Pfaffenberg (Wien)

Pfaffenberg
Der Pfaffenberg, gesehen vom Hackenberg

Der Pfaffenberg, gesehen vom Hackenberg

Höhe 415 m ü. A.
Lage Wien, Österreich
Gebirge Wienerwald
Geographische Lage 48° 15′ 34″ N, 16° 18′ 31″ O48.25944444444416.308611111111415Koordinaten: 48° 15′ 34″ N, 16° 18′ 31″ O
Pfaffenberg (Wien) (Wien)
Pfaffenberg (Wien)

Der Pfaffenberg (auch Pfaffenkogel genannt) ist ein 415 Meter hoher Berg im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Pfaffenberg liegt nordöstlich des Neubergs und südlich des Latisbergs im Döblinger Bezirksteil Sievering. Der Berg liegt in einem nordöstlichen Ausläufer der Ostalpen, und ist geologisch der Flyschzone zugehörig, die aus Sandstein, Mergel und Tonstein zusammengesetzt ist.

Geschichte

Der Pfaffenberg wurde erstmals 1340 in Zusammenhang mit seiner Lage in Obersievering urkundlich genannt ("ze Obern Sufrigen an dem Pfaffenberge"). Der Name stammt vom althochdeutschen Pfaffe. Am Pfaffenberg liegt auch der Himmel, der früher ein Gutshof und eine Gaststätte und zunächst in geistlichem Besitz war. (Nicht zu verwechseln mit dem Himmelhof.) 1784 wurde das Anwesen von Hofrat Binder von Kriegelstein erworben, der dort ein kleines Schloss errichten ließ. Sein Nachfolger legte auch einen Park an, der später landwirtschaftlich genutzt wurde. Im 19. Jahrhundert errichtete schließlich der Kaufmann von Sothen am südlichen Abhang des Berges die Sisi-Kapelle.

Lebensbaumkreis

Lebensbaumkreis am Himmel

Heute ist der Himmel vor allem als Ausflugsziel der Wiener beliebt. 1997 ließ das Kuratorium Wald am Himmel einen sogenannten Lebensbaumkreis errichten. Dieser besteht aus vierzig kreisrund angepflanzten Bäumen, deren (teilweise irriger) botanischer Steckbrief und angebliche Bedeutung für den Menschen im Rahmen des sogenannten keltischen Baumhoroskops auf einer Tonstele beschrieben werden. Der Baumkreis wird im Nordwesten von quadratisch behauenen Baumstämmen umrahmt, die wie ein Segment eines Amphitheaters wirken und als Sitzplätze dienen. Zur wissenschaftlichen Problematik (botanisch und völkerkundlich) dieses „keltischen Baumkreises“ siehe auch bei Birkhan.[1][2]

In nächster Nähe befindet sich das „Oktogon am Himmel“, eine oktogonale Holzhütte mit Glasfronten, in der ein kleines Restaurant mit Blick auf die Stadt untergebracht ist.

Panorama von Wien vom „Himmel“ aus gesehen (2005)

Literatur

  • Karl Kothbauer: Döbling – und seine Ried- und Flurnamen. Dissertation Wien 2001.

Einzelnachweise

  1. Helmut Birkhan: Beobachtungen zum mystischen Keltenbild besonders in Österreich. Referat bei der Kelten-Tagung in Hallein 2010, S. 7 f.
  2. Helmut Birkhan: Nachantike Keltenrezeption. S. 586, Anm. 3.