Traugott Erich Gattinger

Traugott Erich Gattinger (* 20. September 1930 in Grieskirchen; † 11. Januar 2006) war ein österreichischer Geologe.

Gattinger machte in Wels am Realgymnasium das Abitur und studierte ab 1949 Geologie an der Universität Wien mit der Promotion 1953 (Geologie der Kremsmauergruppe in Oberösterreich). Danach war er bis 1959 an der Türkischen Geologischen Staatsanstalt (MTA) in Ankara, unterbrochen von der Teilnahme an einer Expedition der Österreichischen Himalaya-Gesellschaft in den Karakorum als Geologe[1]. In der Türkei kartierte er, prospektierte nach Scheelit und arbeitete in der Hydrogeologie (Wasserversorgung) und Ingenieurgeologie (Baugrunduntersuchungen).

Ab 1959 war er bei der Geologischen Bundesanstalt in Wien. Er kartierte im Salzkammergut und befasste sich mit Hydrogeologie und Ingenieurgeologie. 1974 wurde er Vizedirektor und Hauptabteilungsleiter Angewandte Geowissenschaften. 1983 bis zu seinem Ruhestand 1993 war er Direktor der Geologischen Bundesanstalt. Danach war er Honorarprofessor an der Universität Salzburg.

Als Ingenieurgeologe war er unter anderem am Schneealpenstollen beteiligt, an verschiedenen hydrogeologischen Arbeiten, Untersuchungen für die Lagerung radioaktiver Abfälle und bei den Baugrunduntersuchungen für die Wiener U-Bahn. Für den Österreich Atlas erstellte er 1969 eine hydrogeologische Karte von Österreich im Maßstab 1: 1 Million.

Er war Hofrat und Ehrenmitglied der Österreichischen Geologischen Gesellschaft.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ergebnisse erschienen imJahrbuch der Geologischen Bundesanstalt, Sonderband 6, 1961, Gattinger, Scharbert Geologischer Querschnitt des Karakorum vom Indus zum Shaksgam: geologische Ergebnisse der österreichischen Himalaya-Karakorum Expedition 1956