Tübinger Hütte

Tübinger Hütte
DAV-Hütte Kategorie I
Die Tübinger Hütte im Abendlicht
Die Tübinger Hütte im Abendlicht
Lage Hinteres Garneratal; Bundesland Vorarlberg, Österreich; Talort: Gaschurn
Gebirgsgruppe Silvretta
Geographische Lage 46° 54′ 42″ N, 10° 0′ 12″ O46.91166666666710.0033333333332191Koordinaten: 46° 54′ 42″ N, 10° 0′ 12″ O
Höhenlage 2191 m ü. A.
Tübinger Hütte (Vorarlberg)
Tübinger Hütte
Besitzer DAV-Sektion Tübingen
Erbaut 1908
Hüttentyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Anfang Juli bis Ende September
Beherbergung 40 Betten, 79 Lager, 20 Notlager
Winterraum 12 Lager
Weblink www.dav-tuebingen.de
Hüttenverzeichnis OeAV DAV

Die Tübinger Hütte ist eine Alpenvereinshütte in der Silvretta-Berggruppe in Österreich. Das alpine Schutzhaus der 1. Kategorie liegt auf 2191 m im hinteren Garneratal und gehört der Sektion Tübingen des Deutschen Alpenvereins (DAV).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Fünfzehn Jahre nach Gründung der Sektion Tübingen am 4. März 1891 wurde 1906 unter der Leitung von Professor Bohnenberger ein Arbeitsausschuss für den Hüttenbau gebildet und Ende des Jahres der Hüttenbau beschlossen. Mit der Wahl des Standorts im hinteren Garneratal bei Gaschurn im Montafon sollte eine Verbindung zwischen der Silvretta und dem Rätikon ermöglicht und der Übergang erleichtert werden. Die für 19.000 Kronen erbaute Hütte wurde am 19. August 1908 eingeweiht und bot Unterkunft für 50 Personen.

In den Jahren 1910 und 1928 wurde die Hütte durch Staublawinen stark beschädigt, in den beiden Weltkriegen war sie für Wanderer und Bergsteiger gesperrt und diente als Stützpunkt für militärische Grenzwachen und Zollbehörden.

Mit der Wiedereröffnung wurde die Tübinger Hütte bis 1954 vom Österreichischen Alpenverein betreut. Durch den sogenannten Hüttenbestandsvertrag mit Österreich kam die Hütte 1956 als uneingeschränktes Eigentum zurück an die Tübinger Sektion. Seit dem gilt sie als "Ein Stück Neckar-Alb im Montafon".

Zum 50-jährigen Hüttenjubiläum wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten ausgeführt. Es folgten der Neubau einer Turbinenwassererfassung, die Erneuerung der Materialseilbahn und die vollständige Erneuerung der Stromversorgung.

1978 erfolgte der erste Spatenstich für die seit Mitte der 60er Jahre geplante Hüttenerweiterung. Nach der Fertigstellung im Jahr 1979 wurde dieser neue Teil 1981 eingeweiht: Die Anzahl der Unterkünfte wurden verdoppelt, der Gastraum vergrößert, eine neue Küche und diverse Nebenräume (Trocken-, Selbstversorgungs- und Winterraum, Waschküche und Personalunterkünfte) eingerichtet.

Zustieg

Der normale Zustieg von Gaschurn führt durch das Garneratal, in dessen Talschluss die Tübinger Hütte steht. Vom Parkplatz nach der Talstation der Versettlabahn, an der Umgehungsstraße von Gaschurn südwärts zu einer Häusergruppe und weiter durch die Garneraschlucht (Fenggatobel) oder dem Fahrsträßchen nach zum Maiensäß Ganeu (1400 m, 75 Min.).

Nun auf dem Alpweg das Garneratal hinein, an den Trümmern eines Bergsturzes vorbei zur Garneraalp, Innerer Stafel (1807 m). Dem Bach entlang bis zum Hohlen Stein (1890 m). Von hier entweder an der östlichen Talseite (Sommerweg) steiler hinauf zur Hütte oder bequemer im Talgrund folgend bald über den Garnerabach auf die westliche Tallehne bis zur Talstation der Materialseilbahn (Rucksackbeförderung: Telefon hinter dem Stein).

Steiler ansteigend und dem Talschluss in großem Bogen nach links auf markiertem Weg zur Hütte (4 – 5 Std. ab Gaschurn).

Gipfel

Rundtour

  • Kessispitze-Hühnersee-Innersäß-Garnerjoch-Tübinger Hütte, 7.00 h / nur für Geübte

Nachbarhütten

Literatur

  •  Carmen Schöneck, Hans Reibold: 100 Jahre Tübinger Hütte - Ruheinsel im Hochgebirge. In: DAV Panorama. Nr. 4, August 2008, ISSN 1437-5923, S. 78-81 (PDF 649 kB).

Weblinks