Pfarrkirche Salzburg-Itzling

Pfarrkirche Itzling

Die Pfarrkirche zum Hl. Antonius von Padua ist eine römisch-katholische Pfarrkirche in der Itzling, einem Stadtteil von Salzburg. Die Stadtpfarre Salzburg-Itzling gehört zum Stadtdekanat Salzburg des Erzbistums Salzburg. Sie steht unter Denkmalschutz. Die Pläne des neoromanischen Baus stammen von dem Architekten Jakob Ceconi.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Kirchturm

Pfarrlich (auch politisch 1848–1935) gehörte der kleine Ort Itzling zu Gnigl, das eine Pfarrkuratie des Domkapitels war, ab 1857 Pfarrei.

Der Bau der St. Antonius-Kirche wurde 1901 nach den plänen von Jakob Ceconi begonnen, nachdem durch den großen Zuzug die Bewohner der vielen Neubauten wiederholt nach einem kirchlichen Zentrum verlangt hatten. Der Platz abseits der lauten Itzlinger Hauptstraße und nächst dem heutigen Veronaplatz schien für den Kirchenbau ideal. Finanziert wurde der Kirchenbau durch großzügige Spenden von Kaiser Franz-Joseph, Erzbischof Johannes Baptist Katschthaler und dem Salzburger Rupertusverein. Nach ihrer Fertigstellung im Jahr 1903 wurde die Kirche im Rahmen eines großen Gemeindefestes am 11. Oktober 1903 von Erzbischof Katschthaler dem heiligen Antonius von Padua geweiht.
Die neue Kirche war für die Ortentwicklung so bedeutend, dass das Dreieck zwischen Itzlinger Hauptstraße und Kirchenstraße bis heute Itzlinger Kirchenviertel heißt, nicht, weil es alter Ortskern ist, sondern um die Kirche entstanden ist.

1904 bis 1912 war Itzling eine Pfarrexpositur der Pfarre Gnigl, seither ist die Kirche eine eigene Pfarrkirche.

Vom Ende des Fürsterzbistums 1803 gehörte das Gebiet zum Stadtdekanat Salzburg, die Pfarre Itzling bis 1979 zum Dekanat Bergheim, bis 2011 zum Dekanat Salzburg-Ost, dann wurde das umfassende Stadtdekanat wieder errichtet, und Itzling dem Pfarrverband Salzburg-Itzling – Salzburg-St.Andrä – Salzburg-St.Elisabeth – Salzburg-St.Severin zugeteilt (PV 2, Nordosten der Stadt, Itzling, Elisabeth-Vorstadt, Schallmoos, Langwied, Gnigl-Nord).[1]

Pfarrer ist seit 1990 Stadtpfarrer Ernst Pöttler.[2]

Baubeschreibung

Innenraum

Für die Planung und Ausführung der im historisierenden Stil einer romanischen Basilika (Neoromanik) errichteten Kirche zeigten sich Jakob Ceconi als Baumeister, und Karl Pirich als Architekten verantwortlich.

Die Kirche besitzt ein hohes Mittelschiff mit hölzerner Kassettendecke und doppelbogigen Fenstern, Obergaden, eine runde Apsis, und einen der Apsis seitlich angestellten Kirchturm mit gestufen Etagen und steilem Pyramidendach.

Zu den vier Glocken gesellte sich vorübergehend auch ein kleines cyrillisches Glöckchen, das 1945 verwaist auf dem Salzburger Hauptbahnhof gefunden worden war. Es befindet sich seit 1992 aber in der Georgskirche auf der Festung Hohensalzburg.

Im Jahre 2010 erhielt die Kirche eine von Rieger Orgelbau errichtete neue Orgel mit 31 klingenden Registern auf zwei Manualen und Pedal.[3]

Literatur

  • Römisch-katholisches Pfarramt St. Antonius (Hrsg.): 100 Jahre St. Antonius Salzburg-Itzling – Wandel vom Dorf zum Stadtteil. Festschrift, 12. Oktober 2003, Salzburg 2003.

Weblinks

 Commons: Pfarrkirche Salzburg-Itzling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise

  1. VO 31/2011 Auflösung der Dekanate in der Stadt Salzburg – Errichtung des Stadtdekanates.
    VO 32/2011 Stadt Salzburg: Dekret zur Einteilung in Pfarrverbände.
    Vorlage:§§/Wartung/alt-URL

    beide Verordnungsblatt der Erzdiözese Salzburg (VOBL) Nr. 4, April 2011, S. 40 ff (pdf, kirchen.net)
  2. Ansprechpersonen, pfarre-itzling.at
  3. Johannes Holztrattner (Red.), Römisch-katholisches Pfarramt St. Antonius (Hrsg.): Die neue Rieger-Orgel in der Stadtpfarrkirche zum Hl. Antonius in Salzburg-Itzling. Festschrift zur Weihe der neuen Orgel am 13. Juni 2010. Salzburg 2010.
    Itzling erhält eine neue Orgel, pfarre-itzling.at (pdf)

47.82428813.047115424Koordinaten: 47° 49′ 27,4″ N, 13° 2′ 49,6″ O