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vom 19.11.2018, aktuelle Version,

Otto von Lonsdorf

Otto von Lonsdorf (* ca. 1200; † 1265) war Bischof von Passau.

Leben

Otto war der Sohn des Passauer Ministerialen Heinrich von Lonsdorf und ist vermutlich an der Passauer Domschule ausgebildet worden. Zum ersten Mal urkundlich belegt ist er im Jahr 1240 als Kaplan im Gefolge des Passauer Bischofs Rudiger. Im gleichen Jahr war er vermutlich Pfarrer in Linz. 1242 wurde er in das Domkapitel von Passau aufgenommen. Bevor er 1254 Bischof von Passau wurde, ist er als Archidiakon des Bistums belegt. In seine Amtszeit fallen der gegen Bayern gerichtete Linzer Vertrag mit König Ottokar II. von Böhmen (1257), die Münzreform von 1260, der erneute Ausgleich mit Bayern 1262 und das Ilzstadtweistum 1265. Er wurde im Stephansdom in Passau beigesetzt, sein Grab wurde jedoch beim Stadtbrand von 1662 zerstört.

Codex Lonsdorfianus

Bekannt ist Otto von Lonsdorf vor allem durch das von ihm angelegte Kopialbuch (Codex Lonsdorfianus), das bis ins 15. Jahrhundert fortgeschrieben wurde.[1] Der Codex Lonsdorfianus umfasst Kopien von Urkunden aus der Zeit von 504 bis 1455 und sollte die Rechte und den Besitzstand der Passauer Kirche erfassen und sichern. Das Urkundenbuch überliefert zahlreiche wichtige Quellen zur mittelalterlichen Geschichte auch jenseits der Diözese (u. a. die Raffelstettener Zollordnung). Der Codex wird im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München mit der Bezeichnung HL Passau 3 aufbewahrt.

Auswahl der im Codex Lonsdorfianus erfassten Dokumente:

Literatur

Einzelnachweise

  1. Ludwig Edlbacher: Die Entwicklung des Besitzstandes der bischöflichen Kirche von Passau in Oesterreich ob und unter der Enns vom 8. bis zum 11. Jahrhundert. In: Beiträge zur Landeskunde von Oesterreich ob der Enns. Linz 1870, S. 10, online (PDF) im Forum OoeGeschichte.at