Universitätsbibliothek der Universität für angewandte Kunst Wien

Universitätsbibliothek der Universität für angewandte Kunst Wien
Logo der UB Angewandte Wien
Bibliothekstyp Universitätsbibliothek
Ort Wien, Österreich
ISIL AT-UBAW
Website http://bibserver.uni-ak.ac.at/
Hauptlesesaal
Zeitschriftenlesesaal

Die Universitätsbibliothek der Universität für angewandte Kunst Wien ist das öffentlich zugängliche Informationszentrum der Universität.

Die Bibliothek ist Mitglied des Österreichischen Bibliothekenverbundes, der Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken (AKMB) und stellt ihre Bestände dem artlibraries.net sowie der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) zur Verfügung und beteiligt sich am Datenbank-Infosystem (DBIS).

Inhaltsverzeichnis

Bestand

Der Bestand an gedruckten Werken der Bibliothek umfasst circa 120.000 Monografien und 400 laufend gehaltene Zeitschriften (Stand Ende 2010).

Sammelschwerpunkte
  • Kunst
    • österreichische Kunst und Architektur
    • außereuropäische Kunst
    • frauenspezifische und feministische Kunst-Literatur
  • Architektur und Design des 20. und 21. Jahrhunderts
  • Architektur-, Design-, Kunst-, Medientheorie
  • Mode und Kostüm
  • Videokunst und Film
Sondersammlungen
Mediathek

Diese umfasst rund 5.000 Künstlervideos, Spiel- und Dokumentarfilme, eine Künstlerschallplatten-Sammlung und historische Fotografien. In Kooperation mit der Ursula-Blickle-Stiftung und der Kunsthalle Wien speist die Bibliothek das Ursula-Blickle-Videoarchiv, das den Zugriff auf rund 3.000 Künstlervideos ermöglicht.

Elektronische Dienste

Der Gesamtbestand der Bibliothek, der neben Print- und AV-Medien elektronische Zeitschriften und E-Books umfasst, ist über die Schnittstelle supA Suchportal Angewandte recherchierbar. Zur weiterführenden Literatursuche sind auch die von der Bibliothek lizenzierten Datenbanken in supA (Suchportal Angewandte) integriert.

Im Rahmen des Projekts „d_lia - Digital Library Angewandte“ werden ausgewählte Videoproduktionen von Lehrenden, Studierenden und Absolventen der Universität für angewandte Kunst Wien, welche in analogen Videoformaten vorliegen, digitalisiert und für die digitale Langzeitarchivierung aufbereitet.

Geschichte

Die Universität für angewandte Kunst Wien wurde 1867 als „Kunstgewerbeschule des k.k. Österreichischen Museum für Kunst und Industrie“ gegründet und bezog 1877 ein eigenes, von Heinrich von Ferstel geplantes Gebäude an der Wiener Ringstraße.

Die Kunstgewerbeschule verfügte von ihrer Gründung bis zur administrativen Trennung von Schule und Museum im Jahre 1900 über keine eigene Bibliothek. Die im Museum bestehende Bibliothek wurde auch für den Lehrbetrieb genutzt. Erst 1906 werden in den Akten eine „allgemeine Schulbibliothek“ und ein Bibliothekar erwähnt, 1913 erschien ein systematischer Katalog in gedruckter Form mit rund 1500 Inventarnummern. Bis 1934 wurde die Bibliothek großteils von Lehr- und Verwaltungspersonal geleitet. Mit der Bestellung von Eleonore Nischer-Falkenhof, 1934 bis 1972 Leiterin der Bibliothek, konnten eine bibliothekarisch sachgemäße Verwaltung und ein kontinuierlicher Bestandsaufbau begonnen werden. 1967 übersiedelte die Bibliothek in das von Karl Schwanzer geplante neue Gebäude der Universität.

Zwischen 1900 und 1970 war die Bibliothek eine Organisationseinheit der Kunstgewerbeschule bzw. Akademie für angewandte Kunst. Mit dem Inkrafttreten des Kunsthochschulorganisationsgesetzes 1970 wurde sie unmittelbar dem Bundesministerium für Unterricht (später Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr) zugeteilt. Ab 1978 führte sie den Titel „Hochschulbibliothek der Hochschule für angewandte Kunst in Wien“. Mit dem Bundesgesetz über die Organisation der Universitäten der Künste 1998 wurde die Bibliothek wieder Organisationseinheit der Universität und trägt seither den Titel „Universitätsbibliothek der Universität für angewandte Kunst Wien“.

Literatur

  • Gabriele Koller: Die Hochschulbibliothek der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien: Geschichte, Organisationsstruktur, Perspektiven. Wien 1995. [1]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Katalogseite des österreichischen Bibliothekverbundes, abgerufen am 11. Juni 2012.