Otto von Lonsdorf

Otto von Lonsdorf (* ca. 1200; † 1265) war Bischof von Passau.

Leben

Er ist vermutlich an der Passauer Domschule ausgebildet worden. Zum ersten Mal urkundlich belegt ist er im Jahr 1240 als Kaplan im Gefolge des Passauer Bischofs Rudiger. 1242 wurde er in das Domkapitel von Passau aufgenommen. Bevor er 1254 Bischof von Passau wurde, ist er als Archidiakon des Bistums belegt. In seine Amtszeit fallen der gegen Bayern gerichtete Linzer Vertrag mit König Ottokar II. von Böhmen (1257), die Münzreform von 1260, der erneute Ausgleich mit Bayern 1262 und das "Ilzstadtweistum" 1265. Er ist im Stephansdom in Passau beigesetzt.

Bekannt ist Otto von Lonsdorf auch durch das von ihm angeregte Kopialbuch, den "Codex Lonsdorfianus" (BayHStA München HL Passau 3), das zahlreiche wichtige Quellen zur mittelalterlichen Geschichte auch jenseits der Diözese überliefert (u.a. die Raffelstettener Zollordnung von 903/905).

Literatur

  • Josef Breinbauer: Otto von Lonsdorf. Köln 1992
  • Ulrich Schmid: Otto von Lonsdorf Bischof zu Passau. Würzburg 1903
  • Franz Xaver Kohler: Otto von Lonsdorf, Fürstbischof von Passau : (1254 - 1265). Burghausen, 1902 (Digitalisat der ULB Düsseldorf)

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Berthold von Pietengau Bischof von Passau
12541265
Wladislaw von Schlesien