Schloss Thörl

Das Schloss Thörl liegt in Thörl am Thörlbach und der Mariazeller Straße nördlich von Bruck an der Mur in der Steiermark (Österreich) auf ca. 630 m ü. A.

Geschichte

Urkundlich wurde erstmals 1345 von einer befestigen Straßensperre berichtet. Im 15. Jahrhundert wurde durch das Stift St. Lambrecht eine Wehranlage, die gleichzeitig als Straßensperre diente, errichtet. Vom 17. bis 19. Jahrhundert erfolgte der Aus- und Umbau der Anlage zu einem Schloss beziehungsweise herrschaftlichen Gewerkensitz.

Die Erweiterung zum Gewerkensitz und Schloss begann ab 1450 unter Peter Pögel und schient mit Sebold I. Pögel beendet zu sein. Die Jahreszahl 1510 am Torturm deutet darauf hin. Die Barbarakapelle wurde bereits bis 1469 vollendet. Um 1630 ließ Jörg von Klingendraht an den Nordost-Trakt den älteren Teil des Osttraktes an den bestehenden Bau von Pögel. Franz Gasteiger, der seit ca. 1740 Gewerke am Thörl war, erweiterte das Schloss erheblich, starb aber bereits 1747 - doch seine Witwe Anna Maria Gasteiger vollendete den Umbau. Es entstanden ein Anbau an den Osttrakt und eine Verbindung zur erneuerten Barbarakapelle. Josef Karl Gasteiger beauftragte 1767 Josef A. von Mölck, die Südfront des mit Fresken zu verzieren.

In den Jahren 1871 und 1872 wurde die bis dahin durch das Schloss führende Mariazellerstraße verlegt. Dadurch wurde das Abbrechen einiger Nebengebäude und Änderungen am Turm notwendig.

Das Schloss befindet sich heute im Besitz einer Familienstiftung und wurde Anfang der 1980er Jahre mit sachkundiger Unterstützung des Bundesdenkmalamtes umfassend restauriert.

Schlosskapelle

Unmittelbar südwestlich wurde die Schlosskapelle errichtet und spätestens 1469 fertiggestellt. Mitte des 18. Jahrhundert wurde anstelle der alten eine neue Kapelle errichtet. Sie ist der hl. Barbara, der Schutzheiligen der Bergleute, geweiht.

Weblinks

47.51662515.219963888889Koordinaten: 47° 31′ 0″ N, 15° 13′ 12″ O