Stemmeisen & Zündschnur

Stemmeisen & Zündschnur
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Allgemeine Informationen
Genre(s) Neue Volksmusik
Gründung 1976
Website www.stemmschnur.at
Aktuelle Besetzung
"Zündschnur" Ulrich "Ulli" Troy
"Stemmeisen" Hermann Stadelmann
Rolf Aberer (ab 1990)
Evelyn Fink-Mennel (ab 1991)
Isabella Fink (ab 2006)
Michael "Mike" Moosbrugger ("Sattlars Mike") (ab 2006)

Stemmeisen & Zündschnur (st&z) sind eine Vorarlberger bzw. Bregenzerwälder Musikgruppe im Genre der neuen Volksmusik.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gründungsjahre

Gegründet wurde die Band eher zufällig bei einem Englandaufenthalt der beiden Gründungsmitglieder Hermann Stadelmann und "Ulli" Ulrich Troy. Nach einem ersten wilden Auftritt in einem Pub in Billericay, Essex, wo die beiden englische und auch Lieder im Bregenzerwälder Dialekt sangen, wobei nach Behauptung von Stadelmann die Gäste dies für einen ganz alten keltischen Dialekt hielten, fanden sie Gefallen an dieser Zweierkonstellation und beschlossen die Gründung der Band.

Ein Name war rasch gefunden. Bei seinen frühen nächtlichen Streifzügen wurde Hermann von einem Bekannten oft mit „He, du altes Stemmeisen, lebst du noch?" begrüßt, weshalb ihm dieser Name blieb. Ein passender Name für Troy wurde dann kurzerhand "wahrscheinlich bei einem Reise- und Kreativachtele im ehemaligen Gasthof Engel"[1] gefunden. Im Jahre 1977 folgten einige Auftritte in lokalen Gasthöfen und Festveranstaltungen und im Herbst '77 nahmen die beiden ihre erste Musikkassette mit dem Namen "à Wäldarfise", zu deutsch, ein (Bregenzer-)Wälder Fest, auf. Es wurden hauptsächlich bekannte Melodien mit Mundarttexten hinterlegt.

Erste Pause von 1978 bis 1990

Aufgrund der Lehrtätigkeit der Bandmitglieder an der Musikschule und, bzw. am Gymnasium in Egg beendeten sie mit Schulbeginn 78/79 vorerst ihre Musikerkarriere. In den folgenden zwölf Jahren gab es nur äußerst vereinzelte Auftritte bei lokalen Veranstaltungen.

Comeback mit "Allad no a Fise?" 1990

Auf Drängen eines Freundes der Band, Ulrich Gabriel, wurden 1990 die dichterisch-musikalischen Tätigkeiten wieder aufgenommen. Rolf Aberer, Leiter des Jazzseminar Dornbirn, gesellte sich als Bassist und Arrangeur zur Band hinzu. Im Mai wurde endlich die neue MC "Allad no a Fise?" (Immer noch ein Fest?) präsentiert. Es folgte eine erste Tournee im Bregenzerwald mit lokalen Dichterbekanntheiten. Auch ein Auftritt in Vorarlberg Heute wurde zur Veröffentlichung ausgestrahlt. 1991 fanden auch erste Konzerte außerhalb des Bregenzerwaldes statt. Die sogenannte "1. Ländlertournee" umfasste sechs Konzerttermine im österreichischen Rheintal. Schon im November '91 erschien der nächste Tonträger, erstmals in CD-Format mit dem Titel D & d, drübor & drundor (darüber & darunter). Auf dieser CD war auch der sogenannte "erste Bregenzerwälder Rap" zu finden. Der ORF drehte zur Präsentation einen Videoclip. Die Tournee verlief mit Unterbrechungen von November '91 bis September '92 wobei im Juni auch ein erstes Konzert in der Bundeshauptstadt Wien stattfand. Im April 1993 erschien die CD/MC "Göbol- und Gomarleodor" (Kinder- und Wiegenlieder), welche eine weitere Tour mit 19 Konzerten nach sich zog. In den folgenden Jahren spielten st&z einige Konzerte im deutschsprachigen Raum und präsentierten im Oktober '95 ihre vorerst letzte Produktion mit dem Namen "Wälder wollt ihr ewig singen?". Im Oktober des Folgejahres spielten sie ihr Abschlusskonzert.

Zweite Pause von 1996 bis 2005

Die zweite Pause dauerte, darüber scherzte die Band nach dem erneuten Comeback, "nur 10 Jahre". Sie wurde im September 2005 beendet, als st&z an einem Benefizkonzert zugunsten der Opfer der Hochwasserkatastrophe 2005 teilnahmen und begeistert umjubelt wurden.

Wiedervereinigung 2006

Im Frühjahr erschien schließlich eine neue Produktion, die erstmals in der aktuellen Besetzung aufgenommen wurde und, im Gegensatz zu den älteren Werken, nur aus Eigenkompositionen bestand. Der Titel der CD lautete schlicht "jo", was als Antwort auf den Vorgänger "Wälder wollt ihr ewig singen?" zu interpretieren war. Die Comebacktournee führte die Mitglieder über die Landesgrenzen hinaus nach Deutschland und umfasste 34 Termine, die zumeist restlos ausverkauft waren. 2008 erschien dann die erste Best-Of-'live-CD', die eine erneute Tour nach sich zog. Im gleichen Jahr erschien auch ihre siebte CD mit dem Namen "dia Sibt" (die Siebte). Nach einer weiteren Tour verkündete die Band eine weitere Pause, die aber "aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht mehr so lange dauern sollte bzw. könne wie die vorigen Beiden".

Dritte Pause seit 2009

Nach dem Abschlusskonzert wurde auf der Homepage der Band verlautbart, dass 2010 zwei Konzerte in Urbesetzung stattfinden würden. Eine Wiederholung ist wiederum geplant für das Frühjahr 2012. Ulrich Troy hat inzwischen eine zweite Band mit dem Namen Kleaborar Bahnteifl gegründet, mit der er ebenfalls schon fünf erfolgreiche Touren absolviert hat. 2012 erschien – in Zusammenarbeit mit der renommierten Bregenzerwälder Firma CAPO – ein Videoclip zum "Beckotobol Goscht", einer Coverversion von "the Yodeling Ghost" von Patsy Montana mit Bregenzerwälder Text.

Diskografie

Studioalben

  • 1977: à Wäldarfise (MC)
  • 1990: Allad no a Fise ? (MC)
  • 1991: D & d (Drübor und drundor)
  • 1993: Göbol- und Gomarleodor
  • 1995: Wälder, wollt ihr ewig singen?
  • 2006: jo
  • 2008: dia Sibt

Live-Alben

  • 2008: bes(ch)t of st&z

DVD

  • 2006: dor Schluchohund

Gedicht

  • 2008: Hildegard, I will di gad (Aufnahme "Mike")

Videos

  • 1990: D&d [2]
  • 2006: a Stund a Tag a Johr [3]
  • 2006: dor Schluchohund [4]
  • 2009: Gemmor no an Reiseachtl; Bayr. Fernsehen - Bei uns dahoam [5]
  • 2012: dor Beckotobol Goscht [6]
  • 2012: The Making-of ... dor Beckotobol Goscht [7]

Auszeichnungen

  • 1992: Förderungsgabe des Landes Vorarlberg [8]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bandgeschichte
  2. D&d - Videoclip
  3. a Stund a Tag a Johr - Videoclip
  4. dor Schluchohund - Videoclip
  5. Gemmor no an Reiseachtl - Bei uns dohoam
  6. dor Beckotobol Goscht - Videoclip
  7. The Making-of ... dor Beckotobol Goscht - Videoclip
  8. Förderungsgabe des Landes Vorarlberg