Weingut Wieninger

Weingut Wieninger

Das Weingut Wieninger ist ein Weingut im Wiener Stadtteil Stammersdorf.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der rund 100 Jahre alte Weinbaubetrieb wurde bis in die 1980er Jahre als reiner Heurigenbetrieb geführt. Als Fritz Wieninger jun. die Leitung des Betriebes übernahm, begann er, sich verstärkt auf die Produktion von anspruchsvollen Qualitätsweinen zu konzentrieren. Der Heurigenbetrieb wird von seinem Bruder Leo Wieninger geführt.

Das Weingut erzielte in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Auszeichnungen. Es ist Mitglied der Gruppe WienWein sowie der österreichischen Winzervereinigung Tu felix Austria.

Rebsorten

Die Rebfläche umfasst 45 Hektar (Stand 2012), dazu zählen einige der bedeutendsten Lagen Wiens am Nußberg. Im Jahr 2005 übernahm Wieninger mit der Riede Preussen des Schottenstiftes einen Weingarten historischer Dimension. Des Weiteren zählen zu der Weinbaufläche Wieningers ein Gemischter Satz in der Riede Rosengartl, ein Veltliner-Weingarten am Fuße des Nußbergs und eine der ausgezeichnetsten Lagen Wiens, die Riede Kaasgraben – ein einzelner, uralter Veltliner-Weingarten. Aus diesem Weingarten kam 2005 der laut Gault-Millau wahrscheinlich beste Grüne Veltliner, den Wiener Boden je hervorbrachte, der Grüne Veltliner Nußberg.[1] Auf dem Bisamberg verfügt Wieninger über rund 30 Hektar Weinbaufläche.

Die Bewirtschaftung der Weingärten erfolgt nach biodynamischen Richtlinien. Der Anteil der Weißweine beträgt 67 Prozent, jener der Rotweine 33 Prozent (Stand 2012). Unter den Rotweinen ist Wieningers Pinot Noir bemerkenswert; er zählt österreichweit zu den herausragenden Sortenvertretern.

WienWein

Wien Wein

Im Jahr 2006 gründeten die zu jener Zeit bedeutendsten vier Wiener Winzer Fritz Wieninger, Rainer Christ (Großjedlersdorf), Richard Zahel und Michael Edlmoser (beide Mauer) zwecks Beförderung der Wiener Weinqualität und zur Propagierung des Wiener Gemischten Satzes die Winzervereinigung WienWein.[2][3] Im Jahr 2010 wurde die Gruppe um die beiden Betriebe Weingut Wien Cobenzl und Mayer am Pfarrplatz erweitert. Richard Zahel trat 2011 aus der Winzervereinigung aus.[4]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Gault Millau WeinGuide Österreich
  2. Neues Image für Wiener Wein In: "Wiener Zeitung" vom 13. Mai 2006, Beilage "Wiener Journal", S. 46. Abgerufen am 21. Jänner 2012
  3. Johann Werfring: Ein bunter Strauß aus Wien. In: Vinaria. Österreichs Zeitschrift für Weinkultur, Heft 4 (2007), S. 34–35.
  4. WienWein: Dicke Luft nach Rücktritt von Zahel In: "Die Presse" vom 27. Dezember 2011. Abgerufen am 21. Jänner 2012

Literatur

Weblinks