Trapp (Adelsgeschlecht)

Wappen der Freiherren von Trapp aus dem Scheiblerschen Wappenbuch

Die heute auf der Churburg bei Schluderns im Vinschgau (Südtirol) ansässige Familie der Trapp stammt aus dem steirischen Uradel und wird 1250 erstmals urkundlich genannt. Aktueller Besitzer der Churburg ist Johannes Jakob Trapp.

Geschichte

Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts waren die Freiherren von Trapp in Tirol ansässig. Nachdem der letzte Vertreter der Herren von Matsch, Gaudenz († 1504) im Jahr 1487 in Ungnade gefallen war, wurde sein Besitz vom Landesherrn eingezogen. Die meisten Güter der Matsch im heutigen Südtirol, darunter auch die Churburg, fielen als Erbschaft an die Trapp, die seit 1459 bereits das Amt eines Erblandhofmeisters von Tirol hatten. 1655 erlangten sie den österreichischen Grafenstand mit dem Prädikat „von Matsch“. Der Chef des Hauses war seit 1909 erbliches Mitglied des Herrenhauses, das Oberhaus des österreichischen Reichsrates.

Das Stammwappen der Grafen Trapp von Matsch zeigt in Silber einen dreimal gebrochenen roten Balken. Helmzier: Ein hermelingestulpter roter Hut mit geschlossenem schwarzem Flug. Decken: rot-silbern.

Nicht verwandt sind die Grafen Trapp mit der "singenden Trapp-Familie" des ehemaligen k.u.k. U-Boot-Kommandanten Georg Ludwig von Trapp. Er war der Sohn des Fregattenkapitäns August Trapp, der erst 1876 den österreichischen Ritterstand erhalten hatte.

Literatur

  • Franz Gall: Österreichische Wappenkunde. Handbuch der Wappenwissenschaft. 2. Aufl. Böhlau Verlag, Wien 1992, S. 354, ISBN 3-205-05352-4.