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vom 21.12.2018, aktuelle Version,

Villacher Fasching

Der Villacher Fasching findet alljährlich in Villach in Kärnten, Österreich, statt.[1]

Der Villacher Fasching fand am Faschingsdienstag 1867 seinen Abschluss mit einer „gelungenen Corsofahrt“. Damit ist der Villacher Fasching zum ersten Mal erwähnt worden.

Seit 1910 veranstaltete die Villacher Bauerngman jährlich einen Bauernball, dessen Erlöse man für wohltätige Zwecke verwendete.[2] 1955 hatte Rudolf Horn die Idee, aus dem Bauernball den neuen „Villacher Fasching“ entstehen zu lassen. Bereits 1958 beteiligten sich über 50 Lokale an dem „Fasching in ganz Villach“. 1961 wurde erstmals in der Arbeiterkammer die „Villacher Faschingssitzung“ durchgeführt. Aus der Villacher Bauerngman bildete sich 1964 die „Villacher Faschingsgilde“. Seit 1972 finden die Veranstaltungen im Congress Center Villach statt. 2001 zogen die Karnevalisten in ihr eigenes, neu erbautes Gildehaus als Vereinslokal um.[3]

Seinen jährlichen Höhepunkt erreicht der Villacher Fasching jeweils am Faschingssamstag beim großen Faschingsumzug in der Innenstadt. Dabei präsentieren sich nicht nur die Villacher Narren in den ausgefallensten Verkleidungen, sondern es nehmen daran auch Gruppen aus anderen Bundesländern und aus anderen europäischen Ländern teil.[4]

Im Jahre 1955 wurde das erste Prinzenpaar gewählt und 1967 das erste Kinderprinzenpaar.

Villacher Fasching im Fernsehen

Bereits die erste „Villacher Faschingssitzung“ wurde 1961 vom Rundfunk übertragen. Seit 1963 strahlt das österreichische ORF-Fernsehen Höhepunkte der Veranstaltung alljährlich am Faschingsdienstag aus. Der Villacher Fasching galt über Jahrzehnte als eine der ORF-Unterhaltungssendungen mit den meisten Zusehern, das Publikumsecho sinkt allerdings rapide. 2000 sahen im Schnitt noch 2,08 Millionen Österreicher zu, 2018 waren es – am bisherigen Quotentiefstand – nur mehr 1,056 Millionen.[5][6]

Langjährige Protagonisten

Der Villacher Fasching ist vor allem für seine langjährigen Protagonisten bekannt: Alexander Telesko („Apotheker“), Manfred Tisal („EU-Bauer“), Hannes Höbinger („Der Nachzipfer“), Manfred Obernosterer („Da Noste“), Tanja Karl (als Parodistin Barbara Rett, Ingrid Thurnher), Elisabeth Trattnig, Markus Warum („Wirtschaftsscheiderlein“), Sonja Juchart, Franz Kleinbichler sowie als „Probenchor-Sänger“ Andreas Scherer, Arno Kohlweg und Michael Nowak. Die meisten von ihnen treten nicht mehr auf.

Einzelnachweise

  1. Christian Madritsch: Vereinsgeschichte. Villacher Fasching, abgerufen am 17. Februar 2017.
  2. Geschichte und Zweck der Bauerngman. Abgerufen am 17. Februar 2017.
  3. Christian Madritsch: Vereinsgeschichte. Villacher Fasching, abgerufen am 17. Februar 2017.
  4. Infos über Faschingssamstag. Abgerufen am 17. Februar 2017.
  5. 1,056 Millionen beim "Villacher Fasching" im ORF. In: derstandard.at. 14. Februar 2018, abgerufen am 18. Februar 2018.
  6. Abgestürzt: Villacher Fasching in der Quoten-Krise. In: Kleine Zeitung. 1. März 2017, abgerufen am 18. Februar 2018.