Ogris Debris

Ogris Debris ist eine österreichische Band der elektronischen Musik. Das 2005 gegründete Duo besteht aus Gregor Ladenhauf und Daniel Kohlmeigner. Durch ihren 2010 veröffentlichten Track Miezekatze gelangten sie zu internationaler Bekanntheit.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Kohlmeigner und Ladenhauf lernten einander 2003 in Hallein bei Salzburg kennen. Beide experimentierten bereits damals an ihren Laptops mit elektronischer Musik. In verschiedenen Konstellationen mit Musikern absolvierten sie ihre ersten Live-Auftritte mit tanzbarer elektronischer Musik. 2005 entstand der Name Ogris Debris durch ein spontanes Posting („Ogris“) samt Antwort („Debris“) in einem Online-Chat der beiden.[1] Ihre erste Veröffentlichung, G-Thong / Hide Open, erfolgte 2008 beim Münchner Independent-Label Compost Records, wo 2009 auch ihre zweite Platte, Raid The Itch / G-Thong Rmxs, erschien.

Die Kompositionen in den Musikprogrammen und an den Synthesizern entstehen in gemeinsamer Arbeit, für den Gesang ist Ladenhauf zuständig. Vieles entsteht durch spontane Einfälle und Gefühl, so auch Miezekatze, das ursprünglich ohne Vocals als Deep House-Track entstehen hätte sollen.[1] Der Track erschien 2010 beim Label Estrela auf der EP Bobohemian Phatsody, die schon im Titel (mit Verweis auf Bobos) ironisch angelegt ist. Durch das lautmalerisch über den Track gesprochene „Miezekatze“ erreichte der Song rasch Kultstatus in der Clubszene. Im österreichischen Jugendsender FM4 fand der Track gleich in mehreren Sendungen Beachtung und Begeisterung (etwa in der wöchentlichen auf elektronische Musik spezialisierten Radioshow Davidecks und der werktäglichen Remix- und DJ-Sendung Unlimited), der britische Radio-DJ Gilles Peterson (Sendungsgestalter von Worldwide auf BBC Radio 1) spielte den Track ebenfalls und machte das Duo dadurch international bekannt.[2] 2010 waren Ogris Debris in der Kategorie „Electronic/Dance“ für den österreichischen Musikpreis Amadeus nominiert.

Beflügelt durch die positive nationale wie internationale Resonanz (so meinte etwa die Detroiter Techno-Legende Anthony Shakir, dass „die Musik von heute genauso klingen sollte wie Ogris Debris“[2]) erschien noch 2010 die zweite EP, Aery, dieses Mal beim Wiener Label Affine Records, wo musikalische Artgenossen wie JSBL, Dorian Concept, The Clonious und Cid Rim unter Vertrag stehen.

Einflüsse und Markenzeichen

Die Einflüsse von Ogris Debris sind äußerst vielfältig. Dazu gehört Musik unterschiedlichster Genres, von Funk über Jazz zu Rock, von Hip Hop bis Electronica wie etwa Autechre, Aphex Twin, Nine Inch Nails, Jimi Hendrix, Miles Davis, Michael Jackson oder Prince.[2]

Durch das Samplen des Ausklangs des Effektgeräts Roland „Space Echo“ (Roland RE-201, vgl. englischsprachiger Wikipedia-Artikel) erhalten Veröffentlichungen von Ogris Debris einen hohen Wiedererkennungswert. Dieser ihnen eigene Sound wurde so zu ihrem Markenzeichen.[2]

Veröffentlichungen

  • 2008: G-Thong / Hide Open (12"), Compost Records
  • 2009: Raid The Itch / G-Thong Rmxs (12"), Compost Records
  • 2010: Bobohemian Phatsody (EP), Estrela
  • 2010: Aery (12", EP), Affine Records
  • 2010: Salty Womb (12"), Rotary Cocktail Recordings
  • 2011: "on a salty planet / Hans Staudinger Rmxs" (12"), Houztekk records

Einzelnachweise

  1. a b Einfall für zwei. The Gap, Nr. 112, 2010
  2. a b c d music austria: Porträt: Ogris Debris Music Information Center Austria, 16. August 2010

Weblinks