Wilhelm Eichler von Eichkron

Karl Wilhelm Eichler von Eichkron (* 10. Dezember 1818 in Kötzschenbroda / heute Radebeul; † 23. Dezember 1892 in Wien[1]; auch: Karl Wilhelm Eichler (Geburtsname)) war ein deutsch-österreichischer Eisenbahningenieur und -unternehmer. Er wurde aufgrund seiner Verdienste vom österreichischen Kaiser geadelt.

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Leben und Wirken

Geboren am Anger von Kötzschenbroda (Altkötzschenbroda 44) im väterlichen und großväterlichen Anwesen, studierte Eichler nach seinem Schulbesuch am Polytechnikum Dresden. Ab 1836 arbeitete er beim Bau der neuen Leipzig-Dresdner Eisenbahn mit, wo er einen Bauabschnitt verantwortlich leitete.[2]

Im Jahr 1839 ging Eichler nach Österreich, wo er in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich die Entwicklung des dortigen Eisenbahnwesens mitbeeinflusste. So leitete er bis 1841 den Betrieb der Strecke Wien-Liesing, dann den Betrieb der Gesamtstrecke der Wien-Gloggnitzer Eisenbahn. Vorübergehend war Eichler für die Strecke Mürzzuschlag-Laibach der Südlichen Staatsbahn zuständig.

In den Jahren 1848 bis 1854 war er als selbstständiger Unternehmer am Bau der Semmeringbahn beteiligt. Ab 1855 erhielt Eichler Führungsaufgaben im Betriebsdienst der Österreichischen Staatseisenbahngesellschaft, ab 1864 bis 1885 war er Generalinspektor der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn, deren Gesamtgeschäftsführung Eichler im Laufe der Zeit übernahm.

Der österreichische Kaiser Franz Joseph I. verlieh Eichler für seine Verdienste 1865 das mit dem Ritterstand verbundene Adelsprädikat von Eichkron[3] und erhob den zahlreich Ausgezeichneten, auf dessen Ansuchen, mit Diplom vom 10. September 1878[3] in den erblichen Freiherrnstand.

In Eichlers Geburtsstadt Radebeul wurde 1991 im Stadtteil Kötzschenbroda eine Straße nach seinem Geburtsnamen benannt.

Literatur

  •  Frank Andert (Redaktion), Große Kreisstadt Radebeul. Stadtarchiv Radebeul (Hrsg.): Stadtlexikon Radebeul. Historisches Handbuch für die Lößnitz. 2. Auflage. Stadtarchiv, Radebeul 2006, ISBN 3-938460-05-9.

Weblinks

  • Wilhelm Frh. Eichler von Eichkron. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950, Bd. 1. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, S. 233, abgerufen am 4. Juli 2009 (PDF).

Einzelnachweise

  1. Eichler verstarb in seiner Wohnung im vierten Wiener Gemeindebezirk, Wieden, Heugasse 4 (seit 1911: Prinz-Eugen-Straße 4). – Siehe: Hofrath Wilhelm Freiherr v. Eichler †.. In: Die Presse (1848-1896), 24. Dezember 1892, S. 9 Mitte. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/apr
  2. Wilhelm Eichler. In: Gottfried Thiele: Von August bis Ziller; Historische Persönlichkeiten und ihre Spuren in der Lößnitz. Radebeul 1998, S. 11.
  3. a b Hofrath Wilhelm Freiherr v. Eichler †.. In: Die Presse (1848-1896), 24. Dezember 1892, S. 9 Mitte. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/apr