Salzburger Adventsingen

Das Salzburger Adventsingen ist eine alljährliche musikalische Veranstaltung im Advent in der Stadt Salzburg. Die Veranstaltung wird jährlich von etwa 40.000 Menschen besucht.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1946 wird das Salzburger Adventsingen von Tobi Reiser d. Ä. mit Sängern und Musikanten in einem Gesellschafterheim begründet. Erste Texte stammen von Annette Thoma aus Bayern. 1950 übersiedelt die Veranstaltung, organisiert in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Heimatwerk und der Salzburger Heimatpflege (heute Referat Volkskultur der Landesregierung), aus Platzgründen in den Kaisersaal der Salzburger Residenz. Neben Tobi Reiser und seinen Musikanten wirken Volkslied-Singgruppen und der von Sepp Dengg gegründete Salzburger Volksliedchor mit. 1952 wird die Veranstaltung auf Grund großen Publikumsandranges in die Große Aula der Universität Salzburg verlegt. Eine aufgenommene Novität bilden die Lesungen des Dichters Karl Heinrich Waggerl. 1960 wird Tobi Reiser von Landeshauptmann Josef Klaus eingeladen, mit dem Salzburger Adventsingen in das neu erbaute Großes Festspielhaus zu übersiedeln, in dem bis heute die alljährlichen Aufführungen stattfinden.

Nach dem Tod von Tobi Reiser d. Ä. im Jahre 1974 übernimmt Tobias Reiser d. J. die künstlerische Gesamtleitung des Salzburger Adventsingen. Veranstalter ist das Salzburger Heimatwerk. In seiner Ära werden die Inszenierungen szenisch und musikalisch weiter entwickelt und vertieft. Prof. Tobias Reiser stirbt im Jahre 1999.

Die Vorstandskollegen Reisers vom Salzburger Heimatwerk, Hans Köhl und Stefan Sperr übernehmen als Veranstalter die Leitung des Salzburger Adventsingens. Hans Köhl wird die Gesamtverantwortung übertragen.

Heute besuchen rund 40.000 Besucher die alljährlich neu inszenierten Aufführungen im Großen Festspielhaus.

Gesamtleitung

Inszenierungen

  • 1963: erstmals Einbindung einer zeitgenössischen Komposition, einer Kantate von Anton Dawidowicz
  • 1964: Kantate Die Wölfe werden bei den Lämmern wohnen von Wilhelm Keller
  • 1975: Siezenheimer Herbergssuche
  • 1980: Neue Bühnengestaltung – Bühnenbild, Projektionen und Licht: Siegwulf Turek, Regie: Tobias Reiser
  • 1986–1988: A Liacht is aufkemma – Musik: Wilhelm Keller, Bühne, Licht und Projektionen: Siegwulf Turek, Buch: Rolf Bengert und Tobias Reiser, Regie: Tobias Reiser
  • 1989–1991, 1995: Sonst Bliebe es ein Traum – Musik: Klemens Vereno, Bühnenbild, Licht und Projektionen: Siegwulf Turek, Buch und Regie: Tobias Reiser
  • 1992–1994: Das ist die stillste Zeit im Jahr
  • 1996–1998: Es ward der Engel Gabriel – Musik: Wilhelm Keller, Bühnenbild, Licht, Projektionen: Siegwulf Turek, Buch und Regie: Tobias Reiser
  • 1999–2000: Då håt vor dem Ståll der Äpfibam bliaht – Musik: Shane Woodborne, Bühnenbild, Licht, Projektionen: Siegwulf Turek, Buch: Tobias Reiser (1999), Charly Rabanser (2000)Gesamtleitung: Hans Köhl und Stefan Sperr, Veranstalter: Salzburger Heimatwerk
  • 2001–2002: Siehe, ich bin des Herrn Magd – Musik: Shane Woodborne, Gesamtleitung: Hans Köhl und Stefan Sperr, Veranstalter: Salzburger Heimatwerk
  • 2003–2004: ... denn Gott ist die Liebe – Musik: Peter Wesenauer, Text: Uli Brée, Charly Rabanser, Gesamtleitung: Hans Köhl und Stefan Sperr, Veranstalter: Salzburger Heimatwerk
  • 2005: Sonst bliebe es ein Traum – Musik: Klemens Vereno, Dirigent: Herbert Böck, Bühnenbild, Projektionen, Licht: Dietmar Solt, Inszenierung: Charly Rabanser, Gesamtleitung: Hans Köhl und Stefan Sperr, Veranstalter: Salzburger Heimatwerk
  • 2006: Zum 60-Jahr-Jubiläum: Jetzt fangen wir zum Singen an – Musik: Klemens Vereno, Dirigent: Herbert Böck, Bühnenbild, Projektionen, Licht: Dietmar Solt, Inszenierung: Charly Rabanser, Gesamtleitung: Hans Köhl und Stefan Sperr, Veranstalter: Salzburger Heimatwerk
  • 2007: Da hat vorm Stall der Äpfibam bliaht – Musik: Shane Woodborne, Dirigent: Herbert Böck, Bühnenbild, Projektionen, Licht: Dietmar Solt, Inszenierung: Charly Rabanser, Gesamtleitung:Hans Köhl und Stefan Sperr, Veranstalter:[Salzburger Heimatwerk]
  • 2008: Sie haben uns a Botschaft bracht von einer Stillen, Heil'gen Nacht! – Musik: Klemens Vereno, Dirigent: Herbert Böck, Bühnenbild, Projektionen, Licht: Dietmar Solt, Inszenierung: Charly Rabanser, Gesamtleitung: Hans Köhl und Stefan Sperr, Veranstalter: Salzburger Heimatwerk
  • 2009:"Maria": Musik:Shane Woodborne, Dirigent:Herbert Böck, Textbuch und Schauspielregie:Charly Rabanser, Kostüme und Masken:Hellmut Hölzl, Bühnenbild und Projektionen:Dietmar Solt, Textbuch und Schauspielregie:Charly Rabanser, Gesamtleitung:Hans Köhl und Stefan Sperr, Veranstalter:[Salzburger Heimatwerk]
  • 2010: "Wer klopfet an" Musik:Klemens Vereno, Dirigent:Herbert Böck, Schauspiel-und Lichtregie: Veronika Pernthaner, Kostüme und Masken: Hellmut Hölzl, Bühnenbild und Projektionen: Dietmar Solt, Textbuch: Hans Köhl, Gesamtleitung: Hans Köhl und Stefan Sperr, Veranstalter: Salzburger Heimatwerk

Weblinks