Pauliberg

Pauliberg
Der Pauliberg aus der Ferne gesehen

Der Pauliberg aus der Ferne gesehen

Höhe 761 m ü. A.
Lage Burgenland (Österreich)
Geographische Lage 47° 35′ 5″ N, 16° 20′ 21″ O47.58472222222216.339166666667761Koordinaten: 47° 35′ 5″ N, 16° 20′ 21″ O
Pauliberg (Burgenland)
Pauliberg
Typ Erloschener Vulkan
Gestein Basalt

Der Pauliberg (ungarisch: Pál-hegy) ist der jüngste der erloschenen Vulkane von Österreich. Er liegt im mittleren Burgenland - im Übergangsbereich der Ostalpen zur pannonischen Tiefebene - im Bezirk Oberpullendorf, etwa halbwegs zwischen den Orten Kobersdorf und Landsee (bei Sankt Martin) und ist ein Teil der transdanubischen Vulkanregion. Die Gipfelregion bietet eine beeindruckende Fernsicht in alle Richtungen, wird allerdings langsam von fortschreitenden Abbau „angenagt“.

Am Nordrand des Gipfelplateaus befindet sich ein großer Basalt-Steinbruch mit besonders hartem Gestein und einigen anderen Mineralien-Vorkommen. Der Berg liegt mitten im Naturpark Landseer Berge, unweit der Burgruine Landsee. Diese größte Wehranlage Mitteleuropas wurde im 12. Jahrhundert erbaut und diente während der Türkenkriege als Waffenarsenal und Schutzburg der Bevölkerung, verfiel aber nach 1710. Heute wird die gesamte Umgebung für den Tourismus, durch Open-Air-Veranstaltungen und durch Lehrpfade wiederbelebt.

Inhaltsverzeichnis

Geologie

Der Pauliberg-Vulkanismus begann vor etwa 20 Millionen Jahren, reichte bis ins Pliozän und hängt mit der alpiden Gebirgsbildung zusammen. Damals hatte sich die Afrikanische Kontinentalplatte unter die Europäische Platte geschoben, wodurch das Gestein im Untergrund schmolz und als Magma zur Erdoberfläche hochstieg (ähnliche Vorgänge treten bis heute an den Subduktions-Zonen rings um den Pazifik auf). In einer Lavazunge ist eine Höhle, die „Vierlöcherhöhle“, eingebettet. Diese Besonderheit ist die einzige sekundäre Basalthöhle des Burgenlandes.

Die Basaltkuppe durchbricht die Folge von Wechselgesteinen und liegt somit als einziger in der Kette pliozäner Vulkanberge des Alpenostrands auf dem Kristallin auf. Die um Landsee vorkommenden Wechselgesteine bilden den Ostteil des „Wiesmather Fensters“. Der Pauliberg und seine Umgebung (Landseer Bucht) sind geologisch untersucht.[1]

Siehe auch

Basaltbombe im Museumspark in Mödling

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Friedrich Kümel: Vulkanismus und Tektonik der Landseer Bucht im Burgenland. Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt. 86. Band Wien 1936. Seiten 203-235. (PDF)