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Naturkatastrophen#

von Lukas Binder; HS Markt Hartmannsdorf, 3a; Betreuung: Weingerl; 91 Punkte;
--> Gratuliere! Dieser Beitrag ist einer von fünf, die als beste und daher Preisträger ausgezeichnet wurden

Warum heißt es eigentlich Naturkatastrophe? Es wird nur von uns Menschen so bezeichnet. Weil wir auf diesem Planeten leben, ist die Natur ja noch lange keine Katastrophe, die Natur kann aber zu einer Gefahr werden und wir sind oft gegen viele Vorgänge in der Natur machtlos. Für unseren Planeten ist es ein natürlicher und normaler Prozess. Ein paar solcher „Naturkatastrophen“ werden hier kurz erklärt. Darunter auch die Lawine, ein Lawinenabgang kann zu einer Katastrophe führen, und dies kann auch bei uns in Österreich passieren.

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Pulverschnee Lawine. Foto: Scientif38 Aus Wikimedia Commons unter CC Lizenz

Lawinen:

Sie zählen zu den größten Gefahren im Hochgebirge. Es sind enorme Eis- und Schneemassen, die zu Tal rasen. Sehr große Lawinen können ganze Gebäude mit ihren Bewohnerinnen und Bewohnern unter sich begraben. Die Schweizer Alpen zählen zu den am stärksten lawinengefährdeten Regionen. Dort gehen jedes Jahr bis zu 10.000 Lawinen ab. Die größte Lawinengefahr besteht, wenn in kurzer Zeit eine tiefe Neuschneeschicht entsteht, die sich noch nicht ausreichend mit der Altschneeschicht verbinden konnte, oder wenn die ältere Schneedecke durch Tauwetter instabil wird. Lawinen werden oft ausgelöst durch Wind, Temperaturveränderungen, das Betreten lawinengefährdeter Hänge, plötzlichen Erschütterungen oder durch laute Geräusche. Wo keine Wälder oder andere natürliche Barrieren vorhanden sind, baut man Zäune und Dämme zum Schutz von Straßen und vor allem von Dörfern. Verschüttet eine Lawine dennoch Menschen, ist schnellstmögliche Rettung nötig. In lawinengefährdeten Gebieten ist es wichtig, die Stabilität der Schneedecke zu überwachen. Aus diesem Grund legt man Schneegruben an und prüft die einzelnen Schneeschichten. Insbesondere Frostgraupeln neigen besonders stark zur Lawinenbildung, da die Körnchen wie Rollen wirken und über die Schneeschollen abgleiten können. Dort, wo Lawinen an der Tagesordnung stehen, baut man Schutzdächer über die Straßen. So rutschen sie einfach darüber hinweg, ohne die Straße zu blockieren.

Zu den größten Lawinenabgängen in Österreich in den letzten 15 Jahren gehört jener von Galtür Galtür, Tirol über den - auch mit Filclips- z. B. im AEIOU Österreich Lexikon des Austria-Forums bereichtet wird.

Erdbeben:

Die verheerendsten Erdbeben entstehen oft durch plötzliche Bewegungen tief in der Erdkruste. Durch die Bewegungen der Platten können sich Spannungen im Gestein entlang von Verwerfungslinien aufbauen. Wenn das Gestein letztendlich dem Druck nachgibt, pflanzt sich dieser wellenartig über weite Entfernungen fort. Leider lässt es sich nie vorhersagen, wann und wo Erdbeben auftreten. Die Menschen, die in den gefährdeten Gebieten wohnen, sollten immer auf ein Beben vorbereitet sein, deshalb sind ihre Häuser oft schon so konstruiert, dass sie starke Erschütterungen standhalten. Auch im Wasser, auf dem Meeresboden, gibt es Erdbeben, sogenannte Seebeben. Sie verursachen oft haushohe Wellen: die Tsunamis. Ein Tsunami wird in Küstennähe bis zu 36 Meter hoch, und kann katastrophale Überflutungen verursachen.

Erdbeben in Anchorage
Erdbeben in Anchorage, Alaska 1964. Bild ist aus Wikicommons, Bild ist gemeinfrei
Erdbeben-Jacmel-Haiti 2010
Erdbeben in Jacmel, Haiti, 2010. Bild ist aus WikiCommons unter CC Lizenz

Vulkanausbruch:

Vulkanausbrüche zeugen von gewaltigen Kräften im Inneren der Erde. Die meisten Vulkanausbrüche sind zum Glück meist harmlos. Sie werden häufig nicht einmal bemerkt. Aber wenn rotglühende Lava aus der Erde austritt oder ein Vulkan riesige Wolken aus Asche und Gas in die Luft speit, können ganze Landstriche begraben und im weiten Umkreis alles Leben ausgelöscht werden. Den typischen Vulkan stellt man sich so vor: ein großer, kegelförmiger Berg. Doch nicht alle Vulkane sind Berge, als Vulkane bezeichnet man all jene Stellen, in denen Magma in Spalten und Brüchen aus der Erde austritt. Die spektakulärsten und verheerendsten Vulkanausbrüche befinden sich entlang der Subduktionszonen. Die Vulkane können Jahrhunderte lang ruhen und dann mit einer gewaltigen Eruption erwachen.

Vulkanausbruch_Fimmvörðuháls, Island, 2010
Vulkanausbruch In Island 2001. Foto: Ulrich Latzenhofer
Aus Wikimedia Commons hier
St. Helens vor und nach dem Ausbruch
Mount St. Helens vor und nach dem Ausbruch. Foto: H. Maurer. Darf frei verwendet werden

Ein Beispiel ist der Mount St. Helens Mount St. Helens, USA im Nordwesten der USA. Er brach am 18. Mai 1980 nach 123 Jahren Ruhe plötzlich aus. Die Explosion, die die Spitze des Berges absprengte, war noch 320 Kilometer nördlich in Vancouver zu hören. Die ganze Nordseite des Gipfels rutschte ab. Trümmergesteine und Gletschereis wälzten sich mit 250km/h Richtung Tal. Ein paar Sekunden später schoss heiße Asche in die Luft. Ein bis zu 300°C heißer Dampfstrom, beladen mit Sand und Staub, fegte orkanartig Richtung Norden. In den ersten Kilometern wurden alle Bäume entwurzelt und mitgerissen. Sogar noch in 15 km Entfernung knickte der Dampf die Bäume wie Streichhölzer. In der neunstündigen Eruption wurden Millionen Tonnen von Asche 22 Kilometer in die Luft geschleudert. Über 60 Menschen, darunter auch der Vulkanologe David Johnston, kamen dabei ums Leben.

http://www.youtube.com/watch?v=XhjXZOT9_Ok


Tornados:

Tornados treten oft im südöstlichen Nordamerika auf. Tornados sind Wirbelstürme. In Amerika nennt man sie auch Twister. Sie rasen in Minutenschnelle über ein Gebiet hinweg und hinterlassen die reinste Verwüstung. Der Auslöser ist das Aufeinandertreffen feuchtwarmer Aufwinde und kalter Fallwinde. Die kalte Luft legt sich über die warme Luft. So bilden sich warme Aufwindschlote. Der hohe Seitenwind versetzt die Luft in Drehung, es entsteht ein Wirbel. Er wird sichtbar, weil durch Kondensation aufgrund des geringen Drucks im Wirbel ein Wolkenschlauch entsteht. Wie ein riesiger Staubsauger saugt der Unterdruck des Schlauchs alles auf, was ihm in den Weg kommt. Die kleinen Tornados, die auch Windhosen und Tromben heißen, können auch bei Gewittern in Mitteleuropa entstehen. Tornados können auch über das Meer oder über einen See wandern. Der Aufwindschlot saugt Wasser auf und es bildet sich eine Wasserhose. Die Geschwindigkeit ist aber geringer als die des normalen Tornados. Oft nicht mehr als 80km/h. Das liegt zum Teil am Gewicht des Wassers.

Die Entstehung eines Tornados:

Zuerst senkt sich ein Schlauch von der Gewitterwolke herab. Kondensiert der Wasserdampf im Tiefdruckschlot, bildet sich ein „Rüssel“. Nach kurzer Zeit hat dieser Bodenkontakt. Der Rüssel verändert seine Farbe, wenn er Staub und anderes Material aufsaugt. Wenn die Kraft des Tornados weg ist, wird er langsamer und der Rüssel schrumpft letztendlich wieder in seine Wolke, aus der er hervorgekommen ist.

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Alfalfa Tornado Oklahoma 1981 Bild gemeinfrei, siehe NOAA
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Elie Tornado 2007 in Manitoba, Kanada. Bild aus Wikicommons unter CC Lizenz

Interessante Links:

Hier ist ein Link für eine Internetseite in dem Sie ein paar Texte über Naturkatastrophen durchlesen können, die sich schon wirklich zugetragen haben: http://www.geographixx.de/naturkatastrophen

Extremwetterwarnungen für Europa: Meteoalarm

Leben mit Naturgefahren! In Österreich: nachschauen, von welcher Art der Naturgefahr man betroffen sein könnte. Maßnahmen und Informationen: hier

Recherche zum Thema Naturkatastrophen#




  • Quelle 4: Stürme Fluten & Lawinen. In: Sehen-Staunen-Wissen. Gerstenberg, Hildesheim 2000.

  • Quelle 5: Vulkane. In: Sehen-Staunen-Wissen. Gerstenberg, Hildesheim 2003.

  • Quelle 6: Internationale Forschungsgesellschaft Interpraevent (Hrsg.): Alpine Naturkatastrophen - Lawinen, Muren, Felsstürze, Hochwässer. Leopold Stocker Verlag 2009. als E-Book 10.04.2013


Sehr spannend! Tolle Links und super Bilder!

-- Unbekannt, Montag, 24. Juni 2013, 11:24


Über Katastrophen www.angelus-silesius.de

-- Unbekannt, Dienstag, 1. Juli 2014, 00:36


Hallo zusammen,

Nach dem schlimmen Unwetter vor einigen Wochen im Rheinland, habe ich mich entschieden, meine Masterarbeit über das Thema Naturkatastrophen und (Social Media) Kommunikation zu schreiben, da mich das Thema doch sehr berührt hat. Daher versuche ich Teilnehmer und Interessierte zu finden, die selber Erfahrungen mit Katastrophen haben, um herauszufinden, wie man diese Kommunikation noch verbessern kann. Ich würde euch gerne bitten, meine Umfrage auszufüllen und bei Interesse auch vielleicht zu teilen. Die Umfrage dauert nur ca. 10 Minuten und die Ergebnisse werde ich euch natürlich im Anschluss zur Verfügung stellen. Hier der Link zur Umfrage:

https://qtrial2014.az1.qualtrics.com/SE/?SID=SV_bmH7tgNwTtI32mh

Liebste Grüße, Valentina

-- Unbekannt, Samstag, 5. Juli 2014, 18:32