unbekannter Gast

Feldhase#

von Jacqueline Schneeberger; Atempo, 3c; Betreuung: Klementi; 67 Punkte;

Hasen und Kaninchen #

01-sfel-08-009a_-_crop.jpg
Feldhase. Foto: Hans-Jörg Hellwig.
Aus: Wikimedia Commons,
verwendbar gemäß CC-Lizenz

Der Feldhase gehört zu den Hasen, wie auch die Kaninchen. Es gibt weltweit viele verschiedene Arten von Hasen und von Kaninchen, aber im Allgemeinen unterscheiden sie sich in ein paar Merkmalen. Hasen sind Einzelgänger, während Kaninchen meist in Gruppen, in unterirdischen Bauten leben. Kaninchen sind, wenn sie auf die Welt kommen, Nesthocker, das heisst sie kommen nackt und blind zur Welt, währen Hasen Nestflüchter sind und schon nach der Geburt Haare und offene Augen haben. Meist sind Hasen größer (Kaninchen: ca. 1-2kg, Hasen bis 5kg), haben längere Ohren und kräftigere Hinterbeine. Wenn man untertags einem hasenartigen Tier in der Natur begegnet, ist es ziemlich sicher ein Feldhase, da man Kaninchen sehr selten sieht.

Allgemeines#

Feldhasen werden also 4-5kg schwer und bis zu 70cm groß. Sie werden an die 10 Jahre alt. Das Fell ist meist braun mit weißen und grauen Haaren und schwarz-braunen Haarspitzen. Sie haben einen kleinen, buschigen Schwanz, auch Blume genannt, der an der Unterseite weiß und oben schwarz ist. Hasen haben lange Ohren, die Löffel genannt werden, und sehr beweglich sind. Dadurch können sie sehr gut hören, aber sie haben auch einen guten Geruchssinn. Die Ohren reichen, wenn man sie nach vorne legt, über die Schnauzenspitze hinaus und haben schwarze Spitzen. Alle Hasenartigen haben eine gespaltene Oberlippe und große Schneidezähne die lebenslang weiterwachsen und durchs Nagen immer wieder abgeschliffen werden.

Lebensweise#

Lepus_europaeus_(eye).jpg
Feldhase. Foto: Hans Hillewaert.
Aus: Wikimedia Commons
verwendbar gemäß CC-Lizenz

Feldhasen lebten ursprünglich in offenen Landschaften der Waldsteppe und Wüstensteppe, heute findet man sie in Wiesenflächen (Grünland) und Ackerland. Leider werden aber die Flächen oft sehr intensiv genutzt, außerdem gibt es wenige Hecken und Randstreifen wo sie Deckung und abwechslungsreiche Nahrung finden. Feldhasen sind Pflanzenfresser und fressen viele verschiedene Kräuter, Gemüse, Getreide und auch die Rinde von jungen Bäumen. Feldhasen sind Fluchttiere und schützen sich durch Weglaufen vor ihren Feinden. Sie sind ausdauernde Läufer, die aber auch sehr schnell werden können. Wenn sie verfolgt werden schlagen sie auch Haken, wo sie unerwartet im Laufen die Richtung ändern.

Fortpflanzung#

Feldhasen sind Einzelgänger, die nur zur Paarungszeit die Nähe von anderen Hasen suchen. Zwischen den Männchen kann es vor der Paarung zu Boxkämpfen kommen. Pro Jahr kann eine Häsin 3-4mal Junge bekommen. In einem Wurf sind dann meist 2-4 Jungtiere. Die Jungen kommen in einer Mulde, die Sasse genannt wird, zur Welt. Diese Mulde wird vom Hasen in den Boden gescharrt und gibt einen Wind- und Sichtschutz. Schon nach 5-8 Monaten sind die Jungtiere selber geschlechtsreich. Hasen können sich also sehr rasch vermehren, aber durch schlechtes Wetter (Regen und Kälte) können auch viele Tiere, vor allem Junge, sterben.

Lepus_europaeus_(running).jpg
Laufender Feldhase. Foto: Hans Hillewaert.
Aus: Wikimedia Commons
Verwendbar gemäß CC-Lizenz

Gefährdung#

Feldhasen haben viele natürliche Feinde: Fuchs, Dachs, Hund, Katzen, Marder, Greifvögel und Krähen. Aber sie fallen auch der Jagd und dem Straßenverkehr zum Opfer. Außerdem gibt es Krankheiten und Parasiten die starke Schwankungen in der Zahl der vorhandenen Feldhasen auslösen können.

Wenn man ein junges Kaninchen findet, dann sollte man es normal nicht mitnehmen, da die Jungen von der Mutter an einer Stelle abgelegt werden, wo sie dann zweimal am Tag zum Säugen vorbei kommt. Man sollte daher die jungen Feldhasen gar nicht angreifen, weil die Mutter sie durch den menschlichen Geruch nicht mehr annehmen würde. Das Aufziehen von jungen Feldhasen mit der Hand ist außerdem sehr schwierig und daher sollte man sich dafür an professionelle Auffangstellen wenden. In Graz wäre das zum Beispiel hier.

Recherche zum Thema Feldhase#

  • Quelle 1: Schreiber L., Rudolf: Rettet die Wildtiere. Pro Natur Verlag, 1980.