Nachwort von Leopold Halpern#

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Meine persönlichen Erfahrungen mit der Zentralbibliothek für Physik erstrecken sich über eine Zeitspanne von 55 Jahren: vom Beginn meines Studiums nach der Rückkehr aus der Emigration 1947 - einer Periode von Mangel und Armut heute unvorstellbaren Ausmaßes - bis heute, wo die Organisation schon lange Weltruf genießt.

Ich konnte im Laufe der Jahre mit ansehen, wie es dem langjährigen genialen Leiter der Organisation, Herrn Robert Chorherr, immer wieder gelang, die Hürden zu beseitigen, die sich dem Bestand und Aufbau entgegenzustellen drohten. Nirgendwo war man mehr darum besorgt, den Nutzen und die Leistungen jedermann zugänglich zu machen.

Glücklicherweise hat sich auch nach der Pensionierung von Herrn Chorherr in Herrn Dr. Kerber ein würdiger Nachfolger gefunden. Auf eine solche Organisation und ihre Belegschaft müsste jedes Land stolz sein und sie bewahren! Ich zögere mit der Mitteilung von Einzelheiten aus meinen positiven Erfahrungen, weil ich so viel zu berichten hätte, dass ich kein Ende sehe.

Leopold Halpern Er hat an Forschungsinstituten in der ganzen Welt gearbeitet. Halpern war von 1957 bis 1959 Assistent des Nobelpreisträgers Erwin Schrödinger in Wien. Von 1974 bis 1984 wirkte er als Senior Research Associate bei Paul Dirac, einem anderen Mitbegründer der modernen Physik. Er ist Verfasser der ersten historischen Arbeit über Marietta Blau, der Pionierin der Kernphysik.


© Bild und Text öster. Zentralbibliothek für Physik