Wiener Korporationsring

Der Wiener Korporationsring (WKR) ist ein 1952 gegründeter Zusammenschluss von Wiener Studentenverbindungen, darunter vor allem schlagende Verbindungen. Der Vorsitz turniert zwischen den beteiligten Verbindungen jährlich.

Inhaltsverzeichnis

Mitgliedsverbindungen

Derzeit gehören dem WKR die folgenden 20 Korporationen an:[1]

  • Akademische Verbindung Wartburg
  • Wiener akademische Burschenschaft Albia
  • Wiener akademische Burschenschaft Aldania
  • Wiener akademische Burschenschaft Bruna Sudetia
  • Wiener akademische Burschenschaft Gothia
  • Wiener akademische Burschenschaft Libertas
  • Wiener akademische Burschenschaft Moldavia
  • Wiener akademische Burschenschaft Olympia
  • Akademische Burschenschaft Oberösterreicher Germanen
  • Wiener akademische Burschenschaft Silesia
  • Wiener akademische Burschenschaft Teutonia
  • Akademisches Corps Hansea zu Wien
  • Akademisches Corps Posonia
  • Akademisches Corps Saxonia
  • Akademische Grenzlandsmannschaft Cimbria
  • Akademische Jägerschaft Silvania
  • Akademische Landsmannschaft Kärnten
  • Akademische Tafelrunde Wiking zu Wiener Neustadt
  • Verein deutscher Studenten Sudetia
  • Wiener Akademischer Turnverein

Veranstaltungen des WKR

  • Für den Wiener Korporationsring veranstaltet der Verein „Wiener Korporations-Ring, Ballausschuss – Verein für Brauchtumspflege“[2] den umstrittenen, jährlich im Januar stattfindenden Wiener Korporations-Ball, der bis Mitte der 1990er Jahre unter Ehrenschutz des Rektors der Universität Wien stand. Seitdem übernimmt der Rektor der Montanuniversität Leoben diese Aufgabe.
  • Wöchentlich mittwochs treten Mitglieder der zusammengeschlossenen Verbindungen beim so genannten Farbenbummel auf der Rampe der Universität Wien in Erscheinung.
  • Weitere jährliche Veranstaltungen wie das „Totengedenken“ zum 8. Mai und die Sonnwendfeier am 21. Juni sowie das „Heldengedenken“ im November tragen nach Ansicht von Kritikern rechtsextremen Charakter.

Kritik

Laut Heribert Schiedel vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) geben weit rechts stehende Burschenschaften im WKR den Ton an.[3] Im vom DÖW herausgegebenen Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus ist der WKR als Kontakt rechtsextremer Vereine – wie der Österreichischen Landsmannschaft (ÖLM) und des Österreichischen Turnerbundes (ÖTB) aufgeführt[4].

Im Wintersemester 1983/84 verließ das Corps Symposion den WKR wegen dessen „einseitiger Politisierung“.[5]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Übersicht über die Mitgliedsverbindungen auf www.wkr.at
  2. Abfrage im Zentralen Vereinsregister am 16. Februar 2011.
  3. Der Standard, 14. November 2006: Umstrittener Unirat Stefan tritt am Rande eines Kommerses auf
  4. DÖW: Handbuch des österreichischen Rechtsextremismus, Wien, 1994, 719 Seiten
  5. Zit.n. Heribert Schiedel, 2007: Der rechte Rand. Extremistische Gesinnungen in unserer Gesellschaft. Wien, Edition Steinbauer, :72.