Wilhelm Haberzettl

Wilhelm Haberzettl (rechts) mit Laura Rudas und Josef Cap

Wilhelm Haberzettl (* 2. Juli 1955 in St. Pölten) ist ein österreichischer Gewerkschaftsfunktionär und Abgeordneter zum Nationalrat der SPÖ.

Haberzettl besuchte von 1961 bis 1965 die Volksschule in Hofstetten-Grünau, von 1965 bis 1969 die Hauptschule in Ober-Grafendorf und danach bis 1972 die HTL St.Pölten.[1] Bis 1992 war er Fahrdienstleiter bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Den Grundstein für sein Karriere legte er von 1976 bis 1992 als Vertrauensperson und Ortsgruppenobmann, von 1992 bis 1993 war er Mitglied des Personalausschusses der ÖBB-Direktion Linz, danach bis 2005 Mitglied des Zentralausschusses der ÖBB, ab 1998 als Vorsitzender. Seit September 2005 ist Haberzettl Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der ÖBB-Infrastruktur Bau AG, seit März 2006 Vorsitzender der Konzernvertretung des ÖBB-Konzern.[2]

Von 1995 bis September 1999 war er stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Eisenbahner, anschließend bis Dezember 2006 ihr Vorsitzender. Nach der Fusion der Eisenbahn-Gewerkschaft mit den Gewerkschaften HGPD und HTV wurde er Vorsitzenderstellvertreter der daraus hervorgegangenen Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida. Seit 1998 ist er Vizepräsident der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF), seit 1999 Präsident der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF).[3]

Nachdem Haberzettl im Juni 2006 interimistischer Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter im ÖGB wurde, wurde er am 22. Jänner 2007 in dieser Funktion bestätigt.

Von Februar 2005 bis Oktober 2006 war Haberzettl stellvertretender Vorsitzender des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger. Mit September 2006 wurde er Mitglied des erweiterten SPÖ-Präsidiums und des SPÖ-Bundesparteivorstands, seit 30. Oktober 2006 ist er Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat.

Mitte November 2011 kündigte Haberzettl an, dass er mit 22. November 2011 sein Mandat als Konzernbetriebsratsvorsitzender der ÖBB zurücklegen und sich bis Jahresende sukzessive aus sämtlichen Gewerkschafts- und Betriebsratsfunktionen zurückziehen werde und dass er mit Jahresbeginn 2012 den Posten des Geschäftsführers der Gemeinnützigen allgemeinen Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft (BWS) übernehmen werde.[4]

Haberzettl ist geschieden und hat einen Sohn.[3]

Einzelnachweise

  1. Parlamentshomepage vom 23. Dezember 2007
  2. Homepage der FSG 23. Dezember 2007
  3. a b Parlamentskorrespondenz/07/30.10.2006/Nr. 797
  4. ORF-News: Haberzettl legt Gewerkschaftsfunktionen zurück; abgerufen am 12. Nov. 2011

Weblinks