Napalm Records

Napalm Records
Logo des Labels
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Aktive Jahre seit 1992
Gründer Markus Riedler
Sitz Eisenerz, Österreich
Austin, Vereinigte Staaten
Website http://www.napalmrecords.com
Genre(s) Metal

Napalm Records ist ein österreichisches Plattenlabel mit Sitz in Eisenerz und einer zweiten Niederlassung in Austin. Es wurde 1992 von Markus Riedler gegründet. Die Bands, die das Label vertritt, gehören hauptsächlich dem Metal-Bereich an.

Inhaltsverzeichnis

Unternehmensgeschichte

Firmensitz von Napalm Records in Eisenerz

In der Anfangszeit veröffentlichte Napalm Records Bands aus dem Black-Metal-Umfeld wie Abigor, Summoning, Nåstrond und Ildjarn. Abigors Erfolg finanzierte das Label und steigerte dessen Finanzkraft zunehmend.[1] Nach dem Album Satanized und dem Ende des bestehenden Vertrags trennte sich Abigor von Napalm Records; im Nachhinein äußerte ihr Gitarrist Peter „PK“ Kubik, die Band sei „zu gutgläubig, zu blind“ gewesen und habe sich „zu wenig Gedanken“ gemacht, letztlich seien die Einnahmen dem Label zugekommen, „basierend auf Verträgen/Vereinbarungen welche uns „durch die Finger schaun’‘ lassen“. Die Band ging deshalb gerichtlich gegen Napalm Records vor; Kubik erklärte, sie seien „nicht Geldgeil geworden, aber wir wollen einfach was uns zusteht und uns nicht unter unserem Wert verkaufen, Mr.Napalm sieht das leider anders...“[1]

Im Lauf der Jahre erweiterte das Label sein Repertoire auf Gothic-, Folk-/Viking- und Symphonic Metal. Das Wachstum des Labels und dessen Wechsel zu solchen Bands war auch der Grund für Nåstrond, das Label zu verlassen:

„This was probably the reason why it was impossible to continue with Napalm Records, as our ambition was never to be part of a major commercial conduct, which prevents individual developments. I have not followed their later forms.“

„Dies war der Grund, wieso es unmöglich war, bei Napalm Records weiterzumachen, da unser Ehrgeiz nie darin lag, Teil einer kommerziellen Macht zu sein, welche unabhängige Entwicklungen behindert. Ich bin ihrer späteren Gestalt nicht gefolgt.“

Karl NE: Ancient Ceremonies Nr. 14[2]

Kritik

2007 erschien ein Artikel des Rock-Hard-Magazins, der sich mit dem National Socialist Black Metal befasste. Da das Label in seinem Webshop neben unpolitischen Bands auch offen rechtsextreme führte, fragte das Magazin bei ihm nach; Markus Riedler, Inhaber von Napalm Records, bezeichnete die Fragen als „Frechheit“ und „Rufmord“; er lasse alle Produkte prüfen und habe auch einige abgelehnt; der Webshop werde von einem „echten Metal-Fachmann“ betreut. Gruppen wie Nokturnal Mortum, Infernum, Graveland, Totenburg und Ad Hominem wurden auch zum Redaktionsschluss noch über den Webshop des Labels verkauft, und der Betreuer des Mailorders, Karl Kern, scheint die Querverbindungen innerhalb des rechtsextremen Flügels zu kennen.[3]

Bands (Auswahl)

Ehemalige Bands (Auswahl)

Weblinks

 Commons: Napalm Records – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Vic Vicious: Der Phönix im Napalmbrand. In: A-Blaze Nr. 01, August/September 2007, S. 14f.
  2. Juno Santos: Nåstrond. In: Ancient Ceremonies Nr. 14, S. 10.
  3.  Wolf-Rüdiger Mühlmann: Der rechte Rand im Black Metal. In: Rock Hard. Nr. 241, Juni 2007, S. 60.