Die Kunstschau 1908 war eine von der Gruppe um Gustav Klimt und Josef Hoffmann zwischen dem 1. Juni und 16. November 1908 gestaltete Kunst- und Kunsthandwerksausstellung auf dem Gelände des heutigen Wiener Konzerthauses. Die Kunstschau zählte zu der Vielzahl von Veranstaltungen und Festlichkeiten aus Anlass des 60-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef. Sie gilt als bahnbrechendes Ereignis der Wiener Moderne.

Das Ausstellungskomitee um Gustav Klimt stand unter hohem Zeitdruck, entwickelte aber ein konsistentes Programm und organisierte als Ausstellungsgelände im Zentrum Wiens den noch leeren Bauplatz des Konzerthauses. Bei der Gestaltung der Räume wirkten Koloman Moser, Alfred Roller und Carl Otto Czeschka mit. Ausgestellt wurden Werke von etwa 130 Künstlern,darunter Der Kuß von Klimt.

Ausgestellt wurden auch Arbeiten von Mitgliedern der Klimt-Gruppe (Josef Hoffmann, Carl Moll, Wilhelm List, Adolf Hölzel u.a.) und von jungen Talenten wie Oskar Kokoschka, Elena Luksch-Makowsky[1], Max Oppenheimer oder Heinrich Schröder. Der Raum der Wiener Werkstätte sowie der sogenannte „Plakatraum" wurden für eine Gedenkausstellung 2008 rekonstruiert.

Literatur

  • Gustav Klimt und die Kunstschau 1908. Hg. Agnes Husslein-Arco, Alfred Weidinger. München: Prestel Verlag 2008. ISBN 978-3-7913-4225-2

Einzelnachweise

  1. Athina Chadzis: Die Malerin und Bildhauerin Elena Luksch-Makowsky (1878-1967), Biographie und Werkbeschreibung. Dissertation Universität Hamburg 2000, S. 358

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