Villacher Fasching

Der Villacher Fasching findet alljährlich in Villach in Kärnten, Österreich statt.

Der Villacher Fasching fand am Faschingsdienstag 1867 seinen Abschluss mit einer "gelungenen Corsofahrt". Damit ist der Villacher Fasching zum ersten Mal erwähnt worden.

Seit 1910 veranstaltete die Villacher Bauerngman jährlich einen Bauernball, dessen Erlöse man für wohltätige Zwecke verwendete. 1955 hatte der Villacher Senator Rudolf Horn die Idee, aus dem Bauernball den neuen "Villacher Fasching" entstehen zu lassen. Bereits 1958 beteiligten sich über 50 Lokale an dem "Fasching in ganz Villach". 1961 wurde erstmals in der Arbeiterkammer die "Villacher Faschingssitzung" durchgeführt. Sie wurde bereits vom Rundfunk übertragen. Seit 1963 überträgt das österreichische Fernsehen die Sitzungen. Aus der Villacher Bauerngman bildete sich 1964 die "Villacher Faschingsgilde". Seit 1972 finden die Veranstaltungen im Villacher Kongresshaus statt. 2001 zogen die Karnevalisten in ihr eigenes, neuerbautes Gildehaus um.

Seinen jährlichen Höhepunkt erreicht der Villacher Fasching jeweils am Faschingsamstag beim großen Faschingsumzug in der Innenstadt. Dabei präsentieren sich nicht nur die Villacher Narren in den ausgefallensten Verkleidungen, sondern es nehmen von Jahr zu Jahr mehr Gruppen aus andern Bundesländern und auch aus anderen europäischen Ländern daran teil.

Im Jahre 1955 wurde das erste Prinzenpaar gewählt und 1967 das erste Kinderprinzenpaar.

Der Villacher Fasching lebt von seinen berühmten, langjährigen Protagonisten wie Alexander Telesko (Apotheker), Hannes Höbinger ("Der Nachzipfer"), Manfred Tisal ("EU-Bauer"), Manfred Obernosterer ("Da Noste"), Tanja Karl (Barbara Rett, Ingrid Thurnher), Elisabeth Trattnig, Markus Warum ("Wirtschaftsscheiderlein"), Franz Kleinbichler sowie den Sängern Arno Kohlweg, Janko Munda, Rudolf Klampferer und Michael Nowak

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