Tiroler Widerstandsbewegung

Tiroler Widerstandsbewegung war eine österreichische Widerstandsgruppe während der Zeit des Nationalsozialismus, die dem katholisch-konservativem Widerstand zugerechnet wird.

Zwischen Ende 1944 und Anfang 1945 entstanden in Tirol immer mehr kleinere Widerstandskreise, die sich allmählich zu einer Tiroler Widerstandsbewegung formierten. Diese Widerstandsbewegung galt als eine eigenständige Gruppe, aber sie hatte enge Verbindungen zur O5. Die Tiroler Widerstandsbewegung kooperierte mit anderen österreichischen Widerstandsgruppen wie der O5 und der von Major Carl Szokoll gebildeten militärischen Widerstandsgruppe.

Karl Gruber übernahm im Frühjahr 1945 die Leitung der Tiroler Widerstandsbewegung[1]. Ihr Ziel war es, Tirol und Innsbruck von der nationalsozialistischen Herrschaft zu befreien, bevor die ersten US-Truppen heranrückten.

Die militärische Befreiungsaktion der kooperierenden Widerstandsgruppen begann am 2. Mai 1945. Dabei wurden Kasernen, Polizeistationen und Rundfunksender von ihnen besetzt. Außerdem wurde der Innsbrucker Polizeipräsident und der Wehrmachtskommandant von Tirol gefangen genommen. Am 3.Mai 1945 befreiten die Widerstandsgruppen die Stadt Innsbruck von der nationalsozialistischen Herrschaft, bevor die ersten US-Truppen eintrafen. Diese Befreiungsaktion war einer der wichtigen Leistungen des österreichischen Widerstandes.

Karl Gruber, der Führer der Tiroler Widerstandsbewegung, wurde danach der erste Landeshauptmann im befreiten Tirol.

Weblinks

Literatur

  • Horst Schreiber, Hans Reski: "Widerstand und Erinnerung in Tirol 1938-1998". Studien Verlag, ISBN 978-3-7065-1432-3

Einzelnachweise

  1. Luza, Widerstand S. 197 f.