Reinhold Lopatka

Reinhold Lopatka (Wien 2008)

Reinhold Lopatka (* 27. Jänner 1960 in Vorau, Steiermark) ist ein österreichischer Politiker der ÖVP und derzeit Staatssekretär im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Im Jahr 1982 promovierte Lopatka nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Theologie an der Universität Graz zum Doktor iuris. Schon in seiner Jugend- und Studienzeit in verschiedenen ÖVP-Schüler- und Studentenvereinen aktiv, wurde er schließlich 1986 in den Steirischen Landtag gewählt.

Von 1993 bis 2001 war Lopatka steirischer ÖVP-Landesgeschäftsführer. 2002 schließlich managte er für die Bundes-ÖVP den Nationalratswahlkampf. Bei der Nationalratswahl 2002 gewann die ÖVP deutlich an Stimmen (15,2 % mehr als 1999) und wurde wieder mandatsstärkster Klub im Nationalrat. Wolfgang Schüssel, damaliger Bundesparteiobmann der ÖVP, holte nach diesem Wahlsieg Lopatka in die Bundespartei und ernannte ihn 2003 zum Generalsekretär der ÖVP. Im selben Jahr wurde er als Abgeordneter in den Nationalrat gewählt. In die Bundesregierung Gusenbauer (2007/2008) wurde er von der ÖVP als Staatssekretär im Bundeskanzleramt entsandt, und betreute das Ressort Sport in die darauf folgende Bundesregierung Faymann als Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen. Im Zuge der Regierungsumbildung im April 2011 anlässlich des gesundheitsbedingten Rücktrittes des ÖVP-Vorsitzenden und Vizekanzlers Josef Pröll schied er unter dessen Nachfolger Michael Spindelegger aus dem ÖVP-Regierungsteam aus. Er nahm sein Nationalratsmandat wieder ein und ersetzte dabei Jochen Pack. Im Oktober 2011 wurde er außenpolitischer Sprecher seiner Partei. Seit dem 11. September 2012 ist er, in Nachfolge von Wolfgang Waldner, der als Landesrat nach Kärnten wechselte, als Staatssekretär im Außenmimisterium Mitglied der Bundesregierung Faymann.[1] Sein Nachfolger als Abgeordneter im Nationalrat wurde wiederum Jochen Pack.

Kritiker werfen Lopatka vor, durch zahlreiche Weiterbildungsaufenthalte bei republikanischen Bildungseinrichtungen in den Vereinigten Staaten zu einem österreichischen Meister in "Dirty-Campaigning" (zu deutsch: "Schmutziger Wahlkampf"; "Schmutzkübelkampagnen") und Diffamierung politischer Gegner geworden zu sein. Lopatka selbst verwahrt sich dagegen, Dirty-Campaigning zu betreiben.

Auszeichnungen (Auszug)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Lopatka: Der Marathonmann kehrt in die Regierung zurück, DiePresse.com, 22. August 2012. Abgerufen am 22. August 2012.
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952